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Nachricht vom 07.10.2019
Kultur
Newcomer der deutschen Comedy-Szene eroberte das Publikum in Horhausen
Tobias Rentzsch - ein vielversprechender Newcomer der deutschen Comedy-Szene eroberte bei der 30. "Kunst gegen Bares" in Horhausen die Herzen des Publikums. Insgesamt fünf Künstler sorgten für Unterhaltung, die mit "Barem" belohnt wurden. Die Fans der Kleinkunst kamen voll auf ihre Kosten.
Stand Up-Comedy vom Feinsten bei der 30. Kunst gegen Bares in Horhausen. Unser Foto zeigt die Moderatorin (links) mit Sieger Tobias Rentzsch und die weiteren Künstler des Abends. Foto: Sascha Mohr Horhausen. Mit großem Erfolg rollte auch die 30. „Kunst gegen Bares“ in der Café-Lounge „Schwesterherz“ in Horhausen über die eigens aufgebaute Kleinkunstbühne. Moderatorin Larissa Magnus konnte mit kessen Sprüchen ein „volles Haus“ begrüßen; mit Stammgästen, aber auch mit vielen neuen Gesichtern. Diesmal versuchten fünf Künstler, in jeweils ca. 10 bis 15 Minuten, die Herzen des Publikums zu erobern und zu begeistern. Bares steckte am Ende des unterhaltsamen Abends das Publikum zur Belohnung in die jeweiligen „Sparherzen“ der Künstler, die vor der Bühne aufgestellt wurden. Nach der spannenden Auszählung folgte das Ergebnis: Publikumsliebling wurde Tobias Rentsch aus Paderborn. Er hatte am meisten „Bares“ von den begeisterten Gästen erhalten.

Tobias Rentzsch war der Star des Abends
Tobias Rentzsch hat es faustdick hinter den Ohren! Sobald er auf die Bühne kam, sprudelt es nur so aus ihm heraus. Der noch sehr junge Stand Up-Comedian macht vor kaum einem Thema Halt - erzählt aus seinem Alltag, vom Every-Day- Wahnsinn zwischen Männern und Frauen und überrascht sein Publikum auch mit erotisch-pikanten Geschichten hinter vorgehaltener Hand aus seinem Freundeskreis. Schon in der Schule entdeckte der heute in Paderborn lebende Comedian, dass er die Fähigkeit hat, Leute zu begeistern, mitzureißen und zum Lachen zu bringen. „Humor ist für mich, über alles lachen zu können“, sagt Tobias, der neben der Bühne als Schornsteinfeger arbeitet.

Gitarrist und Sänger Eddy Edge auf Platz zwei
Auf Platz zwei landete Musiker und Sänger Eddy Edge. "Ich bin der Eddy und komm aus einem Kuhkaff namens "St. Martins". Das liegt an der Grenze zu Wales. Ich hab Jahrelang in Bands Bass gespielt und viele Songtexte geschrieben. Irgendwann vor ungefähr vier Jahren hab ich das Singen und Gitarre spielen für mich entdeckt und seitdem wurde in mir ein neues Feuer entfacht“, so der Künstler. Eddy Edge ist fast blind ( kann nur 3 Prozent sehen). Aber davon lässt er sich nicht unterkriegen. „Ich hab einfach Lust, so oft wie möglich live zu spielen und mein Ding zu machen. Musik zu machen ist für mich der beste Weg alles was ich fühle auszudrücken, und alles negative was ich erlebe zu verarbeiten. Und es gibt nichts auf der Welt, was mir mehr Spaß macht als Musik zu machen und live zu spielen. Musik ist die Luft die ich atme, und deswegen mit Abstand mein größte Leidenschaft“, so der Acoustic Pop-Punk-Musiker.

Der dritte im Sieger-Bunde war Jan Preuß
Den dritten Platz hatte sich Jan Preuß erobert. Er wird von den Frauen belagert. Das bleibt als Erzieher halt nicht aus. Nicht aber, weil er so wahnsinnig attraktiv und erfolgreich auf Frauen wirkt, im Gegenteil. Womit sollte der Dauersingle in einem von Frauen dominierten Beruf denn angeben? Frauen stehen zwar auf Männer mit Humor, allerdings nur in Kombination mit Geld. Davon gibt es nun wirklich wenig im Erzieherberuf, dafür aber unglaubliche Geschichten aus der Arbeit mit Kindern. Frech, schonungslos ehrlich und manchmal auch fies beleuchtet Jan Preuß eine Welt, in der eine Männerquote durchaus angebracht wäre.

Weitere Künstler des Abends waren Lennard Rosar (Kabarett, Stand-Up, Satire und ein großes bisschen Poetry-Slam) und Shari Litt (Comedy). Am Ende des Programms gab es nicht nur für alle Künstler einschließlich der Moderatorin sondern auch für das gesamte Schwesterherz-Team sowie für Philipp Kalscheid (Technik) anhaltenden Beifall. (rsm)
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