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Nachricht vom 20.11.2018
Region
Für Rückenschmerzen gibt es viele Ursachen
Rückenschmerzen können viele Ursachen haben. Darüber informierte die Volkshochschule (VHS) Betzdorf-Gebhardshain in einem Vortrag mit Dr. Patrick Löhr, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am DRK-Krankenhaus in Hachenburg. Er führte unter anderem aus, dass der untere Rückenschmerz, oder im Volksmund auch „Hexenschuss“ genannt, eine Volkskrankheit sei. Bis zu 70 Prozent der 18- bis 74-jährigen Menschen hätten einmal im Jahr Rückenschmerzen. Rund 60 Zuhörer waren gekommen.
VHS-Geschäftsführer Martin Becker (links) und Dr. Patrick Löhr möchten auch weiterhin gemeinsam Veranstaltungen zu gesundheitlichen Themen anbieten. (Foto: VHS) Betzdorf. Knapp 60 Teilnehmer waren der Einladung der Volkshochschule (VHS) Betzdorf-Gebhardshain zum Gesundheitsvortrag „Kreuzschmerz – immer der Rücken oder auch mal die Hüfte?!“ gefolgt. Martin Becker, Geschäftsführer der VHS, begrüßte als Referenten des Abends Dr. Patrick Löhr, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am DRK-Krankenhaus in Hachenburg. Er führte unter anderem aus, dass der untere Rückenschmerz, oder im Volksmund auch „Hexenschuss“ genannt, eine Volkskrankheit sei. Bis zu 70 Prozent der 18- bis 74-jährigen Menschen hätten einmal im Jahr Rückenschmerzen. Durch Behandlungskosten und Arbeitsausfälle entständen hohe Kosten für das Gesundheitssystem.

In 80 bis 90 Prozent der Fälle handele es sich um einen unspezifischen Rückenschmerz, der auf Funktionsstörungen der Wirbelsäule und Muskulatur beruhe und wofür im Röntgen oder in einer Magnetresonanztomografie (MRT) keine Ursachen gefunden werden könnten. In den meisten Fällen sei der Patient durch eine Schmerztherapie mit Bewegungstherapie nach sechs Wochen beschwerdefrei. Ist dies nicht der Fall, oder bei mehreren Episoden im Jahr, sei eine weitere Diagnostik notwendig.

In etwa 10 bis 15 Prozent der Fälle handele es sich jedoch um einen spezifischen Rückenschmerz, der zum Beispiel durch Bandscheibenvorfälle, eine Spinalkanalstenose, entzündliche Prozesse, Frakturen oder auch durch Tumore verursacht werden könne. Hier sei der Arzt gefordert, durch eine intensive Anamnese und klinische Untersuchung für die Patienten einer weitere Diagnostik und Therapie zu finden. An dieser Stelle sei auch die Suche nach anderen orthopädischen Ursachen angezeigt. Auch ein Verschleiß der Hüftgelenke (Coxarthrose) könne sich durch einen isolierten Rückenschmerz zeigen. Geschäftsführer Martin Becker bedankte sich bei Dr. Löhr für den Vortrag und bei den Teilnehmern für das große Interesse und die lebhafte Diskussion. (PM)
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