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Kultur
Es war nur eine Frage der Zeit: Neuauflage von „Frühlingserwachen“
Begegnungen, Filme, Workshops, Vorträge, Musik: Das alles gibt es bei der Neuauflage des spirituellen Festivals „Frühlingserwachen“ vom 26. April bis 1. Mai in Hachenburg. Menschen verschiedenen Glaubens, kultureller Herkunft und Weltanschauung kommen zusammen, tauschen sich aus und unterstützen sich gegenseitig auf dem Weg hin zu einem Leben in neuer Balance, Ursprünglichkeit und Nachhaltigkeit. Nach dem überwältigenden Erfolg 2016 bieten die Veranstaltungstage Besuchern wieder Inspiration und eröffnen Perspektiven für eine Gesellschaft, die sich den ursprünglichen Bedürfnissen des Menschseins zuwendet.
In dem Konzert des Ensembles um Reinald Noisten begegnen sich musikalisch und spirituell verschiedene Welten: jüdische Klezmermusik, islamische Sufi –Melodien und Traditionelles aus Kirchenmusik. Die Daf (Rahmentrommel) spielt rhythmisch betörend auf, die Klarinette spürt den Melodien improvisatorisch nach und der ekstatische Tanz des Derwischs zelebriert  dazu eine ausgeklügelte Choreografie des Lebens, Tods und der spirituellen Wiedergeburt. (Foto: Veranstalter)Hachenburg. In neue Erfahrungswelten kann man vom 26. April bis 1. Mai im Rahmen des spirituellen Festivals „Frühlingserwachen“ in Hachenburg eintauchen. Die sechs Tage bieten Vorträge und Diskussionsrunden von und mit spirituellen Lehrern, Heilern, Künstlern und Wissenschaftlern. Es werden Workshops, Konzerte, Kunst, Filme und vieles mehr angeboten. Menschen verschiedenen Glaubens, kultureller Herkunft und Weltanschauung kommen zusammen, tauschen sich aus und unterstützen sich gegenseitig auf dem Weg hin zu einem Leben in neuer Balance, Ursprünglichkeit und Nachhaltigkeit. „Eine Wiederauflage des ‘Frühlingserwachens’ war nur eine Frage der Zeit“, sagt Hachenburgs Kulturreferentin Beate Macht. Noch nie hätte sie so viel Lob für eine Veranstaltung erhalten wie nach der Premiere von vor zwei Jahren. Bei dieser Resonanz sei es nur konsequent gewesen, die Festivaldauer auf ganze sechs Tage auszuweiten. Das Veranstaltungsspektrum sei dabei deutschlandweit einzigartig und konkurrenzlos, so die Leiterin der Kulturzeit. Das Kulturreferat der Stadt Hachenburg veranstaltet das Festival in Zusammenarbeit mit Birgit Henrich (Diplom-Biologin und Heilpraktikerin), Karin Leicher (Cinexx) und Annesuse Ganseforth (Neue Galerie Café).

Wahren Krankheitsursachen auf der Spur
Einen ganzen Tag unterstützt der deutschlandweit renommierte Mediziner und Systemcoach Uwe Albrecht in sieben Erlebnis-Workshops dabei, den wahren Ursachen körperlicher, geistiger und seelischer Erkrankungen auf den Grund zu gehen und sie dort zu lösen, wo sie entstanden sind. Die Teilnehmer begeben sich auf eine Reise zu innerem Wachstum und Klärung. Der mehrfach preisgekrönte Kammerchor Marienstatt zieht die Zuhörer in seinen Bann, etwa mit Arvo Pärts Gebet um Frieden „Da pacem Domine“ oder der Komposition „O quam mirabilis“ von Hildegard von Bingen.

In dem Konzert des Ensembles um Reinald Noisten begegnen sich musikalisch und spirituell verschiedene Welten: jüdische Klezmermusik, islamische Sufi –Melodien und Traditionelles aus Kirchenmusik. Die Daf (Rahmentrommel) spielt rhythmisch betörend auf, die Klarinette spürt den Melodien improvisatorisch nach und der ekstatische Tanz des Derwischs zelebriert dazu eine ausgeklügelte Choreografie des Lebens, Tods und der spirituellen Wiedergeburt. Eine Atempause für Leib und Seele bietet ein ganzer Festivaltag im Kloster Marienstatt. Mit allen Sinnen tauchen die Besucher in den über Jahrhunderte gewachsenen Alltag der spirituellen Traditionsstätte. Sie spüren dem Geheimnis der Stille nach während einer meditativen Wanderung. Der Vorsteher des Klosters, Abt Andreas, bietet in einer Führung, seltene Einblicke in das Kloster und seine Geschichte.

Glauben an die eigene Vernunft
Der mehrfach preisgekrönte Film „Von Menschen und Göttern“ zeigt, wie sich Mönche in einer zunehmend gewalttätigen Welt den Glauben an die eigene Vernunft und die eigenen Überzeugungen bewahren. Nightfever, eine Nacht der Lichter und des Gebets, lässt zur Ruhe kommen, Gott begegnen und Versöhnung erfahren. Thomas Kagermann lässt die Zeit für einen Abend stillstehen und hüllt den Vogtshof in die verschiedensten melodischen Farben. Er schenkt Hachenburg deutschsprachige Lieder und Balladen mit Tiefenwirkung, inspiriert von Anklängen christlicher Mystik. Unter Anleitung von Eva-Maria Kagermann-Otte (Kleito) und musikalischer Begleitung von Thomas Kagermann entdecken Workshop-Teilnehmer freie Bewegung und Stille. Herzöffnung und Freude lassen das Göttliche in ihnen lebendig werden.

Erfahrungen in Qui Gong und Feldenkrais
Bei der Exkursion des Ethnobotanikers Fred Hageneder lernen die Teilnehmer, Bäume mit anderen Augen zu sehen. Horizonterweiterung versprechen spannende Vorträge, beispielsweise von den Religionswissenschaftlern Professor Dr. Jürgen Hardeck und Professor Dr. Wolfgang Gantke oder von der Heilpraktikerin und Biologin Birgit Henrich. Mariann Backa zeigt in einem Vortrag am Beispiel der Findhorn Foundation auf, wie man selbst zu nachhaltigem Handeln und Spiritualität findet. Erste Erfahrungen in Qui Gong und Feldenkrais sammeln die Teilnehmer in Workshops. Eine Ausstellung der Zeichnerin Renate von Charlottenburg entführt die Betrachter in märchenhafte Vorstellungswelten, die eine tiefere Sicht ermöglichen auf das Wesen der Dinge und auf die sonst so nüchterne, rationale Welt.

Inspiration im Kino
Inspiration bieten zwei Filmvorstellungen im Cinexx Hachenburg: Das visuelle Gedicht „Die Augen des Weges“ erkundet die Welt der Anden durch die Augen eines Mannes, der in verschiedenen Regionen der Kordilleren auftaucht und wieder verschwindet – und dabei verstehen will, unter welcher Krankheit die Menschheit der Gegenwart leidet. Die Dokumentation „Zeit für Utopien” nimmt die Zuschauer auf eine Entdeckungsreise mit zu den Einsteigern in eine neue Gesellschaft.

Das spirituelle Festival „Frühlingserwachen“ im Überblick:

Donnerstag, 26. April, 19.30 Uhr, Vogtshof: Vortrag von Jürgen Hardeck „Mystik für Anfänger“

Freitag, 27. April: Spiritualität in Kunst und Musik: Vortrag und Führung mit Annesuse Ganseforth, Dipl. Psychologin: „Die Macht der Imagination am Beispiel der Bilder von Renate von Charlottenburg (18 - 19 Uhr , Vogtshof, Eintritt frei) ++ Konzert Kammerchor Marienstatt (19.30 Uhr, kath. Kirche, 10 Euro) + + Konzert: „Klarinette trifft Daf trifft Tanzenden Derwisch“ - Eine musikalisch spirituelle Begegnung verschiedener Welten (20.45 Uhr, kath. Kirche, 10 Euro)

Samstag, 28. April: Atempause für Leib und Seele im Kloster Marienstatt: Morgenlob (Laudes) der Mönche (6.10 Uhr, Abteikirche) ++ „Schöpfung … und ich ein Teil davon !?” - Meditative Wanderung in Stille, angeleitet von Markus Kunz (6.45 Uhr, Abteikirche, 3 Euro) ++ Frühstück (8.30 Uhr, Abtei, 8 Euro - nur Vorverkauf) ++ Führung durch das Kloster mit Abt Andreas (9.30 - 11 Uhr, Kloster-Pforte - Anmeldung: Tourist-Info (Tel: 02662/958339) od. Buchhandlung Schmitt (Tel: 02662/5627)) ++ Mittagsgebet der Mönche (11.45 - 12 Uhr, Abteikirche) ++ Film „Von Menschen und Göttern” - Im Anschluss Gespräch mit Abt Andreas (13.30 – 15.30 Uhr, Annakappelle, 8 Euro) ++ Vesper (Abendgebet) (16.30 Uhr, Abteikirche) ++ Vorabendmesse (17.30 Uhr, Abteikirche) ++ Im Anschluss ab 18.30 Uhr: „Nightfever - Eine Nacht der Lichter und des Gebets“ (Abteikirche)

Sonntag, 29. April: Spiritualität aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Ayurvedisches Frühstücksbuffet (9 - 11 Uhr, Neue Galerie Café, 12 Euro) ++ Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Gantke: „Die Unzerstörbarkeit des Heiligen im Menschen und in der Natur“ (11 - 13 Uhr, Vogtshof, 5 Euro) ++ Vortrag von Birgit Henrich: „Wissenschaft und Spiritualität – die Welten verbinden“ (14 - 16 Uhr, Vogtshof, 5 Euro) ++ Vortrag von Tom Griffin: Hidden Mind-Methode (Energieheilung) (16 Uhr, Vogtshof, 5 Euro) ++ „Ein überschäumendes Klang-Abenteuer der Neuschöpfung“: Mariann Backa, Flügel und Gesang, Thomas Kagermann, Violine und Gesang (18 - 19 Uhr, Vogtshof, 7 Euro) ++ „Menschen in Bewegung: Performance, freier Tanz, Workshop“ (Eva-Maria Kagermann-Otte, Anleitung; Thomas Kagermann, Violine, Flöten, Gesang u. Tasteninstrumente; 19.15 - 20.45 Uhr, Vogtshof, 7 Euro) ++ Konzert Thomas Kagermann: „Im Reich von dieser Welt“ (21 - 22 Uhr, Vogtshof, 7 Euro)

Montag, 30. April: Spiritualität und Ganzheitliche Gesundheit: Erlebnis-Workshops mit Uwe Albrecht: „Mit dem Körper über die wichtigen Dinge des Lebens reden“ (10-11 Uhr, Vogtshof, 15 Euro); „Entscheidungen treffen“ (11-12 Uhr, Vogtshof, 15 Euro); „Wann bin Ich? Im Jetzt ankommen.“ (13-14 Uhr, Vogtshof, 15 Euro); „Wo bin Ich? Im Hier ankommen.“ (14-15 Uhr, Vogtshof, 15 Euro); „Wer bin Ich? Im Selbst ankommen.“ (15 - 16 Uhr, Vogtshof, 15 Euro); „Wer bin Ich? Im Selbst ankommen.“ (15 - 16 Uhr, Vogtshof, 15 Euro); „innerwise®“ (18 - 19.30 Uhr, Vogtshof, 15 Euro) ++ „Feldenkrais - Bewusstheit durch Bewegung“ - Workshop mit Christina Schneider (11-12 Uhr sowie 14-15 Uhr,Vogtshof, je 5 Euro) ++ „Qi Gong: Entspannung und Regeneration auf fernöstliche Art“ (12-13.30 Uhr sowie 16.30-18 Uhr, Vogtshof, je 5 Euro) ++ Beltane-Nacht mit Musikuntermalung (20.30 Uhr, Lesegarten, Eintritt frei)

Dienstag, 1. Mai: Spiritualität, Natur und Ökologie: „Bäume mit anderen Augen sehen“ - Baum-Exkursion mit Fred Hageneder (9 - 10.30 Uhr, Treffpunkt Brücke Marienstatt) ++ Vortrag mit Live-Harfenmusik von Fred Hageneder: „Gaias Bäume” (11 - 13 Uhr, Vogtshof) ++ Vortrag von Mariann Backa: „Ins Handeln kommen am Beispiel der Findhorn Foundation“ (14 Uhr, Vogtshof, 8 Euro) ++ Im Anschluss Dokumentation „Follow the rainbow to Findhorn“ ++ Film „Die Augen des Weges” (Vorpremiere, 17 Uhr, Cinexx Hachenburg, 6,50 Euro) ++ Film „Zeit für Utopien” (17 Uhr, Cinexx Hachenburg, 6,50 Euro)

Alle Informationen und Kartenvorverkauf: www.hachenburger-kulturzeit.de und in Hachenburg bei der Buchhandlung Schmitt (Wilhelmstr. 32) sowie der Tourist-Information (Perlengasse 2). Alle Angebote erleben und sparen ist möglich mit dem Festivalticket für 139 Euro (ausgenommen sind: Meditative Wanderung am 28. April, Feldenkrais-Workshops und Qi Gong am 30. April). (PM)





       
   
Nachricht vom 19.04.2018 www.ak-kurier.de