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Abschied und Neuanfang in der Verbandsgemeinde Altenkirchen
Eine besondere Sitzung des Verbandsgemeinderates ist die letzte Sitzung im Jahr immer, so die Mitglieder des VG-Rates Altenkirchen. In diesem Jahr war es aber noch intensiver zu spüren. Die Ära Heijo Höfer ging nach fast 25 Jahren zu Ende. Er wurde in der Sitzung am Montag, 18. Dezember, offiziell verabschiedet und sein Nachfolger, Fred Jüngerich, zum Bürgermeister ernannt und vereidigt.
Fred Jüngerich wurde offiziell mit der Vereidigung durch den Beigeordneten Heinz Düber in das Amt eingeführt. Fotos: kköAltenkirchen. Nun ist es „amtlich“, ab dem 1. Januar 2018, hat die Verbandsgemeinde Altenkirchen einen neuen Bürgermeister. Fred Jüngerich konnte sich bei der Stichwahl, 15. Oktober, gegen seinen Mitbewerber, Torsten Löhr, durchsetzen. Am Montagabend, 18. Dezember, wurde er in der letzten Sitzung des VG-Rates ernannt und vereidigt. Zeitgleich gab es die offizielle Verabschiedung von Heijo Höfer.

Doch vor dem feierlichen Akt der Ernennung und des Abschiedes gab es die reguläre Ratssitzung. Nach den Beschlüssen über verschiedene Vorlagen der Ausschüsse und der Ergänzungswahlen stellte Heinz Düber, erster Beigeordneter und damit noch bis zum 31. Dezember „Chef“ der Verwaltung, den Nachtragshaushalt für die Jahre 2017 und 2018 vor. Auch der Wirtschaftsplan der Verbandsgemeindewerke war Thema der Sitzung. Es folgten die Beschlüsse zur Gebührensatzung Wasserversorgung und Abwasser. Die Beschlüsse wurden, nachdem die Themen in den Ausschüssen bereits beraten wurden, einstimmig gefasst.

Als weiterer Punkt kam es dann zur Abstimmung über den Neubau eines Hallenbades in Altenkirchen. Auch dieser wurde einstimmig gefasst. Bernd Lindlein (SPD) wies aber erneut daraufhin, dass die Kosten im Blick behalten werden müssten und es nicht zu teuren Fehlplanungen kommen dürfe.

Fred Jüngerich ging auf die Fusionsverhandlungen mit der VG Flammersfeld ein und stellte einen „Fahrplan“ vor. So soll bis zum April 2018 die Zustimmung der Ortsgemeinden beider Verbandsgemeinden vorliegen. Die Hälfte der Ortsgemeinden, die dann 50 Prozent der Einwohner repräsentieren, ist erforderlich, um das Verfahren weiter zu führen, erklärte Jüngerich. Er nannte den Zeitplan ambitioniert aber durchaus machbar. Hier stimmte ihm auch der anwesende Bürgermeister der VG Flammersfeld, Otmar Fuchs, zu.

Es folgte dann die Ernennung, Vereidigung und Amtseinführung des neuen Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Altenkirchen, Fred Jüngerich. Heinz Düber, erster Beigeordneter, nahm Jüngerich den Eid ab.

Im Anschluss verabschiedete Düber den scheidenden VG-Bürgermeister Heijo Höfer und wünschte ihm Kraft, sich weiter in der Funktion als Landtagsabgeordneter für die VG einzusetzen. Viele Weggefährten, so auch der scheidende Bürgermeister der VG Hamm, Rainer Buttstedt, waren erschienen und ließen die Zeit noch einmal Revue passieren.

Grußworte sprachen dann Franz Weiss für die Fraktionen, die im Verbandsgemeinderat vertreten sind. Friedhelm Höller, Ortsbürgermeister in Eichelhardt, der Personalratsvorsitzende Mathias Rabsch, Aloysius Söhngen, stellvertretender Vorsitzender Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz sowie Rainer Buttstedt als Vorsitzender der Kreisgruppe Altenkirchen im Gemeinde-und Städtebund Rheinland-Pfalz.

Als Höfer dann ans Mikrofon trat war dies schon ein emotionaler Moment für ihn. Er bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung. Beim Rückblick auf seine Entscheidung, „die ich ohne die Zustimmung meiner Frau Irmgard, gar nicht getroffen hätte“, so Höfer, spürte man das Zittern seiner Stimme. Am Schluss erhoben sich alle Anwesenden und spendeten dem scheidenden Bürgermeister Applaus. Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch Karina Müller und Walter Siefert. Den Abschluss bildete ein reichhaltiges Buffet. (kkö)
       
Nachricht vom 19.12.2017 www.ak-kurier.de