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Politik
Verdi: Kita-Zukunftsgesetz in Rheinland-Pfalz unzureichend
Die versprochene Qualitätsverbesserung ist nicht erkennbar. Das bemängelt die Gewerkschaft Verdi mit Blick auf das rheinland-pfälzische Kita-Zukunftsgesetz. Versprochen wurde eine Qualitätsverbesserung. Das augenscheinliche Ergebnis ist nach Wertung der Gewerkschaft jedoch das Gegenteil. Es sei eher als Arbeitsverdichtung zu werten, heißt es dort. Verdi fordert Transparenz beim Finanzierungsmodell, dies gerade im Bezug darauf, was aus Landes- und Bundesmitteln finanziert wird. Ferner kritisiert Verdi, dass beim so genannten Entwicklungsbudget die Dynamisierung der Gelder ausdrücklich ausgeschlossen wurde.
Verdi kritisiert das Kita-Zukunftsgesetz in Rheinland-Pfalz. (Symbolfoto: Archiv AK-Kurier)Mainz. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat das Kita-Zukunftsgesetz als „wichtigstes Gesetz" für sich definiert. Versprochen wurde eine Qualitätsverbesserung. Das augenscheinliche Ergebnis ist nach Wertung der Gewerkschaft Verdi jedoch das Gegenteil. Es sei eher als Arbeitsverdichtung zu werten, heißt es dort. „Der Gesetzgeber hat sich der Zahlenlogik des Landesrechnungshofes untergeordnet," kritisiert Volker Euskirchen, Verdi-Landesfachbereichsleiter Gemeinden. Der Verdi-Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland fordert weiterhin ausdrücklich eine deutliche Nachbesserung bei der Fachkraft-Kind-Relation: „Das ist der Schlüssel für gute Bildung," ergänzt die für Kindertagesstätten zuständige Fachgruppensekretärin Jana Beißert.

Mit dieser Gesetzesnovelle werden die zweijährigen Kinder zu Teilen der so genannten „Regelgruppen". Dadurch erfolge eine Fortschreibung einer bisher schon unzureichenden Personalbemessung. Mit der 2008 geschaffenen Möglichkeit, bis zu sechs U-3-Kinder gegen eine geringfügige Erhöhung des Stellenschlüssels in eine 25er Regelgruppe aufzunehmen, hat zu einem deutlichen personellen Mehraufwand geführt. „Genau diese Kritik haben wir immer wieder vorgetragen. Es ist schade, dass diese Kritik nicht aufgenommen wurde," sagt Euskirchen weiter.

Verdi fordert Transparenz beim Finanzierungsmodell, dies gerade im Bezug darauf, was aus Landes- und Bundesmitteln finanziert wird. Ferner kritisiert Verdi, dass beim so genannten Entwicklungsbudget die Dynamisierung der Gelder ausdrücklich ausgeschlossen wurde. „62 Millionen Euro hören sich nach viel an und jeder Träger wäre glücklich, wenn er darüber verfügen könnte. Aber 62 Millionen Euro sind weniger als eine halbe, qualifizierte, Erzieherinnenstelle pro Einrichtung. 62 Millionen Euro sind etwa ein Euro pro Tag und Kind," sagt Euskirchen. (PM)
Nachricht vom 09.09.2018 www.ak-kurier.de