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Vereine
Furchtlose Ferienkinder fliegen lautlos wie der Milan
An zwei Tagen in den Sommerferien hatte der Segelflugclub SFC Betzdorf-Kirchen insgesamt 30 Kinder aus den Verbandsgemeinden Betzdorf-Gebhardshain und Kirchen zu Gast auf dem Flugplatz in Katzwinkel. Flieger um Flieger zog die 180 PS starke dunkelrote „Husky“ mit Leichtigkeit in wenigen Minuten auf die Ausklinkhöhe von 600 Metern über dem Flugplatz. Direkt nach dem Ausklinken wurde das Fluggeräusch fast unhörbar und der Flug wurde sanfter.
Viele der Kinder kommen nahezu jedes Jahr wieder und lassen sich die Gelegenheit nicht entgehen, lautlos wie ein Raubvogel zu fliegen. (Foto: SFC)Katzwinkel. An zwei Tagen in den Sommerferien hatte der Segelflugclub SFC Betzdorf-Kirchen insgesamt 30 Kinder aus den Verbandsgemeinden Betzdorf-Gebhardshain und Kirchen zu Gast auf dem Flugplatz in Katzwinkel. Sie wollten im Rahmen der Kinder-Ferienspaßaktionen der Jugendpflege beider Verbandsgemeinden mit den großen weißen Fliegern des SFC in die Luft gehen, um lautlos wie ein Milan zu fliegen und ohne Motor im Aufwind zu steigen. Angst hatten die Mädchen und Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren dabei nicht, obwohl beim Erklären und Anziehen der automatischen Fallschirme doch fragende Blicke in Richtung Pilot und Eltern gingen. Aber nachdem alles erklärt war, der Schirm fest am Körper angeschnallt war und die erfahrenen Pilotinnen und Piloten die Instrumente und Steuerorgane der Flieger erläutert hatten, behielten doch die Neugierde und Vorfreude die Oberhand.

Ein echter Teamsport
Wer noch nicht an der Reihe war, konnte sich zeigen lassen, wie das Schleppseil, das Motormaschine und Segler während des Flugzeugschlepps verbindet, eingeklinkt wird oder wie der SFC in der Vereinswerkstatt ein Oldtimersegelflugzeug restauriert. Fleißig halfen die Kinder auch beim Zurückschieben der bis zu 20 Meter großen und 360 bis 420 Kilogramm schweren Segler zum Startplatz und erfuhren so, dass Segelfliegen ein echter Teamsport ist.

Eine neue Perspektive
Flieger um Flieger zog die 180 PS starke dunkelrote „Husky“ mit Leichtigkeit in wenigen Minuten auf die Ausklinkhöhe von 600 Metern über dem Flugplatz. Direkt nach dem Ausklinken wurde das Fluggeräusch fast unhörbar und der Flug wurde sanfter. Schon direkt nach dem Abheben, und dann erst recht mit zunehmender Flughöhe, lernten die Kinder, die Erde und ihre Heimat aus einer ganz neuen Perspektive kennen: Alles am Boden wurde kleiner. Sie erkannten, wieviel Wald es in der Region gibt, wieviel Wald geschädigt ist und in Braun statt in sattem Grün erscheint. Und dass es gar nicht so einfach ist, aus 600 Metern Höhe das eigene Zuhause am Boden zu finden, obwohl man fast genau darüber fliegt.

Freude und Begeisterung
Die lautlosen Flüge dauerten je nach Aufwinden zwischen 15 und 60 Minuten, genug Zeit, um sich an die neue Sehweise zu gewöhnen und das lautlose Gleiten zu genießen. Nach der sanften Landung auf dem Gras der Piste hatten die Kinder dann wieder festen Boden unter den Füßen und tauschten mit ihren Freunden dann strahlend die neuen Erfahrungen und Gefühle aus. Da gab es viel zu berichten, was man alles gesehen hatte und was man während des Fluges gefühlt hatte. „Die Freude und Begeisterung der Kinder ist für die Piloten immer wieder eine besondere Belohnung, auch wenn sie schon viele Hundert oder Tausend Flugstunden im Segler hinter sich haben, das steckt an und motiviert ungemein“, schreibt der SFC dazu per Pressemitteilung.

2020 geht es weiter
Viele der Kinder kommen nahezu jedes Jahr wieder und lassen sich die Gelegenheit nicht entgehen, lautlos wie ein Raubvogel zu fliegen. Der SFC nimmt an den Kinder-Ferienspaßaktionen von Anbeginn teil, und das nun schon im 36. Jahr. Der Verein freut sich jetzt schon auf die Kinder im nächsten Jahr. (PM)
     
Nachricht vom 10.08.2019 www.ak-kurier.de