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Kultur
Fotoausstellung „Wer bin ich“ im Kreishaus Altenkirchen eröffnet
Eine weitere Ausstellung wurde am Mittwoch, 10. Juli, im Kreishaus Altenkirchen mit einer Vernissage eröffnet. Das Musikensemble vom gemeindepsychiatrischen Zentrums „Gelbe Villa“ Kirchen eröffnete die Veranstaltung. Landrat Michael Lieber begrüßte in seiner Rede die zahlreichen Gäste.
Die Teilnehmer des Projektes und Landrat Lieber (Mitte). Foto: kköAltenkirchen. Die Ausstellung „Wer bin ich“ zeigt Fotografien von Menschen mit Handicap. Die 14 Teilnehmer des Projektes sind Besucher des gemeindepsychiatrischen Zentrums „Gelbe Villa“ Kirchen. Alle Bilder zeigen in schwarzweiß den Menschen in Alltagssituationen und in Farbe, wie sich derjenige selber gerne sehen würde. Landrat Michael Lieber ging in seiner Begrüßung darauf ein, dass es seit zwölf Jahren Kunst und Kultur im Kreishaus (KUKIK) gibt. Weiter wies Lieber darauf hin, dass, dies die letzte Ausstellungseröffnung in seiner Amtszeit sei. Die Ausstellungsreihe „KUKIK“ bietet vornehmlich Kunstschaffenden aus der Region und den unterschiedlichsten Richtungen ein Forum, um ihre Werke einem größeren Publikum zu präsentieren.

Er wolle, so Lieber, die Gelegenheit nutzen, Geschehnisse und Begegnungen der letzten zwölf Jahre noch einmal in Erinnerung zu rufen. Die Möglichkeit hier im Hause auszustellen haben in den Jahren zahlreiche Künstler genutzt. „Wenn wir die Ausstellungen und Veranstaltungen der letzten zwölf Jahre Revue passieren lassen, dann ergibt sich ein bemerkenswertes vielfältiges Bild von künstlerischen Aktivitäten im Kreis Altenkirchen und darüber hinaus“, so Lieber.

In den verschiedenen Ausstellungen wurden die unterschiedlichsten Techniken, wie Radierungen, Zeichnungen, Grafiken, Fotografien und vieles mehr einem interessierten Publikum gezeigt. Kunst, so Lieber weiter, regt zur Diskussion und zum Austausch an. Hier kommen Menschen ins Gespräch und können ihre Meinungen austauschen. Viele der Künstler, deren Werke im Kreishaus ausgestellt wurden, gehen neue Wege, entwickeln neue Techniken und vervollkommnen ihre Fertigkeiten.

Christine Haubrich, Leiterin der Einrichtung, gab dann eine kurze Einführung in die Ausstellung „Wer bin ich“ – eine Frage, so Haubrich, die eigentlich jeden von uns interessiert. „Vierzehn Menschen, die im gemeindepsychiatrischen Zentrum 'Gelbe Villa' in Kirchen ein und ausgehen, wagten zunächst eine Reise tief in ihren Alltag und setzten sich mit Fragen hinsichtlich ihrer Persönlichkeit unter dem Einfluss der individuellen Lebensumstände auseinander“, so Haubrich. Für die Teilnehmer war es eine Reise zum eigenen Ich, die viel Mut von jedem einzelnen erforderte, so Haubrich weiter. Es wurden jeweils zwei Fotos, eines davon Schwarzweiß und eines in Farbe erstellt. Ein solches Projekt bedürfe natürlich einer langen Vorbereitung und vieler Gespräche. Die Teilnehmer mussten sich zunächst mit der Idee auseinandersetzen und ihre Rolle finden.

Die Mitarbeiterinnen von „Gelbe Villa“ Kirchen überreichten dann Landrat Lieber zwei Bilde: Ein Gemälde eines alten Schwarzweiß-Fotos, das andere eine Kollage aus Bildern, die Lieber in seiner Zeit als Bürgermeister zeigen. Dies war noch einmal ein emotionaler Moment für alle. Als Vertreter der kommunalen Familie waren neben Konrad Schwan, der auch Pate der gelben Villa ist, auch die Beigeordneten Heinz Düber VG Altenkirchen sowie Manfred Maurer VG Flammersfeld erschienen. (kkö)
Nachricht vom 11.07.2019 www.ak-kurier.de