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Nachricht vom 18.04.2019
Kultur
Musikverein Brunken entführte in die Welt der Filmmusik
Die Welt der Filmmusik war Thema beim diesjährigen Frühjahrskonzert des Musikvereins Brunken im voll besetzten Saal der Sporthalle in Gebhardshain. Musikklassiker aus „Herr der Ringe“, „Findet Nemo“, „König der Löwen“, Melodien von Ennio Morricone und anderen bekannten Filmen sowie Highlights aus Marsch, Swing und Jazz begeisterten das Publikum. Unter der Leitung von Nadine Reuber intonierte das 30-köpfige Orchester die verschiedenen Arrangements in gekonnter Weise. Gleichzeitig nahm der Kreismusikverband das Konzert zum Anlass, verdiente Musiker für ihre langjährigen Verdienste zu ehren.
Durch das Programm führten Marie Hüsch (links), Simone Imhäuser und Tim Mockenhaupt, die jeweils in einem Sketch die einzelnen Musikstücke in humoristischer Weise ankündigten. (Foto: GRI)Gebhardshain/Selbach-Brunken. Die Welt der Filmmusik war Thema beim diesjährigen Frühjahrskonzert des Musikvereins Brunken im voll besetzten Saal der Sporthalle in Gebhardshain. Der 1. Vorsitzende Pascal Schneider konnte neben den musikbegeisterten Gästen und befreundeten Vereinen das Ehrenmitglied Paul-Gerhard Hassel und Vertreter der Kommunen und des Kreismusikverbandes begrüßen. Durch das Programm führten Marie Hüsch, Simone Imhäuser und Tim Mockenhaupt, die jeweils in einem Sketch die einzelnen Musikstücke in humoristischer Weise ankündigten.

Ein Mix aus bekannten und weniger bekannten Melodien
Der Abend stand ganz im Zeichen der Filmmusik. Nadine Reuber aus Morsbach, Dirigentin des Orchesters, hatte das Konzertprogramm für diesen Abend in Absprache mit den aktiven Musikern ausgewählt. Wichtig, so Nadine Reuber, war ein ausgewogener Mix aus bekannten Melodien sowie weniger bekannten Musikstücken. Für jeden Konzertbesucher sollte etwas Passendes dabei sein. Eine generelle Herausforderung war es, die stilistisch sehr unterschiedlichen Stücke wie Marsch, Filmmusik, Jazz und Swing entsprechend ihrer speziellen Eigenheiten in diesem Konzertprogramm zu interpretieren und umzusetzen. Dass dies dem 30-köpfigen Orchester gelungen war, bewies die Reaktion des Publikums, das die einzelnen Musikdarbietungen mit anhaltendem Applaus honorierte.

Ehrung verdienter Mitglieder
Uwe Fischer, stellvertretender Vorsitzender des Kreismusikverbandes Altenkirchen und aktiver Musiker der Bindweider Bergkapelle, überreichte Lena Kubalski für zehn Jahre aktive Musiktätigkeit, Marcel Kölzer für 20 Jahre und Michael Heer für 40 Jahre aktives Musizieren im Musikverein Brunken die jeweiligen Urkunden und Ehrennadeln des Verbandes.

Folies Bergere, Herr der Ringe, Findet Nemo, Jurassic Park und Winnetou
Eingeleitet wurde der Musikabend mit dem Marsch „Folies Bergere“ von Paul Lincke. 1911 komponiert, erfreut sich der Marsch als Bestandteil der Operette „Frau Luna“ zusammen mit der „Berliner Luft“ immer noch einer großen Beliebtheit.
Mit einem Medley aus „Herr der Ringe“ (The Lord of the Rings), arrangiert von Jack Bullock, wurde das Konzertprogramm fortgesetzt. Dramatisch und voller Emotionen bildet dieses Arrangement für Blasorchester eine willkommene Ergänzung zum bisherigen Notenmaterial des Musikvereins.

„Beyond the Sea“, arrangiert von Steve Mc Millan, ist das musikalische Highlight des Walt-Disney-Films "Findet Nemo". Laut Musikkritikern lassen die Melodien die heutige junge Generation zu denselben Melodien tanzen und träumen, bei denen sich schon ihre Großeltern tief in die Augen geschaut haben. Dies zu vermitteln gelang auch dem Musikverein Brunken, der das Musikstück mit Solopassagen von verschiedenen Instrumenten hervorragend brillierte. Mit „Jurassic Park“, arrangiert von Paul Lavender, wurden die einprägsamen Melodien, mit denen John Williams die Spannung des Filmklassikers unterlegt hat, in gekonnter Weise interpretiert. „Winnetou & Old Shatterhand“, komponiert von Martin Böttcher und arrangiert von Manfred Schneider, beendete den ersten Teil des Frühjahrskonzerts. Fast jeder kennt die „Winnetou-Melodie“, die fester Bestandteil des Repertoires vom damaligen Tanzorchester des Musikvereins Brunken in den 1980er und 1990er Jahren auf allen Festen war. Zusammen mit "Old Shatterhand“, dem Titelthema zum Karl-May-Film "Der Schatz im Silbersee", ist daraus ein hörenswertes Medley für Blasorchester geworden.

Centurion-Marsch, Blues Brothers, König der Löwen, Omens of Love und Ennio Morricone
Mit dem englischen Marsch „Centurion“ von Philip Sparke wurde der zweite Konzertteil eröffnet. Der Marsch ist eine Herausforderung für jedes Orchester und ist vom Schwierigkeitsgrad in der Oberstufe eingeordnet. Mit einigen ihrer besten Titel ließ der Musikverein die „Blues Brothers“ mit einem Arrangement von Jay Bocook Revue passieren. Energiegeladen, mit einem Mix aus Pop und Blues, wurde das Musikstück vom Musikverein gekonnt vorgetragen. Mit „I Can't Turn You Loose“, „Soul Man“, “Soul Finger“ und „Everybody Needs Somebody To Love“ fühlte man sich in die TV-Serie der 1980er Jahre zurückversetzt.

Mit Soundtrack-Highlights aus dem Film „König der Löwen“ wurde mit „The Lion King“, arrangiert von Calvin Custor, das abwechslungsreiche Musikprogramm fortgesetzt. Mit den bekannten Melodien wie „Can You Feel The Love Tonight“ und „Hakuna Matata“ wurde den Konzertbesuchern eine wunderschöne Blasorchesterbearbeitung aus den Highlights des bekannten Filmmusicals geboten.

„Omens of Love“ ist eines der bekanntesten Lieder der japanischen Fushion-Band „T-Square“. Dieses wohlklingende Arrangement für Blasorchester von Toshio Mashima wird auf der ganzen Welt gespielt. So auch in Gebhardshain, wo die gelungene Darbietung des Musikvereins von den Gästen mit entsprechendem Applaus bedacht wurde. Gänsehautfeeling überkam die Gäste bei „Moment for Morricone“, arrangiert von Johan de Meij. Bekannte Lieder wie „Once Upon A Time In The West / Spiel mir das Lied vom Tod“, und andere von Ennio Morricone hauptsächlich als Soundtracks zahlreicher „Italo Western“ komponierte Melodien bildeten den Schlusspunkt des Konzertabends. Eingestuft als Oberstufe für Blasorchester, wurde die Darbietung von den Gästen mit lang anhaltendem Applaus honoriert. Mit einer Zugabe verabschiedete sich der Musikverein Brunken nach mehr als zwei Stunden großartiger Konzertunterhaltung von seinem Publikum.

Erlös für Jugendarbeit
Der Musikverein Brunken hat mit dem Frühjahrskonzert wieder einmal bewiesen, dass er zu Recht zu den besten Musikvereinen nicht nur in der Wissener Region gezählt werden darf. Besonders das Durchschnittsalter der Musikerinnen und Musiker ließ erkennen, dass sich der Musikverein intensiv um die Jugendarbeit kümmert. Nadine Reuber, Dirigentin des Musikvereins, versteht es dabei, den Musikernachwuchs in hervorragender Weise in das Orchester zu integrieren. Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen wird der Erlös des Konzertabends für die Ausbildung und Musikausrüstung der Jugendlichen verwendet. (GRI)
       
       
 
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