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DRK stellt neue Hals-Nasen-Ohren-Ärztin für Kirchener MVZ vor
Das DRK-Krankenhaus Kirchen hat die neue HNO-Ärztin am Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) an der Klinik vorgestellt: Dr. Nicola Graf bringt langjährige Erfahrungen aus dem HNO-Bereich mit. Zum 1. Juni nimmt sie ihre Tätigkeit auf. Seit April war die Stelle unbesetzt. Einmal monatlich will sie auch samstags Sprechstunden anbieten.
Die „Neue“ im Team bringt reichlich Erfahrung im HNO-Bereich mit: Dr. Nicola Graf (sitzend) mit (von links) der Medizinischen Fachangestellten (MFA) Tamara Schlosser, dem Kaufmännischen Direktor Joachim Krekel und MFA Katharina Dorka. (Foto: GW) Kirchen. Gute Nachrichten aus dem DRK-Krankenhaus Kirchen. Ab dem 1. Juni gibt es im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) der Klinik wieder einen Hals-Nasen-Ohren-Ärztin. Seit dem 1. April, nach dem Weggang von Dr. Árpád Takács, war diese Stelle unbesetzt. „Wir sind froh, dass wir Frau Dr. Graf gewinnen konnten“, so der kaufmännische Direktor Joachim Krekel, der im Beisein von Michael Vitocco (Qualitäts- und klinisches Risikomanagement) und der Leitung des MVZ, Dorothee Büsse, die Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten, Dr. Nicola Graf, anlässlich eines Pressegesprächs vorstellte.

DRK hat MVZs an 13 Standorten
Die DRK-Trägergesellschaft Südwest ist mit insgesamt elf Krankenhäusern an 13 Standorten und vier Einrichtungen in der Altenpflege im Wesentlichen in Rheinland-Pfalz und im Saarland tätig. Ein Schwerpunkt ist die Westerwald-Region mit den Krankenhäusern in Kirchen, Altenkirchen und Hachenburg. Insgesamt werden rund 80.000 Patienten im Jahr betreut. Das DRK-Krankenhaus Kirchen ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung mit verschiedensten Fachabteilungen. Eine Besonderheit des Trägers ist es, dass er auch im ambulanten Bereich tätig ist und hier ein weites Feld an Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) an 13 Standorten unterhält, mit verschiedensten Schwerpunkten an den jeweiligen Krankenhäusern.

Die „Neue“ bringt viel Erfahrung mit
Die HNO-Fachärztin Dr. Nicola Graf mit Schwerpunkt „Allergologie und Schlafmedizin“ ist im Sauerland geboren, ging in Attendorn auf das Gymnasium. Nach dem Umzug der Eltern nach Siegen machte sie ihr erstes Praktikum im Krankenhaus Bethesda in Freudenberg, wo sie mittlerweile auch zu Hause ist. In Marburg hat sie studiert, war in Braunschweig als Ärztin im Praktikum (AIP) tätig und durchlief anschließend verschiedenste Stationen. Unter anderem war sie in einer großen Praxis in Wipperfürth und in einer Praxis in Würzburg mit den Schwerpunkten „Allergologie und Umweltmedizin“ tätig. Ihr weiterer Weg führte an die Uni-Klinik Marburg, wo sie knapp fünf Jahre gearbeitet, promoviert und ihren Facharzt erworben hat. Dort lag der Schwerpunkt im Fachbereich „Onkologie“ (Tumorerkrankungen), worüber Graf ihre Doktorarbeit schrieb und jetzt im MVZ des DRK-Krankenhauses Kirchen die Tumornachsorge anbietet. Neben der Prävention wird die Pädiatrische Versorgung ganz groß geschrieben: „Eine Pädiatrie, HNO und daneben noch der Kindergarten - da ich ursprünglich vorhatt,e Kinderärztin zu werden - ist da hier genau das Richtige“, so die Ärztin begeistert.

Entscheidung für Kirchen
Sie war in Mannheim angestellt, hat in Mainz gelebt und als Universitätsangestellte eineinhalb Jahre in Wiesbaden gearbeitet. Dort lag der Schwerpunkt auf der „Allergologie“, viele Erfahrungen konnte sie aber auch in der Schlafmedizin sammeln. Mittlerweile ist sie seit fast zehn Jahren wieder in der Region: Viereinhalb Jahre war Graf in der DRK-Kinderklinik in Siegen tätig, ihr Schwerpunkt dort: „Pädiatrische HNO“: „Leider haben sich dorthin nur einige Erwachsene verlaufen, weil sie dachten, ich wäre nur für Kinder zuständig“. Nach insgesamt fünf Jahren in Freudenberg, davon ein Jahr in der Praxis des HNO-Arztes Dr. Wolf-Dieter Loewitz und vier Jahre als eine der beiden HNO-Chefärztinnen im Krankenhaus Bethesda, hat sie sich entschlossen, nach Kirchen zu wechseln. Das breite Spektrum der Erkrankungen durch die Zusammenarbeit mit den Konsil-Ärzten und vor allem die Pädiatrie haben ihr die Entscheidung leicht gemacht. Das Leistungsspektrum der Fachärztin umfasst neben der Basisdiagnostik und -therapie ausführliche Hördiagnostik, Hörgeräteversorgung und-nachsorge, Diagnostik und Therapie von vestibulärem Schwindel, Ultraschall der Halsweichteile, Röntgendiagnostik, Endoskopien, Behandlung von Nasenbluten, Nachsorge von Tumorpatienten und Prävention von Tumorerkrankungen. Ebenso werden angeforderte präoperative Untersuchungen, beispielsweise vor einer Schilddrüsen-Operation oder auch vorstationäre Untersuchungen, etwa vor der Untersuchung im Schlaflabor, durchgeführt. Daneben gibt es noch viele spezielle Leistungen. Stellt sich bei der Diagnosefindung heraus, dass eine Operation nötig ist, kann der Patient in eine spezielle Klinik überwiesen werden. Das kann sich allerdings ändern, falls noch ein weiterer HNO-Facharzt gefunden wird. „Wir sind ja weiter auf der Suche“, so Joachim Krekel. Vorerst findet die Versorgung von zum Beispiel Hörsturz- oder Tinnitus-Patienten im ambulanten Bereich statt. Die stationären Patienten der anderen Fachabteilungen werden bei Bedarf natürlich konsiliarisch mitbetreut.

Einmal monatlich Samstagssprechstunde
Als Besonderheit bietet Nicola Graf einmal im Monat nach Terminvereinbarung eine Samstags-Sprechstunde von 9 bis 12 Uhr und dienstags eine Abendsprechstunde für Berufstätige von 15 bis 19 Uhr an. Ihr zur Seite stehen die beiden Medizinischen Fachangestellten Katharina Dorka und Tamara Schlosser.

Der elfjährige Sohn der Ärztin freut sich über die neue Anstellung der Mama und hat schon fleißig mitgeholfen, die Praxis zu dekorieren. Mit regelmäßigen Kunstausstellungen möchten Graf außerdem den Menschen, die in der HNO-Abteilung des MVZ ein- und ausgehen, Freude bereiten. Die Kunst soll zudem neue Impulse vermitteln und zum Dialog anregen, weshalb die Ärztin bereits Kontakt mit einem Kunstkreis aufgenommen hat. (GW)



Nachricht vom 29.05.2018 www.ak-kurier.de