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„Wald und Wasser“ ist Exkursionsthema beim BUND
Eine Exkursion unter dem Titel „Wald und Wasser“ bietet der BUND am 18. Mai in Marienstatt ein. Die Teilnehmern können unter anderem die Bedeutung von Quellen bei der Erhaltung der ökologischen Vielfalt erkunden. Laut BUND leben bis zu 500 Tierarten in Quellbereichen, in einzelnen Quellen bis zu 20. Quellen zählen zu den empfindlichsten, meist gefährdetsten, gleichzeitig aber zu den wenig beachteten Lebensräumen der Region.
Hachenburg/Marienstatt. Unter dem Titel „Wald und Wasser“ lädt der BUND alle Naturliebhaber und Freunde des Waldes zu einer Exkursion am 18. Mai um 18 Uhr nach Marienstatt ein. Treffpunkt ist die alte Nisterbrücke am Kloster Marienstatt bei Hachenburg.

Quellen zählen zu den empfindlichsten, meist gefährdetsten, gleichzeitig aber zu den wenig beachteten Lebensräumen der Region. Durch die einmalige Lage der Quellen im Ursprung, im Grenzbereich zwischen Land und Wasser, bieten sie ideale Voraussetzungen als Lebensraum einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Heute sind viele Quellen mehr oder weniger verändert. Deshalb gehören die Quellen zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen Deutschlands. Im Wald finden sich noch die meisten naturnahen Quellen. Aber auch viele Waldquellen sind durch den Menschen beeinträchtigt. Naturnähe und Landnutzung beeinflusst Wasserqualität und Ökologie der Quelle. Eine naturnahe Waldbewirtschaftung ist daher unabdingbar für jeglichen Quellschutz.

Bekanntlich hat in der Forstwirtschaft in den vergangenen Jahren ein Umdenken stattgefunden mit dem Ziel, neben dem wirtschaftlichen Nutzen auch Umwelt- und Naturschutz, sowie Erholung zu fördern. Über den Wald und seine vielfältige Bedeutung informiert Revierförster Andreas Schäfer, der unter anderem als Fachlehrer am forstlichen Bildungszentrum Rheinland-Pfalz in Hachenburg tätig ist. Besonders interessant dürfte ein vom BUND begleitetes und vom Bundesumweltministerium gefördertes Projekt „Wasserläufer“ sein. Hier können Interessierte bei der Exkursion, die im Bereich Nistermühle bis Marienstatt stattfindet, die Bedeutung von Quellen bei der Erhaltung der ökologischen Vielfalt erkunden. Laut BUND leben bis zu 500 Tierarten in Quellbereichen, in einzelnen Quellen bis zu 20. Die Exkursionsteilnehmer sollten festes Schuhwerk und falls vorhanden eine Lupe mitbringen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (PM)
Nachricht vom 12.05.2018 www.ak-kurier.de