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Im Dienst einer guten Sache
Vom 14. bis zum 28. Januar absolvierten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Privaten Gymnasiums Marienstatt das seit 2003 alljährlich stattfindende Sozialpraktikum, das den Namen „Compassion“ trägt. Der Begriff „Compassion“ leitet sich aus dem Englischen ab und bedeutet übersetzt „Mitgefühl“ und „Barmherzigkeit“. Dementsprechend waren die Jugendlichen bestrebt, den kranken und hilfebedürftigen Menschen mit Offenheit, Freundlichkeit und Verständnis entgegenzutreten.
SymbolfotoStreithausen. Am letzten Schultag vor Beginn des Praktikums wurde in der Marienstatter Basilika ein Gottesdienst gefeiert, in welchem sich die Elftklässler über ihre Ängste und Erwartungen austauschten und, von Seiten des Lehrerkollegiums mit guten Wünschen ausgestattet, in die sozialen Einrichtungen entsandt wurden. In den nächsten zwei Wochen bestand das Ziel darin, Menschen zu helfen, sie in ihrem Lebensalltag zu unterstützen und Einblicke in die verschiedenen Einrichtungen zu gewinnen. Dabei reichten die Tätigkeiten von der Arbeit mit Senioren, Kindern im Elementarbereich, Schülern mit Förderbedarf bis hin zur Beschäftigung mit beeinträchtigten Menschen zum Beispiel in Werkstätten oder Altenheimen.

Bereits nach wenigen Tagen äußerte eine Schülerin, dass sie jetzt einen ganz anderen Blickwinkel auf soziale Berufe und noch mehr Respekt vor den Menschen, die diese Arbeit leisteten, habe. Ein Mitschüler von ihr gab zu verstehen, dass er froh sei, dass das Marienstatter Gymnasium dieses Praktikum anbiete, weil es einfach schön sei, zu sehen, wie man den Menschen mit Kleinigkeiten ein Lächeln ins Gesicht zaubern könne.

Nach Abschluss des Praktikums zeigte sich, dass die anfänglichen Befürchtungen vieler unberechtigt waren, denn alle Praktikanten wurden in ihren sozialen Einrichtungen mit offenen Armen empfangen und konnten sich bei Fragen stets an ihre betreuenden Lehrer wenden. Auch wenn sich einige Schülerinnen und Schülern bei der anstehenden Berufswahl nicht vorstellen können im sozialen Bereich tätig zu sein, meldeten sie zurück, dass das Compassion-Praktikum eine wertvolle Erfahrung in ihrem Leben gewesen sei. (PM)


Nachricht vom 05.02.2019 www.ak-kurier.de