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Geländewagen für Partnerkreis Muku kann beschafft werden
Es hat geklappt: Jetzt ist genügend Geld zusammen gekommen, um einen Geländewagen für den Partnerkreis des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen im kongolesischen Muku anzuschaffen. Im Herbst reist der Kirchenkreis mit einer Delegation nach Muku. Dann steht vor allem die Jugendarbeit im Fokus des Austauschs.
Im Herbst gibt es ein Wiedersehen in Afrika: Eine Besuchergruppe mit dem Schwerpunktthema Jugendarbeit macht sich aus dem Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen auf zu den Partnern in Muku (Demokratische Republik Kongo). Dort werden sich (v.l.) Jugendreferent Michael Utsch, Pfarrer Robert Bahizire Byamungu, der ab Sommer wieder in seiner afrikanischen Heimat leben wird, Pfarrerin Almuth Germann und Jugendmitarbeiterin Karolin Schukowski wiedersehen. Jüngst traf man sich zum Austausch bei der Sitzung des kreiskirchlichen Ausschusses für Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit in Altenkirchen. (Foto: Evangelischer Kirchenkreis Altenkirchen/Erhard Waßmuth)Altenkirchen. Freude im Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen: Das langfristig angelegte Projekt für ein geländegängiges Fahrzeug im Partnerkirchenkreis Muku im Kongo kann erfolgreich abgeschlossen werden: Mehr als 2300 Euro – davon rund 130 Euro aus einer Sammlung beim jüngsten Männerfrühstück – kamen bei Kollekten im Kirchenkreis zusammen. Fast 11.000 Euro Spenden sind damit – mit der jetzigen Kollekte – die Bilanz der Bemühungen. Mitgeholfen haben in der Vergangenheit unter anderem auch Aktionen in den evangelischen Kirchengemeinden Flammersfeld und Mehren, beim Erntedankfest in Mehren und Sammlungen bei Synodengottesdiensten. In Muku selbst wurden – ein langwieriges Unterfangen bei der großen Armut dort – auch schon 5.200 Dollar gesammelt.

Stabiler Geländewagen für Muku
In seiner jüngsten Sitzung beschloss der kreiskirchliche Ausschuss für Ökume-ne, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit, dass die nun noch fehlenden Mittel aufgestockt werden und der Autokauf in Afrika starten kann. „Jetzt klappt es durch die gemeinsamen Bemühungen, ein stabiles Auto zu kaufen, das über die schlechten Straßen des Kivus an sein Ziel kommt“, freut sich Ausschussvorsit-zender Pfarrer Peter Zahn (Herdorf). Mit dem Geländefahrzeug kann der Kon-takt in der weiträumigen „Poste Muku“ mit wenigen befestigten Straßen zwi-schen der Kirchenleitung und den Gemeinden nun „gelebt werden“. Sicher wird die Besuchergruppe aus dem Kirchenkreis Altenkirchen, die im Herbst eine Reise nach Muku antritt, den neuen Wagen auch nutzen können, wenn sie in der Kivu-Region unterwegs ist. Pfarrerin Almuth Germann aus der Kirchengemeinde Freusburg wird nach 2015 ein zweites Mal nach Muku reisen, diesmal gemeinsam mit den Jugendmitarbeitenden Karolin Schukowski (Geb-hardshain/Betzdorf) und Michael Utsch (Synodaler Jugendreferent), die zum ersten Mal die Partner im Kongo besuchen. Jugendarbeit soll bei diesem partnerschaftlichen Austausch besonders im Fokus stehen.

Wie in der Vergangenheit macht sich die kleine Altenkirchener Delegation gemeinsam mit einer Gruppe aus Herne auf den Weg nach Afrika. Der Kirchen-kreis Herne pflegt langjährige Beziehungen nach Bukavu nahe Muku. Hier sind die Altenkirchener auch untergebracht und werden von dem als sicher gelten-den Bukavu aus ihre Tagestouren in den Kirchenkreis Muku unternehmen.

Lage im Kongo weiter angespannt
Bei der jüngsten Ausschuss-Sitzung in Altenkirchen war auch Pfarrer Robert Bahizire Byamungu zugegen. Der Theologe ist seit fünf Jahre in Herne tätig und wird im Sommer wieder in seine Heimat nach Muku zurückkehren und dort dann auch die Altenkirchener Gäste begrüßen. Da er im stetigen Austausch mit seiner Heimatregion blieb, konnte er im Ausschuss von der derzeitigen Lage ausführlich berichten. „Die politische Lage im Kongo ist unverändert angespannt“, hob er hervor. Die Angst, dass es am 23. Dezember nun doch keine Präsidentenwahlen geben könnte – die Wahlen wurden mehrfach versprochen, angekündigt und verschoben –, sorge für Unsicherheiten und belaste die Menschen sehr. (PM)
Nachricht vom 13.04.2018 www.ak-kurier.de