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Kultur
Bartels-Bühne mit „Pension Schöller“ in Dernbach zu Gast
Mit ihrer spritzigen Komödie „Pension Schöller“ war die Bartels-Bühne aus Flammersfeld im „TheARTrale“ in Dernbach zu Gast. Vor ausverkauftem Haus brannten die Schauspieler der Bartels-Bühne ein Feuerwerk an Gags ab und am Ende blieb die Frage offen, was verrückt ein eigentlich bedeutet und ob es nicht manchmal auch nur die Sichtweise ist, die den Standpunkt bestimmt.
Impressionen vom Stück von Ulrike PuderbachDernbach. Alfred Klapproth ist der klassische, ewige Student. Großzügig von seinem Patenonkel unterstützt lebt er zusammen mit seiner Kommilitonin Chrissie und einigen anderen illustren Charakteren in der Pension von Elfie Schöller, doch statt sich seinem Psychologiestudium zu widmen, arbeitet er lieber zielstrebig an einer Karriere als You-Tuber. Die WG in der Pension dient ihm dabei als Bühne.

Alles könnte so wunderbar sein, würde nicht eines Tages ein Brief von Onkel Phillip Klapproth eintrudeln, der für den nächsten Tag den Besuch des Erbonkels ankündigt. Alfred hat keine Ahnung, wie er seinem Onkel erklären soll, dass er sein Studium nicht mit dem erwarteten Ehrgeiz betreibt. Kommilitonin Chrissie hat die rettende Idee – warum nicht einfach die etwas schrullige WG zu einem Projekt im Rahmen des Studiums erklären und Onkel Phillip erzählen, dass Alfred psychisch Kranke betreut. Gesagt, getan - doch was sich zunächst wie ein genialer Plan anhörte, erweist sich in der Umsetzung als deutlich komplizierter.

Die Mitbewohner bekommen gesagt, Onkel Phillip sei dement und Onkel Phillip wird Glauben gemacht, die skurrile Schriftstellerin Josephine, die Jägerin Freihild und der mit einem Sprachfehler geschlagene Möchtegern-Schauspieler Eugen seien Bewohner eines Irrenhauses. Alles geht gut und als Onkel Phillip am nächsten Morgen wieder abreist, atmen alle auf. Doch das Schicksal nimmt seinen Lauf, als die drei vermeintlich Irren beschließen, Phillip mit einem Besuch auf seinem Landgut, wo er mit seiner Schwester und seinem Neffen lebt, zu überraschen. Auf dem Gut geht es drunter und drüber und am Ende weiß niemand mehr so recht, wer hier verrückt ist und wer nicht.

Alfred, der sich nach einem Anruf seines Cousins gemeinsam mit Elfie Schöller, ihrer Tochter Friederike und Kommilitonin Chrissie sofort auf den Weg zum Gut seines Onkels macht, wo sich die Ereignisse inzwischen überschlagen, bleibt nichts Anderes übrig, als die ganze Geschichte zu beichten. Doch Onkel Phillip, den inzwischen Amors Pfeil getroffen hat, verzeiht Alfred seine Schwindelei, da er nur dadurch Elfie kennengelernt hat.

Mit viel Humor und Herzblut erweckten die Schauspieler die Charaktere zum Leben und bei den zahlreich erschienenen Zuschauern blieb während der zweistündigen Vorstellung kein Auge trocken. Und so können sich die Zuschauer mit Sicherheit auch beim nächsten Stück wieder auf einen Besuch der Bartels-Bühne im „TheARTrale“ in Dernbach freuen. Ulrike Puderbach
       
       
       
Nachricht vom 02.12.2019 www.ak-kurier.de