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Wahlroder Kirche mit Festgottesdienst wiedereröffnet
Nach monatelanger Innenrenovierung konnten die Wahlroder erstmals wieder Gottesdienst in ihrer Kirche feiern. Und sie ist ausnehmend schön geworden, waren sich die Besucher einig. Statt tristem grau im Innenraum, war anhand uralter Fotos die Original-Bemalungen rekonstruiert worden. In dem Gotteshaus aus dem Jahre 1852 zieren wieder florale und geometrische Motive in Blau-, Grün- und Rottönen die Wände.
Dekanatskantor Jens Schawaller übt mit der Gemeinde vor dem Gottesdienst die neuen Lieder aus dem neuen evangelischen Gesangbuch. (Foto: Evangelisches Dekanat Westerwald)Wahlrod. Aufregung und große Freude waren beim Festgottesdienst in der proppenvollen Wahlroder Kirche spürbar. Nach monatelanger Innenrenovierung konnten die Wahlroder erstmals wieder Gottesdienst in ihrer Kirche feiern. Und sie ist ausnehmend schön geworden, waren sich die Besucher einig. Statt tristem grau im Innenraum, war anhand uralter Fotos die Original-Bemalungen rekonstruiert worden. In dem Gotteshaus aus dem Jahre 1852 zieren wieder florale und geometrische Motive in Blau-, Grün- und Rottönen die Wände. Im Altarbereich ist ein stilisierter blauer Vorhang aufgemalt. Vor diesem übte Dekanatskantor Jens Schawaller mit den Gottesdienstbesuchern zunächst die Liedauswahl für den Festgottesdienst ein. Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Pfarrerin Iris Kühmichel die zahlreichen Besucher.

Kirchen sind keine reinen Nutzgebäude
Unter anderem waren zahlreiche Vertreter aus Kommunalpolitik und evangelischer und katholischer Kirche gekommen. In seiner Predigt sprach der stellvertretende Dekan des Evangelischen Dekanats Westerwald, Benjamin Schiwietz, über den Propheten Haggai, dessen Beitrag in der Bibel lediglich zwei Kapitel umfasst. Dennoch sei sein Text genau richtig für den heutigen Festgottesdienst, befand Schiwietz. Haggai beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Tempelbau in Jerusalem und dessen künftigen Herrlichkeit. „Kirchen sind keine reinen Nutzgebäude, sie haben Außenwirkung“, sagte Schiwietz. Besonders die Wahlroder Kirche habe Symbolcharakter, sei sie doch, durch die Position auf der höchsten Erhebung des Ortes, weithin zu sehen. Die Kirche gebe so Gelegenheit zur Verbindung und zur guten Gemeinschaft, mit Gott und mit den Menschen um uns herum, meinte Schiwietz.

Empfang im Gemeindehaus
Zur Kirchengemeinde Wahlrod gehören rund 1200 evangelische Christen aus den Dörfern Wahlrod, Berod und Borod. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Dekanatskantor Jens Schawaller an der Orgel, Professor Dr. Rudolf Weide an der Trompete und dem gemischten Chor Wahlrod. Im Anschluss waren die Gottesdienstbesucher zu einem Empfang in das Evangelische Gemeindehaus eingeladen. (PM)
   
Nachricht vom 24.06.2018 www.ak-kurier.de