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Hamm: Feuerwehr zum Anfassen
"Feuer und Flamme" waren die Besucher beim "Tag der offenen Tür" der Freiwilligen Feuerwehr Hamm. Diese hatte ein ebenso informatives wie abwechslungsreiches Programm vorbereitet und präsentierte sich eindrucksvoll als eine Wehr zum "Anfassen".
aus 15 Metern HöheHamm. Einblick in die umfangreiche und hoch technisierte Feuerwehrarbeit nahm die Bevölkerung beim "Tag der offenen Tür" der Hammer Blauröcke. In Übungen und Vorführungen wurde anschaulich dargestellt, wie man sich in verschiedenen Notlagen verhalten sollte.
Wo sonst die Fahrzeuge stehen, war ein Aufenthaltsraum eingerichtet. Die Aktiven der Wehr, ihre Ehefrauen und und Mitglieder des Fördervereins kümmerten sich engagiert um das leibbliche Wohl der Gäste. Besonders interessiert zeigten sich die jungen Besucher. Sie genossen die Rundfahrten im Feuerwehrauto, probierten die Ausrüstung aus und nahmen am Wasserspritzen teil. Für sie stand fest: Sie wollen später alle einmal echte Feuerwehrleute werden.
Die Organisatoren hatten ein lehrreiches und abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt auf die Beine gestellt. Die Hammer Blauröcke dokumentierten dabei ihre hohe Einsatz- und Leistungsbereitschaft. Die Veranstaltung fand eine hervorragende Resonanz in der Bevölkerung. Zudem waren auch Nachbarwehren mit Abordnungen vertreten.
Vorführungen in der technischen Hilfeleistung und verschiedene Übungen, die von Wehrleiter Dirk Sälzer kommentiert wurden, gaben einen informativen Einblick und machten deutlich, dass die Feuerwehren heute vielfältiger Helfer in verschiedenen Notlagen sind. "Mit dem Einsatz von feuerwehrtechnischen Geräten sollte dokumentiert werden, wie man diese einsetzt und welche Wirkungen damit erreicht werden", so Sälzer.
Bei einem dargestellten "Fettbrand", der bei einem Fondue-Essen, in einem Kochtopf oder einer Friteuse entstehen kann, wurden nicht nur "Hobby-Köche" angesprochen. Auf keinen Fall darf ein Ablöschen mit Wasser erfolgen, da sich dieses dann zersetzt und mit Fett behaftet eine riesige Stichflamme erzeugt, eine Fettexplosion verursacht. Wie eine solche aussieht, wurde den zahlreichen Zuschauern eindrucksvoll verdeutlicht. Durch die große Hitze von Fett oder Öl verdampft das aufgebrachte Wasser in Bruchteilen einer Sekunde und vergrößert hierbei sein Volumen auf das 1200-fache. Aus einem Liter Wasser werden so 1200 Liter Wasserdampf, die sich explosionsartig ausbreiten und hierbei das brennende Fett oder Öl mitreißen. Im Wasserdampf befindliche Menschen verletzen sich dabei mit starken Verbrühungen. Ein Fettbrand sollte deshalb mit einem Deckel oder einer Decke "erstickt" und das Objekt von der Feuerstelle entfernt und abgekühlt werden. Deckel oder Decke sind dabei nicht zu entfernen, da sonst eine Rückzündung entsteht.
Dargestellt wurde zudem die Rettung eines Vermissten aus einer verrauchten Halle unter Zuhilfenahme der Wärmebildkamera. Eine Wärmebildkamera kommt dort zum Einsatz, wo das menschliche Auge Unterstützung braucht. Sie detektiert Infrarotstrahlung.
Die Hammer Rettungshundestaffel, die im Jahre 1978 als erste in Rheinland-Pfalz gegründet wurde, trug mit eindrucksvollen und spektakulären Übungen ebenfalls zum Gelingen der Feuerwehr-Präsentation bei. So hatten die Rettungshunde über ein Gerüst mit Bohlen und einer waagerecht liegenden Leiter zu balancieren, über eine Leiter auf das Dach des Feuerwehrhauses aufzusteigen, um von dort dann abgeseilt zu werden. Abschließend erfolgte dann ein Hochhieven mit anschließendem Abseilen des Staffelleiters Rüdiger Mertens mit seinem Rettungshund "Grocco" durch die Drehleiter der Wissener Feuerwehr in eine Höhe von 15 Metern.
Der in allen Belangen gelungene "Tag der offenen Tür" wurde abgerundet durch musikalische Darbietungen der "Brucher Musikanten" und Bauchtänze des Tanzduos "El Sahara". (Rolf-Dieter Rötzel)
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Aus 15 Metern Höhe wurde Staffelleiter Rüdiger Mertens mit seinem Hund "Grocco" von der Wissener Drehleiter abgeseilt. Fotos: Rolf-Dieter Rötzel
       
       
       
 
Nachricht vom 12.08.2007 www.ak-kurier.de