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Region
3000 Euro für Caritaswerkstatt
"Die Förderung sowie die berufliche und soziale Integration von Menschen mit Behinderung aus dem Westerwaldkreis und dem westlichen Rhein-Lahn-Kreis", so lautet kurz gefasst der Auftrag der Caritaswerkstätten Westerwald-Rhein-Lahn. Einer von sieben Standorten des 1975 gegründeten Verbandes in der Region ist der Betrieb in Rotenhain. Er erhielt jetzt von der Westerwald Bank eine 3000-Euro-Spende.
Caritas-Wrkstätte RotenhainRegion/Rotenhain. Auch in der Werkstätte in Rotenhain steht die Integration von körperlich und geistig behinderten Beschäftigten ganz oben auf der Tagesordnung. 130 Mitarbeiter produzieren in Arbeitsbereichen, die, so Betriebsleiter Günter Keßler, "maschinell nicht in dieser Form bearbeitet werden können." Dazu gehören Montagearbeiten für die Industrie, Verpackung und Konfektionierung, Holzbearbeitung, darunter die Serienfertigung von Industrieprodukten ebenso wie das Anfertigen von Einzelteilen, der Palettenbau, eine Heißmangeleinrichtung und ein Letter-Shop, wo von Falzen und Kuvertieren bis zur Adressverwaltung die ganze Leistungsbandbreite der Briefverarbeitung erbracht wird.
Neben dem Bereich der reinen Arbeitsanleitung, Betreuung am Arbeitsplatz und technisch-handwerklichen Qualifikation gehören auch die sogenannten arbeitsbegleitenden Maßnahmen, teilweise nach einem auf die Fähigkeiten des Einzelnen erarbeiteten individuellen Hilfeplan zusammengestellt, zum Konzept der Integration. Für diese Förderung werden in der Regel zusätzliche Arbeitskräfte benötigt. Das sind zum Beispiel sportliche und kreativ-künstlerische Angebote für die Beschäftigten - unter anderem wurde eine kleine Turn- und Gymnastikhalle eingerichtet - oder Weiterbildungen am Computer, ebenso die Förderung sozialer Kompetenzen und weitestgehender Eigenverantwortung in allen Lebensbereichen. Maßnahmen, die die Westerwald Bank mit einer Spende von 3000 Euro unterstützt. "Nach den Schwerpunktthemen Kindergärten und Schulen ist unser Schwerpunkt 2007 die Förderung von Ausbildungseinrichtungen für Benachteiligte in der Region", sagte Bankvorstand Markus Kurtseifer beim Besuch in Rotenhain. Er informierte sich vor Ort gemeinsam mit Reiner Kapp, Regionalbereichsleiter der Bank, über die Arbeit der Einrichtung.
Um neue Arbeitsabläufe meistern zu können, werden die Beschäftigten kontinierlich weitergebildet und gefördert, erklärte Keßler, "in den Werkstätten gibt es keine Stagnation. Wie im normalen Arbeistleben gibt es hier eine permanente Weiterentwicklung. Die Löhne der Beschäftigten wollen schließlich erwirtschaftet werden."
Mit der Qualität der Betreuung, der Arbeit und der Produkte soll auch der Kunde zufrieden sein. Daher möchte die Caritas-Werkstatt auch als gleichwertiger Partner für die Auftraggeber gesehen werden. Um dies sicherzustellen, werden schon seit Jahren alle Betriebsprozesse durch ein Qualitätsmanagement-System geplant, gesteuert und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft und vom TÜV zertifiziert. Die Qualifizierung und Vorbereitung der Beschäftigten auf den ersten Arbeitsmarkt ist eine stetige Herausforderung.
Internet: www.caritaswerkstaetten-wwrl.de.
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Foto: In der Malgruppe von Kunsttherapeut Bernd Baldus (stehend, links) informierten sich Regionalbereichsleiter Reiner Kapp, Caritas-Betriebsleiter Günter Keßler und Bankvorstand Markus Kurtseifer (von links) über Maltechniken- und Motivauswahl der Teilnehmer.
Nachricht vom 30.07.2007 www.ak-kurier.de