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Matthias Ludwig wird als Prädikant ordiniert
Matthias Ludwig aus der Kirchengemeinde Almersbach wird am Sonntag, den 16. September, um 14.30 Uhr, in einem feierlichen Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Oberwambach als Prädikant ordiniert. kam über seine frühere Arbeit in einer Flammersfelder Behinderteneinrichtung und deren Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde in Kontakt zum Prädikantenamt. Da sich der ausgebildete Ergotherapeut und Theaterpädagoge auch ansonsten schon kirchlich interessierte und engagierte, war es dann irgendwann für ihn klar, dass er nicht nur mit musikalischen Mitteln – er spielt Gitarre und Schlagzeug in seiner „Familienband“ bei zahlreichen gottesdienstlichen Einsätzen - mehr wollte.
Matthias Ludwig aus der Evangelischen Kirchengemeinde Almersbach wird in einem feierlichen Gottesdienst am Sonntag, 16. September, 14.30 Uhr, in der Oberwambacher Kirche als Prädikant ordiniert. (Foto: Petra Stroh)Gieleroth. Das erste Treffen beim Prädikantenkonvent – hier kommen die rund 20 aktiven Prädikanten des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen regelmäßig zusammen – hat er schon hinter sich, jetzt folgt die offizielle Ordination: Matthias Ludwig aus der Kirchengemeinde Almersbach wird am Sonntag, den 16. September, um 14.30 Uhr, in einem feierlichen Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Oberwambach als Prädikant ordiniert.

Lange Warteliste
Gut drei Jahre sind von seinen ersten Bemühungen um eine Ausbildung bis zum Abschluss vergangen. Derzeit ist nämlich die Warteliste bei den Prädikanten in der Evangelischen Kirche im Rheinland lang. Viele Menschen wollen sich für den Dienst als „Laien-Prediger“ ausbilden lassen. Allein im Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen waren es in den vergangenen drei Jahren zwei Frauen und vier Männer, die nun in zahlreichen Gemeinden als Prädikanten ihren ehrenamtlichen Dienst in der Wortverkündigung und der Sakramentsverwaltung versehen. Mehr als 650 sind es in der gesamten Landeskirche. Die Männer und Frauen kommen aus allen Altersgruppen, Berufen und sozialen Schichten und sind in ihren Diensten in den Gemeinden vielfältig aktiv. Ebenso wie die Pfarrer tragen sie dabei einen Talar und halten Gottesdienste in verschiedenster Form.

„Ehrenamtliche Prädikanten bringen in ihrer Verkündigung und bei den Kasualien Erfahrungen aus ihren jeweiligen Berufen und Lebenswelten in die Kirche ein und geben so der Predigt einen eigenen Akzent“, unterstreicht Superintendentin Andrea Aufderheide. Sie leitet und begleitet ehrenamtlich auch den Prädikanten-Konvent im Kirchenkreis und weiß, wie wichtig das Prädikantenamt für die Kirche ist. Seit über 70 Jahren gehören die Prädikanten ganz selbstverständlich zu „Gottes Bodenpersonal“ in den Gemeinden.

Spannende Ausbildung
Zweieinhalb Jahre Ausbildung müssen die Prädikanten vor Dienstantritt absolvieren: mehrere Seminare zu Themen wie Bibelkunde, Glaubensbekenntnisse, Amtshandlungen (Kasualien), Liturgie und „liturgische Präsenz“, Predigtlehre, Seelsorge, Kirchengeschichte und reformatorische Bekenntnisschriften und weiteres. „Es war eine spannende Ausbildungszeit“, reflektiert Matthias Ludwig die vergangenen Jahre. „Man lernte Vieles, aber auch viele Menschen mit unterschiedlichsten theologischen Gedanken und Lebensgeschichten kennen.

Matthias Ludwig (53) kam über seine frühere Arbeit in einer Flammersfelder Behinderteneinrichtung und deren Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde in Kontakt zum Prädikantenamt. Da sich der ausgebildete Ergotherapeut und Theaterpädagoge – heute arbeitet er als Leiter des Sozialdienstes eines Altenheimes im hessischen Elz – auch ansonsten schon kirchlich interessierte und engagierte, war es dann irgendwann für ihn klar, dass er nicht nur mit musikalischen Mitteln – er spielt Gitarre und Schlagzeug in seiner „Familienband“ bei zahlreichen gottesdienstlichen Einsätzen - mehr wollte.
Der gebürtige Rheinländer, der als begeisterter Ausdauerläufer einen lagen Atem beweisen muss, musste es dann auch mit dem Anvisieren des Ausbildungsbeginns.

Abwarten, „was sich so auftut“
Zur Ausbildung – sein Mentor ist nach den Flammersfelder Anfängen Schulpfarrer Thomas Rössler-Schaake – gehörten auch mehrere Gottesdienste in verschiedenen Gemeinden der Region, nach anfänglichen Schwerpunkten in Flammersfeld vor allem auch in der Kirchengemeinde Almersbach. „Es ist einfach schön mit Menschen gemeinsam die verschiedensten Gottesdienste zu feiern“, erzählt er begeistert. Auch die „Nach-Gottesdienst-Phasen“, meist bei Kaffee und Gebäck, genießt der Gielerother sehr: „Hier haben Zuhören und Lauschen auf das, was Menschen berührt und bewegt, ihren Platz!“.

Matthias Ludwig genießt es, dass er als Prädikant eine „andere Art als ein Pfarrer haben kann“ und freut sich darauf, wie sich seine Arbeit entwickelt und „was sich so auftut“. Seine Predigt am Ordinationstag hält er zu der „Befreiung des Petrus“ aus der biblischen Apostelgeschichte. Dem Gottesdienst schließt sich ein Empfang seiner Heimatkirchengemeinde Almersbach an. (PM)
Nachricht vom 06.09.2018 www.ak-kurier.de