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Nachricht vom 01.11.2019
Region
Kita in Mehren: Eine weitere Investition in die Zukunft
Viel fehlt nicht mehr, dann kann der neue Anbau der Kindertagesstätte (Kita) "Burgwiese" in Mehren genutzt werden. Und mit der Inbeschlagnahme durch die Kids eröffnen sich die Möglichkeiten, die Sanierung im Altbestand zu vollenden.
Froh, dass die Baustelle bald ihre Schuldigkeit getan hat:  Sascha Koch (links), Sandra Kanthak und Roland Müller. (Foto: hak)Mehren. Mehren. Es ist eine weitere Investition in die Zukunft, die die Verbandsgemeinde Altenkirchen sich auf die Fahnen geschrieben hat. Die Generalsanierung der Kita "Burgwiese" in Mehren schlägt mit den vorausgesagten rund 750.000 Euro zu Buche. Lediglich der Kreis Altenkirchen steuert einen finanziellen Obolus in Höhe von 100.000 Euro bei. An Landeszuschüssen fließt nichts in die Kasse der VG, weil durch die Modernisierung keine neuen Gruppen entstehen. Das Facelifting ist jedenfalls schon ein sehr gutes Stück vorangenommen, wie Roland Müller als Planer vom Bauamt der Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen berichtet. Der neue Anbau, der über 130 Quadratmeter Grundrissfläche verfügt, beherbergt Ruhe-, Wickel-, Personal- und Abstellraum, hinzu kommen sanitäre Anlagen und ein Umkleidebereich für die Hauswirtschaftskraft. Die Arbeiten, die im März begannen, liegen im Inneren in den letzten Zügen, so dass eine Nutzung in nur noch wenigen Tagen beginnen kann.

Neue Gastherme im Einsatz
Das ist aber die Voraussetzung, um im alten Teil (rund 250 Quadratmeter) wieder und weiter Hand anzulegen. Dazu zählen die Umgestaltung des Toilettenraums zum Esszimmer, wird die Küche inklusive Einrichtung auf Vordermann gebracht, der Austausch von Fenstern und Türen fortgesetzt, erhalten die Innenwände einen neuen Anstrich, können die Jungen und Mädchen alsbald auf neuen Bodenbelägen herumtollen. In Schall absorbierende Decken sind LED-Leuchten eingelassen. Zudem wird die Kita inzwischen von einer neuen Gastherme mit Wärme versorgt, ist die mit Asbest belastete alte Dacheindeckung durch eine neue ersetzt worden, die aus Aluminiumtafeln besteht, auf die es "40 Jahre Garantie gibt", wie es Müller ausdrückt, "mit ein bisschen Stress ist es eine gute Baustelle."

Abschluss im März 2020?
Gemeinsam mit Müller hoffen Sascha Koch, Leiter des Fachbereichs "Soziales und Generationen" im Altenkirchener Rathaus und Kita-Chefin Sandra Kanthak, dass im März des kommenden Jahres der Abschluss der Sanierung gefeiert werden kann, dass die Einschränkungen, die sich aus dem Miteinander von Bauarbeitern, Kindern und den sieben Angestellten (Voll- und Teilzeit) zwangsläufig ergeben haben, ihr Ende finden. "Wir freuen uns darauf, sind aber auch froh, dass wir in einigen Punkten, wie zum Beispiel bei der Auswahl der passenden Möbel, mitsprechen durften", sagt Kanthak. Im Außenbereich hat sich nicht viel getan. Der Zaun um das Grundstück, das beinahe direkt am Mehrbach liegt, wurde und wird komplett erneuert, vor dem Haus wird es ein paar zusätzliche Pkw-Stellplätze geben.

"Burgwiese" 1981 eingeweiht
Die aktuelle Betriebserlaubnis umfasst zwei geöffnete Gruppen mit jeweils 25 Plätzen (davon jeweils maximal 6 U3-Plätze). Insgesamt können somit 50 Kinder (davon maximal 12 U3-Kinder) aus dem Einzugsbereich der Ortsgemeinden Ersfeld, Forstmehren, Mehren und Rettersen aufgenommen werden. 24 Plätze stehen als Ganztagsplätze zur Verfügung. Dieses Kontingent ist momentan ausgeschöpft. Das Gebäude wurde im Jahr 1981 als eingruppige Einrichtung errichtet. 1993 erfolgte der Anbau eines weiteren Gruppenraums. Seitdem wird die "Burgwiese" als zweigruppige Kita geführt. Aufgrund der räumlichen Situation wäre eine Aufstockung der Ganztagsplätze derzeit nicht möglich. Darüber hinaus ist ein Platzbedarf von mehr als 40 Plätzen mit dem Jugendamt der Kreisverwaltung Altenkirchen sowie dem Landesjugendamt abzustimmen. In der Verbandsgemeinde Altenkirchen gibt es insgesamt zwölf kommunale und zwei christliche Kindertagesstätten. (hak)

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