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10 Jahre Planungszeit für den Sieg-Radweg sind zu Ende
Landrat Michael Lieber, sowie die Vertreter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) und des Planungsbüros hatten in die Kreisverwaltung eingeladen. Es wurde die Planungen für den Sieg-Radweg und die Abläufe der erforderlichen Arbeiten vorgestellt. Der Sieg-Radweg mit insgesamt rund 42 Kilometer innerhalb des Kreises Altenkirchen wird in verschiedenen Abschnitten realisiert werden.
Die Planungsphase für den Siegradweg ist abgeschlossen und in sieben Jahren soll die Strecke befahrbar sein. Foto: kköAltenkirchen. Am Dienstag, 29. August, fand im Kreishaus ein Pressegespräch zu den Fortschritten des Sieg-Radweges statt. Die nunmehr annähernd zehnjährige Planungsphase sei endlich erfolgreich gemeistert worden, so die Beteiligten von Kreis und LBM.

Lutz Nink, Leiter LBM Diez, stellte die einzelnen Abschnitte vor und erläuterte vor allem auch die diskutierten Alternativen. Die gesamte Strecke ist nach den Planungen in 20 Streckenabschnitte unterteilt, die von West nach Ost erstellt oder saniert werden sollen. Der wesentlichste Grund für die langwierigen Planungen lag zum einen in den Abstimmungen der einzelnen Kommunen und dem LBM sowie auch zwischen Kreis und LBM begründet. Ferner sind immer wieder Umweltverträglichkeitsgutachten erforderlich geworden. Die Siegquerung bei Etzbach/Pirzenthal wird, so sehen es die jetzigen Planungen vor, durch eine Seilzugfähre realisiert. Zu den Events (Siegtal-Pur) wird weiterhin auf die mobile Brücke zurückgegriffen, die der Kreis erworben hat, erklärte Lieber.

Der weitere Verlauf des Weges führt teilweise an der B62 entlang und wird, so Nink, markiert oder auch als gesicherter Weg, im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen angelegt. Es bestehen schon kurze Teilstücke im Verlauf dieses Weges, so dass es hier notwendig sein wird die vorhandene Infrastruktur an die Vorschriften (Breite eines Radweges) anzupassen. In einigen Bereichen, so in Kirchen aber auch Betzdorf, ist der Verlauf noch nicht genau festgelegt, da es hier der Abstimmung mit den Kommunen bedarf. Auch Bahnbrachen sind im Gespräch. Bei den Bahnbrachen sei die Verfügbarkeit auf den ersten Blick immer gegeben, aber die Nutzung müsse mit vielen Stellen abgesprochen werden.

Lieber war es wichtig klarzustellen, dass die Eingriffe in die Umwelt mit dem geringstmöglichen Maß angegangen werden müssen. Lieber weiter: „Die jetzt vorliegenden Ergebnisse werden nicht alle zufriedenstellen aber wir müssen das gesamte Projekt im Blick haben“. Der Zeitplan sieht vor, das in den nächsten sieben Jahren die erforderlichen Baumaßnahmen abgeschlossen werden können und es dann eine durchgehend befahrbare Strecke geben wird.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass hierbei die Finanzierung der Teilstücke die an der B62 entlang verlaufen durch den Bund erfolgt und wesentlich zur Realisierung beigetragen hat.

Im Vorgespräch haben alle kommunalen Vertreter Zustimmung signalisiert, gab Lars Kober von der Kreisverwaltung. Auch werden die Kommunen Wissen, Betzdorf und Kirchen durch eigene Maßnahmen, sogenannte Schleifen, durch dieses Projekt auch für Radwanderer erschlossen und können hiervon profitieren, führten die Verantwortlichen aus. Jetzt hofft man dass es nach der doch sehr langen Vorlaufzeit nicht weitere Verzögerungen geben wird. (kkö)
Nachricht vom 30.08.2017 www.ak-kurier.de