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Wirtschaft
Neuer Stammtisch: Die Digitalbranche in der Region trifft sich regelmäßig
Die Digitalbranche im Kreis Altenkirchen ist bunt und vielfältig. Wer hätte gedacht, dass es allein im Einzugsbereich Wissen, Hamm, Betzdorf und Kirchen mehr als 30 große und kleine Firmen, Dienstleister und Entscheider in Firmen gibt, die sich in den verschiedensten Ebenen und den vielfältigsten Themen rund um die digitale Welt beschäftigen?!
Die Digitalbranche aus der Region traf sich zum Stammtisch. (Foto: KathaBe)Wissen/Kreisgebiet. Am Dienstag (10. September) fand der erste IT-Stammtisch in den Räumen der Wissener Germania statt. Markus Bläser, Diplom-Informatiker aus Selbach, und Marc Nilius, Diplom-Informatiker aus Wissen, beide mit eigenen ortsansässigen Firmen, hatten sich vor gut einem Monat erstmals in einer kleinen Runde Gleichgesinnter zusammen gefunden mit dem Ziel, sich monatlich mit Menschen aus der Region zu treffen, die in irgendeiner Form in der digitalen Welt beruflich beheimatet sind. So legte man die Rahmenbedingungen fest und beschloss, dass ab September jeden zweiten Dienstag im Monat ab 18.30 Uhr in Wissen in der Germania ein Stammtisch stattfinden soll, bei dem in offener und lockerer Runde Trends und Themen oder einfach nur ein gepflegter „Tech-Talk“ rund um die Angelegenheiten in der digitalen Welt stattfinden soll.

Bläser und Nilius stellten die Idee vor
Bläser und Nilius freuten sich über den regen Besuch, denn gleich am ersten Abend hatten insgesamt zwölf Teilnehmer den Weg zum Stammtisch nach Wissen gefunden. Sie begrüßten die Teilnehmer herzlich. Anbieter für Onlineshops, Entwickler für Bewegungsanalyse, Konstrukteure für Rechenzentren, Web-Entwickler, IT-Administratoren, Cloud-Berater waren dabei. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erläuterten die beiden Organisatoren den Teilnehmern ihre Ideen und Ziele der Treffen. Die Digitalisierung schreite immer schneller voran. Sie betreffe alle Branchen, sie biete viele Chancen und gehe in der heutigen Welt jeden an, so Bläser.

In der digitalen Welt auch vor Ort sichtbar werden
Da hier überwiegend online gearbeitet wird, sind diese Firmen und Dienstleister oftmals nicht bis wenig sichtbar. Weder untereinander kennt man sich noch wissen viele Nutzer und Verbraucher digitaler Angebote, das es hier direkt vor Ort Ansprechpartner gibt, die helfen können und sich bestens in der digitalen Welt auskennen – wenn es um alltägliche Themen, aber auch spezielle Angebote geht wie verschiedenste Cloudprofile, Onlineshops, Bewegungsanalyse, Blogs, Influencing in sozialen Netzwerken oder Warenwirtschaftssysteme. Die Bandbreite der Angebote ist groß und weit gefächert. Ziel soll es sein, sich untereinander besser kennenzulernen, die Profile bekannt zu machen und vor allem auch, dass die verschiedenen Anbieter der Digitalbranche in der Region mehr und deutlicher sichtbar werden. Damit wollen sie auch Wegbereiter sein, so Bläser und Nilius, die die digitale Kultur in unserer ländlichen Region mehr und vor allem sichtbarer voran bringen wollen. Bei der Gestaltung des Abends selbst, könne sogar eine Art Unkonferenz (Barcamp) entstehen, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. Es wäre die Bildung von Interessengruppen zu verschiedenen Visionen denkbar, die vielleicht sogar auch das Thema „Frei-Funk“ im Wissener Stadtzentrum weiter voran bringen, so Nilius. Für Nilius ist dies eine interessante Möglichkeit, um die lokale digitale Kommunikation frei und für alle mittels WLAN-Routern voranzutreiben. Freie Netze werden von immer mehr Menschen in Eigenregie, quasi im Ehrenamt, aufgebaut und gewartet. Zudem wäre es ein weiterer Schritt, auch Wissen noch moderner und für die digitale Welt zu gestalten und zu öffnen.

Auch für die Wirtschaftsförderung interessant
Lars Kober, der bei der Kreisverwaltung Altenkirchen die Wirtschaftsförderung leitet, war auch zum Stammtisch gekommen. Zum einen, weil es ihn privat interessiert, aber auch, weil das Thema Breitbandausbau in der Region immer weiter voran schreitet. Da wiederum passt genau der Stammtisch mit seinem Ziel, das die Angebote, die die vielen Firmen im Umkreis bieten, auch für jeden User präsenter und sichtbarer werden. Denn das, was das Netz nun mit all seinen Möglichkeiten hergibt, will genutzt und gewartet werden. Kober möchte die Gruppe gerne in seinen Möglichkeiten unterstützen.

Der nächste Stammtisch kommt bestimmt
Das nächste Treffen findet am Dienstag, dem 8. Oktober statt, ab 18.30 Uhr in den Räumen der Germania statt. Zukünftig wird der Stammtisch unter der Bezeichnung „Digitaler Stammtisch“ stattfinden. Dies, so die Veranstalter, decke die Breite der Themen umfassender ab. Hierzu sind alle Interessierten eingeladen, damit der Tech-Talk weiter gehen kann. (KathaBe)
   
Nachricht vom 12.09.2019 www.ak-kurier.de