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In die Zukunft denken: Tag der offenen Tür bei Mann Naturenergie
Naturenergie, Elektromobilität, Kunst aus der Region, Unterhaltung für Große und Kleine: Bei Mann Naturenergie ist viel los an diesem Wochenende. Halbstündlich können die Besucher an einer Betriebsführung teilnehmen und erfahren dabei allerlei Interessantes. Viele Aussteller präsentieren ihre Angebote wie zum Beispiel Öfen und Kessel, Solaranlagen, E-Bikes.
Mit moderner Technik ging es über das Mann-Areal in Langenbach. (Foto: ma)Langenbach bei Kirburg. Riesenandrang bereits am Samstagmorgen (14. September) bei der Firma Mann in Langenbach: An diesem Wochenende gibt es wieder die Möglichkeit, beim Tag der offenen Tür das Unternehmen und seine Produktion zu besichtigen. Mann Naturenergie GmbH & Co. KG hat seinen Sitz in Langenbach und liegt optimal für den Betrieb eines Biomasseheizkraftwerkes mit angeschlossener Holzpelletproduktion, rohstoffnah in einer der waldreichsten Regionen Deutschlands, und befasst sich seit 1995 mit Naturenergien.

In die Zukunft denken
Die 300 Quadratmeter große historische Werkstatt ist umfunktioniert zur Cafeteria mit ganz besonderem Flair. Die Gäste können bei leckerem Kuchen und Kaffee oder auch herzhaften Schmankerln historische Maschinen, angetrieben über eine Dampfmaschine, bestaunen. Der geschäftsführende Gesellschafter Markus Mann ist fasziniert vom Historischen in Verbindung mit der Moderne. „Wo kommen wir her, was ist der neueste Stand? Und vor allem: in die Zukunft denken, das ist ganz wichtig.“ Das Unternehmen hat ein hochmodernes, neues Sägewerk gebaut und zeigt auch die moderne Form der Energieerzeugung mit Pelletheizung, Solarenergie sowie die E-Mobilität, die mit mehreren Elektroautos präsentiert wird, die an diesem Wochenende gerne Probe gefahren werden dürfen.

Halbstündlich können die Besucher an einer Betriebsführung teilnehmen und erfahren dabei allerlei Interessantes. Markus Mann erzählt dem AK-Kurier, dass am Tag 14 LKW-Ladungen Rundholz hereinkommen, vier davon gehen wieder raus in Form von Brettern und Balken, sechs in Form von Pellets. „Wir machen aus runden Stämmen eckige Hölzer. Und alles was nicht eckig wird, das wird nachher zu Pellets verarbeitet.“ Davon können sich die Besucher direkt vor Ort überzeugen.

Überangebot an Holz
80 Frauen und Männer sind in der Firma beschäftigt. „Jeder, der bei Mann Pellets oder Strom bestellt, der sorgt dafür, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt, die Menschen hier Arbeit haben“, so der Geschäftsführer. Der Rohstoff aus der Region wird verarbeitet. Momentan gibt es ein Überangebot an Holz, verursacht durch die Borkenkäferplage, durch die die Bäume absterben. Wie Markus Mann informiert, hat das Unternehmen schon immer das günstigste Sortiment gekauft, weshalb es jetzt keinen so starken Effekt auf die Preisentwicklung gebe.

Viele Aussteller präsentieren ihre Angebote wie zum Beispiel Öfen und Kessel, Solaranlagen, E-Bikes. Und der Schmiede-Club aus Weltersburg, regelmäßig ebenfalls zu Gast in Langenbach, zeigt seine handwerkliche Kunst. Auch Gartenfreunde kommen auf ihre Kosten, die Baumschule Hebel zeigt ihr reichhaltiges Angebot an Bepflanzungen. Die Kinder werden mit der Dampfwalze über das Gelände gefahren und Elektro-Roller können getestet werden. „Es ist schon enorm, was aus der alten Technik geworden ist und wie man mit der neuen Technik junge Menschen begeistern kann“, so Markus Mann. Auch eine Horizontalgattersäge, Segway fahren und die Hüpfburg sorgen für regen Andrang.

Auch Kunst wird gezeigt
Im Schulgarten des Geländes zeigen lokale Künstler ihr handwerkliches Können. Da ist zum Beispiel Manfred Calmano aus Herschbach, der die faszinierende Welt des Keramikdesigns präsentiert. Ob Brunnen oder Säulen, Geschirr, Bau-, Architektur-, Bad- oder Gartenkeramik, die aufwändig gefertigten Kunstwerke ziehen die Besucher magisch an. Daneben finden sich aus Metall gefertigte Stelen, die ein Künstler mit einem Blick für das Besondere produziert. Die farbigen Glaselemente fangen das Sonnenlicht ein und geben einen wunderbaren farblichen Reiz.

Ein besonderer Anziehungspunkt, nicht nur für Kinder, sind die beiden Esel, die sich zutraulich streicheln lassen, allerdings schnell das Interesse am Besucher verlieren, wenn der keine Leckerei zu bieten hat. Die Schwarzhalsziegen von Inge und Johannes Rosenkranz aus Derschen kümmert das Getümmel wenig, sie haben die Ruhe weg und liegen gemütlich in der Sonne. Ulrich und Beate Roth, Imker aus Neunkhausen, erklären den Besuchergruppen gerne, wie die Imkerei vonstattengeht. Hermann Josef Wagner aus Birken-Honigsessen bietet Holzkunst in allen möglichen Variationen, ob Schmuck oder Alltägliches für den Hausgebrauch, da leuchten die Augen vor allem der weiblichen Besucher. Und mit alledem ist es nicht genug: auch ein Falkner und eine Clownin sind noch angesagt. (ma)
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
   
Nachricht vom 15.09.2019 www.ak-kurier.de