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Jetzt wird gebaut: Spatenstich für das Flammersfelder Pflegedorf
Am gestrigen Montag (2. Juni) hatte die Lebenshilfe im Kreis Altenkirchen zum ersten Spatenstich an der Baustelle des Pflegedorfes in Flammersfeld eingeladen. Geschäftsführer Jochen Krentel konnte zahlreiche Vertreter aus Politik und den beteiligten Unternehmen begrüßen. Das Pflegedorf sei ein großes und wichtiges Inklusionsprojekt, so die Beteiligten.
Das ist die Lebenshilfe: alle fassen mit an – die Vertreter aus Politik und Verwaltung nehmen den „Spatenstich“ vor. (Foto: kkö)Flammersfeld. Die Lebenshilfe im Kreis Altenkirchen hatte am Montag (2. Juni) auf die Baustelle Pflegedorf eingeladen. Den Verantwortlichen, so führte Geschäftsführer Jochen Krentel aus, „ist es wichtig, hiermit eine Information an die Bevölkerung zu bringen, dass es nun endlich losgeht. Die Planungen und Berechnungen hätten viel Zeit gekostet, nun sei es soweit. „Wir beginnen heute mit einem sehr großen Projekt, dass vieler Gespräche und Beratungen bedurfte“.

Lebenswert bis ins hohe Alter
Konrad Schwan, Erster Beigeordneter des Kreises, ging darauf ein, dass die Entscheidung zu solch einem Großprojekt nicht einfach war. Innerhalb der Lebenshilfe, aber auch bei den beteiligten Behörden wurde dies aber immer gut aufgenommen, so Schwan. Hella Becker, Ortsbürgermeisterin von Flammersfeld, prägte den Satz: „Mit diesem Projekt und den daraus entstehenden Möglichkeiten wird Flammersfeld lebenswert bis ins hohe Alter“.

Krentel ging dann auf die Planungen und die Kosten ein. Der Bau hat ein Kostenvolumen von rund 8 Millionen Euro. Davon sind 20 Prozent Eigenmittel, der große Rest wurde über den Kapitalmarkt finanziert. Alle Zusagen zu den Finazierungen liegen vor, „so dass wir nun mit einem guten Gefühl bauen können“, so Krentel.

Wünsche der Bewohner haben Priorität
Alle Beteiligten betonten, dass die „roten Linien“ der Finanzierung eingehalten wurden. Hierbei handelt es sich um Vorgaben, die auch Auswirkungen auf die Kosten, die auf die zukünftigen Bewohner zukommen, berücksichtigen. Die Einrichtung wird drei Bereiche umfassen, in denen die Betreuung und Pflege gewährleistet sein wird. So enthält dieses Haus dann für die stationäre Pflege und Betreuung 72 Plätze, die Tagespflege wird 14 Plätze haben und dazu kommt eine Tagesfördergruppe. Weiter ist ein Bereich „Service Wohnen“, besser bekannt als „betreutes Wohnen“ im Alter, geplant. Dieser wird aber in einem späteren Bauabschnitt entstehen. Allen Verantwortlichen der Lebenshilfe ist es wichtig, dass hier dann Behinderte und nicht Behinderte ältere Menschen miteinander leben werden. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, das die Wünsche der Bewohner oberste Priorität haben werden.

Zu den geplanten Abläufen sagten die Verantwortlichen, dass im August ein „Tag der offenen Baustelle“ für die interessierte Bevölkerung und die Grundsteinlegung stattfinden soll. Es wird noch einen Informationsabend für alle Interessierten geben. Die Fertigstellung des Projektes ist für Oktober oder November 2019 geplant. Die Vertreter der beteiligten Firmen wiesen natürlich daraufhin, dass dies auch abhängig vom Wetter sei. (kkö)
 
Nachricht vom 03.07.2018 www.ak-kurier.de