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Nachricht vom 21.04.2019
Region
Urlaubstag für den guten Zweck: Den Strand vom Müll befreit
Eigentlich ist das Ziel eines Urlaubs abschalten und entspannen, doch als Bianca Klüser aus Bitzen während ihres Urlaubs im südafrikanischen Kapstadt eines Samstagmorgens aus dem Hotel spazierte, erblickte sie einen Strand voller Menschen, die – mit Plastiktüten bewaffnet – dabei waren, jeglichen Unrat einzusammeln, der sich dort angesammelt hatte. Und im Nu war sie selbst dabei.
Bianca Klüser aus Bitzen half bei der Aufräumaktion am Strand von Kapstadt. (Foto: privat) Bitzen/Kapstadt. Eigentlich ist das Ziel eines Urlaubs abschalten und entspannen, doch als Bianca Klüser aus Bitzen während ihres Urlaubs im südafrikanischen Kapstadt eines Samstagmorgens aus dem Hotel spazierte, erblickte sie einen Strand voller Menschen, die – mit Plastiktüten bewaffnet – dabei waren, jeglichen Unrat einzusammeln, der sich dort angesammelt hatte. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Aktion „Recycle 1st“ veranstaltete die Initiative „Clean C“ an diesem Morgen eine große Aufräumaktion am Lagoon Beach, an der sich ein jeder Freiwilliger beteiligen konnte. So entschied sich auch die 29-jährige Westerwälderin mitzumachen, um dem über den Strand verteilten Plastikmüll Einhalt zu gebieten.

„Es war erschreckend zu sehen, was Menschen so alles am Strand zurücklassen und was das Meer darüber hinaus anspült“, erzählt sie rückblickend. Neben leeren Verpackungen, Strohhalmen und diversen anderen Utensilien entdeckte sie schließlich einen alten Autoreifen, von dem nur noch ein kleiner Teil aus dem Sand herausragte. Offenbar hatte sich bereits jemand an diesem Stück versucht und wieder aufgegeben. Kurzerhand begann Bianca Klüser damit, den Reifen auszugraben. Nach wenigen Minuten gesellten sich weitere Helfer zu ihr und mit vereinten Kräften von insgesamt sechs Personen konnte der schwere Reifen schließlich aus dem Sand befreit und vom Strand getragen werden – und mit ihm noch zahlreiche weitere Säcke voller Unrat.

„Es hat sich ganz deutlich gezeigt, dass man ein solches Projekt nur gemeinsam stemmen kann“, so die 29-Jährige. „Es war beeindruckend, wie viel den Kapstädtern an einer sauberen Stadt gelegen ist und mit welchem Engagement sie dahinter stehen. Für mich war es eine tolle Erfahrung, auch einen kleinen Teil dazu beitragen zu können!“ (red)
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