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Sommerlager: Mittendrin in den Abenteuern von Asterix & Obelix
Wir befinden uns im Jahre 2019 n. Chr. Ganz Germanien leidet unter der Hitze des Julis. Ganz Germanien? Nein! In Elkhausen-Linden gibt es ein kleines, von Galliern bewohntes Dorf, das mit seinen fast 200 Bewohnern der Hitze trotzt und vor Freude und purer Abenteuerlust nur so sprüht. Sie alle sind Teilnehmer des diesjährigen Sommerlagers (SOLA) der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde Kirchen (Sieg).
Der Eingang in das gut geschützte gallische Dorf. Fotos: Katharina Behner (30)Elkhausen-Linden. Seit nunmehr 20 Jahren gestaltet die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde Kirchen (Sieg) ihr Sommerlager (SOLA). Auch in diesem Jahr sind in der Zeit vom Freitag, 19. bis Samstag, 27. Juli 2019, wieder 133 Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren gemeinsam mit den etwa 70 freiwilligen Mitarbeitern des SOLA-Teams auf dem Zeltplatz in Linden, oberhalb von Elkhausen, zu finden. Und genau wie vor 20 Jahren lautet das Motto „Asterix & Obelix“.

In der Geschichte rund um das diesjährige SOLA befinden wir uns im Jahre 50 v. Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt... Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem römischen Eindringling Widerstand zu leisten. Hier sind wir in der Welt von Asterix & Obelix. Jedes der teilnehmenden Kinder im SOLA ist ein Teil dieser spannenden Geschichte und dieses Abenteuers.

Jede Gruppe hat ihren eigenen Namen
An diesem Morgen ist es in diesem kleinen gallischen Dorf, dem Lagerplatz noch ruhig. Nach und nach trudeln die 133 Kinder, unterteilt in fünf Gruppen, die sich farblich und durch eigens ausgedachte Namen unterscheiden, mit ihren aufmerksamen Betreuern von einem nächtlichen Ausflug wieder im Lager ein. Sie waren auf der Suche nach dem geheimnisvollen Rezept für den Zaubertrank des Druiden Miraculix und so füllt sich das Lager wieder mit Leben.

Wie kam es aber nun dazu, dass die meisten der Dorfbewohner sich am letzten Abend auf den Weg in die Wildnis machten? Hatte doch der Seher Weitblix den Galliern versprochen, am nächsten Tag sei ein Ausflug mit dem Bus ins Schwimmbad geplant, was bei den aktuellen Temperaturen eine nötige Abkühlung gebracht hätte und wovon die Bewohner mehr als begeistert gewesen wären. Asterix, Obelix und der Druide Miraculix, die den Versprechungen des Gastes kritisch gegenüber standen, hatten sich zur Beratung vom Dorf entfernt. Leider hielt der Seher Weitblix, der als Gast im Dorf vieles versprochen hatte und nun längst über alle Berge war, sein Versprechen nicht: Kein Bus und auch das streng geheime Rezept für den Zaubertrank, der die Situation hätte retten können, war verschwunden. Die Enttäuschung im Lager entsprechend groß. So machten sich die Bewohner auf die Suche nach dem Zaubertrank-Rezept, übernachteten im Wald und kamen erst am folgenden Morgen, leider ohne Rezept, aber dennoch gut gelaunt ins Dorf zurück.

Werte des Lebens spielerisch erfahren
Genau das sind die Themen, berichtet Andrea Weiß vom SOLA-Leitungsteam, die die teilnehmenden Kinder dieses besonderen Zeltlagers Teil der Geschichte werden lassen. Es geht um Vertrauen untereinander, Wertschätzung, „Gemeinsam sind wir stark“ und man ist füreinander da. Hier können die Kinder dies alles spielerisch miterleben und auch mitfühlen. Sei es Enttäuschung, aber auch die Freude darüber, dass man sich in seiner Gruppe auf Versprochenes verlassen kann, das man sich gegenseitig hilft und jeder genau an diesen Werte mitwirken kann und daran beteiligt ist. Quasi wie im richtigen Leben, hier halt auf spielerische Art und Weise. Neben all diesen aufregenden Programmpunkten im SOLA, die sich rund um die Geschichten von Asterix & Obelix drehen, gibt es ein vielfältiges Programm und einen geregelten Tagesablauf.

Unter der Lagerleitung von Sabine Knie und Tobi Klein bereitet sich das gesamte Leitungsteam, bestehend aus Andrea Weiß, Herbert Sturm, Tobi Mauden und Jonas Haupt, früh am Morgen schon mit den Betreuern der einzelnen Gruppen auf jeden neuen Tag vor, bevor die Kinder um 8.30 Uhr geweckt werden und dann um 9 Uhr das erste Mal vom Küchenteam unter der Leitung von Daniela Bredenbach, der Küchenchefin mit Herz, gestärkt werden. Obwohl es schon das ein oder andere Mal eine Herausforderung ist, am Herd bei 30 Grad und mehr noch die köstlichsten Gerichte zu zaubern, herrscht in der Küche eine entspannte und fröhliche Stimmung. So gibt es an diesem Mittag Gulasch mit Schupfnudeln und Tomatensalat oder köstliche vegane Falafel, und der leckere Duft breitet sich schon im Lager aus. Daniela berichtet stolz, dass die Töpfe immer fast leer sind und so macht der Job richtig Spaß.

Zeit für die eigenen Interessen
Es gibt gemeinsame Zeiten im Hauptzelt, die mit Singen, reden, Bibeltexte lesen und anderen gemeinsamen Aktivitäten verbracht werden. Dazwischen gibt es jede Menge Möglichkeiten für die Kinder nach ihren eigenen Interessen aktiv zu werden: Es kann getöpfert, an Speckstein oder Holz geschnitzt werden, Armbänder gebunden, Seife gegossen, gebatikt werden und vieles mehr. Hier ist wirklich für jeden was dabei. Jede der fünf Gruppen hat täglich auch eine wechselnde Aufgabe, die für die gesamte Gemeinschaft wichtig ist, z.B. Mülldienst, sauber machen der Duschen usw.. Dennoch bleibt natürlich Zeit zum Quatschen und Klönen, Fußball spielen oder einfach mal zum nichts tun an einem schattigen Plätzchen und im SOLA-Heft, das jedes Kind gleich zu Beginn der SOLA-Zeit bekommt, gibt es auch immer was zu stöbern und zu lesen. Von Sudoko, über Geschichten, hilfreiche Tipps und Anregungen rund um das Lager, dürfen natürlich die Liedtexte nicht fehlen, die am Abend im Gemeinschaftszelt mit musikalischer Begleitung der Band, die aus Mitarbeitern des SOLA-Teams besteht, lautstark und mit Freude gesungen werden.

Janina Strunk ist die Krankenschwester im SOLA. Auch heute hat sich ein Kind am Bein verletzt, einem anderes hat leichten Schwindel und für alle hat „Nini“, wie sie liebevoll genannt wird, ein Trostpflaster und die richtige Versorgung für die kleinen Notfälle parat.

Unwetter wird zum Teil des Abenteuers
Etwas unbehaglich wurde es am vergangenen Wochenende, als plötzlich ein starker Wind mit heftigem Regenschauer über das Dorf hinweg zog. Alle Bewohner waren aber sicher im großen Gemeinschaftszelt untergebracht und nachdem das ungemütliche Wetter vorbei war, machten sich dann alle gemeinsam dran, ein schief gewehtes Nebenzelt und den mit leichter Schräglage stehenden Aussichtsturm wieder zu befestigen und zu sichern. Auch diese nicht geplanten Vorkommnisse werden so zu einem Teil des gesamten großen Abenteuers.

Nun aber noch einmal zurück zur eigentlichen Geschichte rund um den Zaubertrunk und das nichteingehaltene Versprechen vom Seher Weitblix.

Wie alle schon ahnen, geht die Sache auch dieses Mal wieder gut aus. Am Ende ist für den Abend die gemeinsame Aufarbeitung der Angelegenheit geplant und natürlich wird das Rezept für den Zaubertrank wieder da sein! Besonders große Augen werden alle machen, wenn Asterix und Obelix gemeinsam mit Miraculix dafür sorgen, dass die versprochene Fahrt ins Schwimmbad dann doch am nächsten Tag zustande kommt und die heißt ersehnte Abkühlung im kühlem Nass stattfinden kann, bevor es nach einem großen Abschlussfest Ende der Woche am Samstagmorgen, den 27. Juli 2019 nach einem feierlichen Gottesdienst mit Musik und viel Gesang für die Kinder wieder nach Hause geht.

Für die vielen Helfer heißt es im Anschluss an das SOLA noch einmal gemeinschaftlich umbauen, denn ab dem 30. Juli 2019 wird der Zeltplatz von einer neuen Gruppe bewohnt. Dann heißt es: Herzlich Willkommen im Teen-SOLA, für Jugendliche von 13 bis 16 Jahren. (Katharina Behner)
       
       
       
       
       
       
       
     
Nachricht vom 26.07.2019 www.ak-kurier.de