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CDU: Große Sorgen um die Menschen vor Ort
Akut gefährdet sieht die Wissener CDU die ärztliche und notärztliche Versorgung im Raum Wissen. Dies wurde in einer eigens einberufenen Sondersitzung der Fraktionen im Stadt- und Verbandsgemeinderat deutlich. Die Wissener Union fordert einen dauerhaft eigenständigen Standort Wissen für die Nortarztversorgung. Hier gebe es keine Kompromisse.
Wissen. Nachdem bekannt ist, dass die Innere Abteilung des St.-Antonius-Krankenhauses in Wissen möglicherweise geschlossen wird, macht sich die CDU große Sorgen um die ärztliche und notärztliche Versorgung im Wissener Raum. In einer kurzfristig einberufenen gemeinsamen Sitzung der Stadtratsfraktion und der Fraktion im Verbandsgemeinderat wurde die mögliche neue Situation im Bezug auf die ärztliche Versorgung in Wissen und Umgebung beraten. Nicht nur der mögliche Wegfall der stationären Krankenhausversorgung ruft die Christdemokraten auf den Plan. Die CDU fragt sich, was mit dem Notarztstandort Wissen passiert, wenn das Krankenhaus zum Zentrum für Psychiatrie wird. Gerade die notärztliche Versorgung sei in den letzten Wochen und Monaten stark in die Kritik geraten und es hätten sich erhebliche Versorgungsdefizite gezeigt. Die CDU ist sicher, dass mit einer Aufgabe des Notarztstandortes Wissen diese Probleme noch erheblich zunehmen werden. In diesem Punkt seien die Sorgen der Menschen in Wissen und Umgebung mehr als berechtigt.
Nach eingehender Diskussion fordern die beiden CDU-Fraktionen einen dauerhaft eigenständigen Standort Wissen für den Notarzt und die Notarztversorgung. Die Fraktionen haben Bürgermeister Michael Wagener und die Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders und Dr. Josef Rosenbauer gebeten, in allen jetzt anstehenden Gesprächen diesen Standpunkt der CDU deutlich zum Ausdruck zu bringen. Für die CDU wird es in dieser Frage keine Kompromisse geben.
Die CDU ist der Meinung, dass bereits in naher Zukunft die ärztliche und notärztliche Versorgung des Wissener Raumes akut gefährdet ist. Zur Unterrichtung und Aufklärung der Bevölkerung in dieser wichtigen Angelegenheit wird der CDU-Orts- und Gemeindeverband am 1. Dezember eine Podiumsdiskussion mit Fachleuten aus dem Gesundheitswesen organisieren. Gesundheitsminister a.D. und Landrat a.D. Dr. Alfred Beth hat bereits zugesagt, die Moderation und die Diskussionsleitung zu übernehmen. Die Veranstaltung findet im Kulturwerk Wissen statt. Die Öffentlichkeit wird hierzu noch eingehend informiert.
Nachricht vom 31.10.2009 www.ak-kurier.de