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Sport
Pablo Kramer hatte das Pech auf seiner Seite
Über 188 Teilnehmer aus 20 Nationen trafen sich am vergangenen Wochenende in Oberbayern, um den letzten Lauf der deutschen Kartmeisterschaft zu bestreiten. Unter den Teilnehmern waren auch vier Weltmeister und viele weitere international extrem erfolgreiche Piloten. Mitten drin, in der heiß umkämpften OK Senior Klasse ging der 14-jährige Pablo Kramer aus Hamm Sieg vom AC-Hamm/Sieg an den Start.
Pablo Kramer (Fotos: privat)Hamm/Ampfing. Schon am Freitag konnte der Youngster zeigen, dass mit ihm zu rechnen ist.
Das Wetter spielte nicht so ganz mit, somit hieß es für die Piloten am Samstag zum Quali die komplette Regenbekleidung über zu ziehen. Bei strömenden Regen, sehr kalten Temperaturen und die Chassis entsprechend abgestimmt, zeigte der ADAC-Stiftung-Sport-Pilot eine fantastische Performance und konnte sich in seiner Gruppe auf Weltklasseniveau den vierten Platz sichern. Kramer fühlte sich bei strömenden Regen in seinem Kart äußerst wohl und machte durch eine derartige Leistung auf sich aufmerksam. Kramer dazu: „Es macht richtig Spaß vorne mit dem Weltmeister und mit den besten Kartfahrern, die es momentan gibt, mit zu fahren.“

Bei den Vorläufen zeigte Kramer auch einen fantastischen Start und konnte einige Runden lang seinen Platz halten, doch leider kam es zu Problemen mit seinem Motor und er musste das Rennen frühzeitig abbrechen. Doch er bekam beim zweiten Heat noch mal die Chance sich für die Finalläufe zu qualifizieren. Jetzt hieß es „Alles oder Nichts“ und voll auf Angriff zu gehen und es gelang Kramer wieder mal zu zeigen, dass er mitmischen kann und so beendete er das Rennen auf Platz 7. Somit war der Startplatz für die Finalläufe am Sonntag gesichert, denn von den 45 Teilnehmer in der OK Klasse werden nur 34 für die Finalrennen zugelassen.

Am Sonntag zeigte sich dann endlich die Sonne und es hörte auf zu regnen. Doch für Kramer lief es überhaupt nicht gut. Er musste im ersten Finale auf Grund eines Defekt abstellen. Das Pech war auf seiner Seite. Trotzdem gelang es ihm am Nachmittag sich noch mal aufzuraffen, das Rennen als letzter zu starten, 9 Plätze gut zu machen und mit einem Platz 23 zu beenden. Eine 5-Sekunden-Strafe zwang ihn von Platz 23 auf 25.

Im 14 Tagen steht das nächste Rennen in Oschersleben bei Magdeburg an. Dort tritt der Hämmerscher zum Bundesendlauf 2019 an. Bis dahin hat Kramer nicht viel Zeit sich zu erholen, denn am kommenden Wochenende muss er wieder nach Bayern reisen, um seinen Fitnesszustand und seine Entwicklung bei einer Leistungsdiagnostik unter Beweis zu stellen. Dort wird geprüft, ob die ADAC-Stiftung-Sport-Piloten, ihre „Hausaufgaben“ gemacht und das ganze Jahr über Ausdauer- und Fitnesssport betrieben haben. Bisher galt Kramer als ein sehr guter Sportler und glänzte stetig mit Topform. Aus diesem Grund bleibt Kramer nicht viel Zeit zur Erholung, bis es dann wieder weiter geht. (PM)
 
Nachricht vom 07.10.2019 www.ak-kurier.de