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Politik
Ortsbürgermeister gesucht: Obersteinebach muss nochmal wählen
Obersteinebach hat derzeit keinen Ortsbürgermeister, obwohl er am 26. Mai gewählt wurde. Johannes Gehlen und Aloysius Weißenfels leiten derzeit als Beigeordnete die Gemeinde. Der bisherige Ortsbürgermeister Gisbert Groß trat kurz nach der Kommunalwahl von seinem Amt zurück, ebenso die Beigeordneten Werner Deisel und Hans-Werner Groß. Bis Montag, 15. Juli, können bei der Verbandsgemeindeverwaltung Wahlvorschläge für die Wahl des Ortsbürgermeisters eingereicht werden.
Die Beigeordneten Johannes Gehlen (rechts) und Aloysius Weißenfels leiten derzeit die Ortsgemeinde Obersteinebach, vorerst bis 1. September. (Foto: Ortsgemeinde Obersteinebach)Obersteinebach. Das gibt es nicht so oft in der Kommunalpolitik: Obersteinebach hat derzeit keinen Ortsbürgermeister, obwohl er am 26. Mai gewählt wurde. Johannes Gehlen und Aloysius Weißenfels leiten derzeit als Beigeordnete die Gemeinde. Sie wurden in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates gewählt. Der bisherige Ortsbürgermeister Gisbert Groß trat kurz nach der Kommunalwahl von seinem Amt zurück, ebenso die Beigeordneten Werner Deisel und Hans-Werner Groß sowie ein weiteres Ratsmitglied. Darüber hinaus hatten im Anschluss der Wahl drei weitere Personen, die in den neuen Rat gewählt worden waren, auf ihr Mandat verzichtet, ebenso einige Nachrücker. Gisbert Groß, der mit einer Unterbrechung 30 Jahre lang die Geschicke der Gemeinde gelenkt hatte, hatte bei der Kommunalwahl am 26. Mai 58,5 Prozent der Stimmen als Ortsbürgermeisterkandidat in der Urwahl erhalten. Enttäuscht über das Wahlergebnis hatte sich Groß entschieden, das Amt des Ortsbürgermeisters nicht anzutreten. Rückblickend auf das, was er mit seinen Mitstreitern in der Vergangenheit für Obersteinebach geleistet hat, dankte er allen Wegbegleitern.

Gehlen dankte Groß
Johannes Gehlen war früher bereits 15 Jahre lang Ortsbürgermeister von Obersteinebach. Dass er nun erneut für den Rat kandidierte, machte er an einem Beschluss des Gemeinderates im Januar dieses Jahres fest: Demnach hatte der Gemeinderat die Verwaltung in Flammersfeld beauftragt, zu prüfen, ob ein Waldgebiet oberhalb von Obersteinebach in Richtung Autobahn als Gewerbegebiet geeignet sei. Im Rahmen ihrer Gewerbegebietsentwicklung hatte die Verbandsgemeindeverwaltung bei allen Gemeinden nach potenziellen Flächen gefragt. Eine Kandidatur als Ortsbürgermeister kommt für Gehlen, der auch 40 Jahre lang Mitglied des Verbandsgemeinderates war, allerdings nicht infrage. „Es sind so viele junge Leute im Rat, denen ich mit meiner Erfahrung alle erdenkliche Unterstützung geben kann“, sagte Gehlen. In seiner Funktion als nun gewählter Erster Beigeordneter der Gemeinde Obersteinebach dankte er Gisbert Groß, den Beigeordneten und den ehemaligen Ratsmitgliedern für ihre Tätigkeit.

Kandidaten gesucht
Bis Montag, 15. Juli, können bei der Verbandsgemeindeverwaltung Wahlvorschläge für die Wahl des Ortsbürgermeisters eingereicht werden. Gibt es einen oder mehrere Kandidaten, sind die Bürger am 1. September aufgerufen, erneut den Weg zur Wahlurne anzutreten. Findet sich kein Bewerber, wird der Ortsbürgermeister vom Gemeinderat gewählt. Eröffnet wurde die konstituierende Sitzung im Gemeindehaus durch Johannes Gehlen. Die Verpflichtung folgender Ratsmitglieder erfolgte durch den von der Kommunalaufsicht Beauftragten Rolf Schmidt-Markoski (Verbandsgemeinde-Beigeordneter): Aloysius Weißenfels, Johannes Gehlen, Oliver Rüßel, Dirk Siebenmorgen, Laura Mellinghoff und Julia Rüßel. (PM)


Nachricht vom 10.07.2019 www.ak-kurier.de