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„ANSWER“: Neues Ärztenetzwerk für Südwestfalen und den Kreis Altenkirchen
Das neue Ärztenetzwerk „ANSWER“ an der Universität Siegen möchte die Gesundheitsversorgung der Region verbessern. Das Akronym „ANSWER“ steht für „AerzteNetzwerk SüdWestfalen Education&Research“, das Ärztenetzwerk ist an der Lebenswissenschaftlichen Fakultät (LWF) der Universität Siegen angesiedelt. Den Aufbau treibt Dr. Dr. Charles Christian Adarkwah voran.
Den Aufbau von „ANSWER“ treibt Dr. Dr. Charles Christian Adarkwah voran. (Foto: Uni Siegen)Siegen/Altenkirchen. Es wird zunehmend schwieriger eine zufriedenstellende Gesundheitsversorgung in ländlichen Räumen/Regionen zu gewährleisten. Der demografische Wandel führt zu einer veränderten Altersstruktur der Bevölkerung und damit zu einem erhöhten Behandlungs- und Pflegebedarf. Dem entgegen steht ein wachsender Ärztemangel, insbesondere in ländlichen Regionen. Ärzte sind überlastet, finden keine Nachfolger, Landarztpraxen werden geschlossen. Die bedarfsgerechte Versorgung der Patienten ist gefährdet. Das neue Ärztenetzwerk „ANSWER“ für den Raum Südwestfalen und den Kreis Altenkirchen möchte dieser Herausforderung mit innovativen Lösungen begegnen.

Das Akronym „ANSWER“ steht für „AerzteNetzwerk SüdWestfalen Education&Research“, das Ärztenetzwerk ist an der Lebenswissenschaftlichen Fakultät (LWF) der Universität Siegen angesiedelt. Den Aufbau treibt Dr. Dr. Charles Christian Adarkwah voran. Er ist selbst Landarzt und kommissarischer Lehrstuhlinhaber für Versorgungsforschung an der Lebenswissenschaftlichen Fakultät. „Als Landarzt ist es tatsächlich immer schwieriger geworden, die Work-Life-Balance zu wahren. Eine Anstellung in einer Klinik mit gesicherter Urlaubs- und Krankheitsvertretung erscheint vielen jungen Kollegen die passende Alternative, um Arbeit und Privatleben unter einen Hut zu bringen“, sagt Charles Christian Adarkwah.

Es soll ein Netzwerk in Südwestfalen entstehen, in dem zum einen Studierende ausgebildet, zum anderen Forschungsprojekte mit Relevanz für die Allgemeinmedizin im ländlichen Raum durchgeführt werden sollen. „Mit vereinzelten Projekten sind wir bereits in verschiedenen Teilen Südwestfalens aktiv und haben erste Praxen für unsere Forschungsvorhaben mit einem Fokus auf Digitalisierung und Delegation gewinnen können“, so Adarkwah.

Anfang April wird es das erste Treffen interessierter Medizinerinnen und Mediziner aus der Region geben, die „ANSWER“ gemeinsam aufbauen und vorantreiben möchten. Ziel der geplanten Forschungsprojekte ist es, mit Hilfe von Digitalisierung und Delegation wirksame Strategien zu entwickeln, um dem Hausärztemangel in Südwestfalen langfristig aktiv entgegenzuwirken. „Ein Lehr- und Forschungspraxen-Netzwerk, wie es an vielen Medizinischen Fakultäten mit akademischer Allgemeinmedizin Standard ist, gibt es in Südwestfalen noch nicht. Wir füllen damit eine Lücke und konkurrieren nicht mit bestehenden Versorgungsstrukturen“, erklärt Adarkwah.

Medizinerinnen und Mediziner aus der Region, die Interesse daran haben, die Gesundheitsversorgung der Zukunft gemeinsam zu gestalten, können sich direkt an Charles Adarkwah wenden: E-Mail: charles.adarkwah@uni-siegen.de. (PM)

Nachricht vom 29.03.2019 www.ak-kurier.de