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Nachricht vom 16.10.2017
Region
151 Ausbildungsplätze im Kreis Altenkirchen unbesetzt
Die Landesregierung hat in einer Antwort an den Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach bestätigt, dass zahlreiche Ausbildungsplätze im Landkreis Altenkirchen unbesetzt geblieben sind.
Foto: Michael Wäschenbach, MdLKreis Altenkirchen. Nach dem Ausbildungsstart am ersten August (2017) seien 151 Ausbildungsstellen als unbesetzt und 194 Ausbildungssuchende als unversorgt gemeldet worden.

Michael Wäschenbach fordert deshalb die Landesregierung auf, zum einen die Bildungsangebote in den Berufsschulen zu verbessern, zum anderen die Infrastruktur, wie die Beförderung über den ÖPNV, zu optimieren. Dabei liege es nicht am Engagement der Firmen. Vielmehr müssten die gesetzlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. Denn oft scheitere eine Ausbildung an der schlechten Erreichbarkeit von Berufsschulen oder an anderen bürokratischen Hürden.

So konnte durch Nachfragen von Wäschenbach und Mudersbachs Ortsbürgermeister Maik Köhler erreicht werden, dass eine Auszubildende der Kirchener Baumschulen, die näherliegende Berufsschule in Limburg besuchen kann anstatt nach Koblenz pendeln zu müssen. Noch nicht geklärt ist, ob die Fahrkosten nach Limburg durch das Land Hessen und Rheinland-Pfalz verrechnet werden können und die Auszubildende eine Erstattung bekommt, ein Antrag bei der ADD wird gestellt. Für eine Gärtnerei in Elkenroth musste erst eine Verbundausbildung mit benachbarten Betrieben genehmigt werden, um eine Ausbildung vor Ort realisieren zu können.

„Wenn wir nicht bald Gegenmaßnahmen ergreifen, steuern wir gerade in unserer ländlichen Region auf einen immensen Fachkräftemangel zu“, so der Landtagsabgeordnete.

Dazu zähle auch junge Menschen, die ihr Studium abgebrochen haben, über eine Ausbildung in den Beruf zu bringen. „Jahrelang war die oberste Maxime, jeder solle möglichst ein Studium absolvieren. Dass dies zu Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt führt, ist sonnenklar.“

Dabei hatte die Landesregierung extra ein Programm begleitet, um Studienabbrechern Ausbildungsplätze zu vermitteln. „Es ist erschreckend, dass die Regierung keinerlei Zahlen dazu hat, ob das Programm überhaupt angenommen wird und funktioniert.“

Wäschenbach hatte in einer kleinen Anfrage an die Landesregierung die Daten zur Ausbildungssituation im Kreis erfragt. Die Antworten finden sich hier als PDF-Datei.

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PM Michael Wäschenbach, MdL (CDU)
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