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Politik
SPD kürte Bernd Lindlein zum VG-Bürgermeisterkandidaten
Am Mittwochabend trafen sich die Mitglieder der SPD Ortsvereine Altenkirchen und Weyerbusch zur Wahl eines Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Altenkirchen. Um eine Kampfabstimmung zu vermeiden zog Ralf Schwarzbach seine Kandidatur zurück und ließ Bernd Lindlein den Vortritt.
Bernd Lindlein will VG-Bürgermeister in Altenkirchen werden, die SPD kürte den 52-jährigen Rechtsanwalt. Fotos: kköNeitersen. Am Mittwoch, 2. August, trafen sich um 19 Uhr die Mitglieder der SPD Ortsvereine Altenkirchen und Weyerbusch im kleinen Saal der Wiedhalle, Neitersen. Es ging um die Kür eines Kandidaten für die bevorstehende Wahl zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde. Nach der Begrüßung durch Anka Seelbach, Vorsitzende in Altenkirchen, erteilte Sie Heijo Höfer das Wort.

Höfer ging in seinen Ausführungen drauf ein, das viele ihn und andere Mitglieder gefragt hätten, ob die SPD keinen Kandidaten aufstellen wolle. Er machte klar, das die SPD einen klaren Fahrplan erarbeitet hätte, der nun umgesetzt würde. Höfer betonte dabei ausdrücklich, dass alle Beteiligten einen auswärtigen Kandidaten favorisiert hätten. Es sei aber, aufgrund der besonderen Situation, in der sich die VG befinde, kaum möglich gewesen jemanden zu überzeugen.

"Wir dürfen nicht vergessen", so Höfer weiter, "der Kandidat, der gewählt wird ist ein Bürgermeister, der sich innerhalb kurzer Zeit einarbeiten muss und gleichzeitig die schwierige Fusionsverhandlungen zu einem guten Ende bringen soll". Das alles vor dem Hintergrund nur für fünf Jahre gewählt zu werden. Auch ging Höfer darauf ein, das es Gespräche über die Parteigrenzen hinweg gegeben habe. Er freue sich, das mit Bernd Lindlein ein Kandidat gefunden werden konnte der die SPD Werte vertreten würde.

Auf die Ausführungen von Höfer reagierte Fred Jüngerich, Einzelbewerber zur Bürgermeisterwahl, mit den Ausführungen, dass die SPD in Gesprächen Zustimmung zu seiner Kandidatur gezeigt habe und er auch gefragt worden sei, ob er nicht für die Partei antreten wolle. „Dies wollte ich aber nach reiflicher Überlegung nicht. Die Partei hat bis gestern Abend noch an der Zusage der Unterstützung festgehalten. Dies ist mit der heutigen Versammlung Makulatur“ so Jüngerich. Er sagte dem Kandidaten einen fairen Wahlkampf zu.

Anka Selbach setzte dann die Versammlung mit den notwendigen Regularien fort.
Da Ralf Schwarzbach auf seine Kandidatur um eine Kampfabstimmung zu vermeiden, verzichtet hatte, gab es nur einen Kandidaten, Bernd Lindlein (52). In seiner Vorstellung ging er ausführlich auf seinen Werdegang beruflich aber auch politisch ein. Der Rechtsanwalt für Verwaltungsrecht ist seit vielen Jahren im Ortsgemeinderat von Gieleroth und im Verbandsgemeinderat aktiv.

Die anschließende Wahl ergab ein nicht überraschendes Ergebnis: Von 40 wahlberechtigten Mitgliedern wurden 39 Stimmzettel abgegeben. Für den vorgeschlagenen Bernd Lindlein votierten 34 mit Ja.

In seinem Schlusswort ging Lindlein dann auf die Tätigkeit des ehemaligen Bürgermeisters ein und sagte: "Die Fußstapfen, die Heijo Höfer hinterlassen hat sind sehr groß, aber ich hoffe ich kann dem Amt einen eigenen Anstrich geben". Danach ging er, da die Wahlen ja zusammenfallen auf die Bundestagswahl ein. „Der Genosse Trend ist im Frühjahr mal vorbeigekommen aber seitdem hat ihn niemand gesehen. Wir müssen uns ins Zeug legen für unseren Direktkandidaten“, forderte er die Mitglieder auf. (kkö)
 
Nachricht vom 03.08.2017 www.ak-kurier.de