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WW-Bank: Drei Millionen Euro für Standort Altenkirchen
Die Westerwald Bank am Schlosspaltz in Altenkirchen wird umgebaut und modernisiert. Nach Wissen und Betzdorf wird jetzt in der Kreisstadt kräftig investiert, um das bestehende Bankgebäude auf den neuesten technischen Stand zu bringen. Die Bank zieht für die Dauer der Baumaßnahme in die Wilhelmstraße 41, Baubeginn ist Mitte August.
Altenkirchen. Mit einer Investition von rund drei Millionen Euro modernisiert die Westerwald Bank ihre Altenkirchener Geschäftsstelle am Schlossplatz. Insbesondere der Altbestand aus dem Jahr 1977 soll nach rund einem Jahr Bauzeit auf den neuesten technischen Stand gebracht werden und modernsten Service bieten. Insgesamt betreut die Bank am Standort Altenkirchen rund 16.000 Kunden. Baubeginn ist Mitte August, die umfangreichen Modernisierungs- und energetischen Sanierungsmaßnahmen sollen ein Jahr dauern. Vorher zieht die Westerwald Bank um, und zwar in die Wilhelmstraße 41, dort befand sich die ehemalige Raiffeisenbank 2000 und der Eckschank als ehemalige Gaststätte. Das Ausweichquartier wird am 8. und 9. August bezogen, ein spezieller Bankcontainer wird aufgestellt, um die Selbstbedienungsbereiche anzubieten.
Zur öffentlichen Präsentation des Bauvorhabens hatte die Westerwald Bank geladen und dazu auch Bürgermeister Heiko Höfer gebeten. "Die Westerwald Bank hat in Altenkirchen eine lange Tradition und bekennt sich nachdrücklich zu diesem Standort", unterstrich Paul-Josef Schmitt, für die Geschäftstellen verantwortlicher Vorstand der Westerwald Bank, anlässlich der Präsentation der Sanierungs- und Umbaupläne. Zusammen mit den Vorstandskollegen Wilhelm Höser und Markus Kurtseifer stellte Schmitt die Pläne vor. Die Diplom-Ingenieurin Christina Patt vom Architekturbüro Heiko Schmidt und der Innenarchitekt Achille Donzelli gaben die Informationen im Detail.
Das aus Jahr 1977 stammende Gebäude ist in die Jahre gekommen. Eine energetische Sanierung, neue Technik und mehr Komfort sollen in die neue Bank Einzug halten. Brandschutzauflagen werden umgesetzt, und ein barrierefreier Zugang (behindertengerecht)zu den Stockwerken ermöglicht werden, auch zum Tresorraum im Keller. Eine umfassende technische und energetische Sanierung ist das Ziel. So werden Gebäudehülle, Fenster und Dach des in die Jahre gekommenen Gebäudes energiesparend gedämmt und erneuert, Heizung, Klima- und Lüftungsanlagen umfassend modernisiert. Die vorhandene Dachgeschosswohnung wird zurückgebaut.
Daneben steht auch die Komplettsanierung der Bürotrakte in den beiden Obergeschossen an. In der Kundenhalle im Untergeschoss entstehen insgesamt neun moderne Beraterbüros. Zudem wird es neben dem vertrauten Selbstbedienungs-Bereich mit Geldausgabe- und Einzahlungsautomat, Kontoauszugsdruckern, Münzrollengeber und Münzeinzahlautomat zeitgemäße Serviceinseln für Standardgeschäfte und die direkte Betreuung der Kunden geben. Auch der Eingangsbereich wird vergrößert werden, damit insbesondere die kalte Winterluft nicht mehr direkt in den Innenraum strömen kann. Eine moderne Außenhülle macht dann den optischen Reiz der umgebauten Bank aus.
"Realisiert wird dies alles von Unternehmen, Dienstleistern und Handwerkern aus der Region", sagte Schmitt. Das gehöre bei der Westerwald Bank zur Philosophie. Schließlich, so der Tenor des Vorstandes, lebe man in der Region und von der Region. Insgesamt habe die Westerwald Bank seit 2003 14,6 Millionen Euro in die Modernisierung ihres Geschäftsstellennetzes investiert.
Altenkirchens Bürgermeister drückte seine Freude über die Millioneninvestitionen der Westerwald Bank in der Kreisstadt aus. Damit werde auch die Innenstadt aufgewertet und es sichere die Zukunft der Stadt und Region. Die energetische Sanierung wertete Höfer als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Dann wurde Höfer ernst: Er befürchtet, dass man das enge Band zwischen Kommunen und der Wirtschaft mit der Diskussion in Berlin um die Abschaffung der Gewerbesteuer zerschlagen wird. "Wir brauchen die Gewerbesteuer und die geplanten Einkommenssteuerreformen sind der falsche Weg", sagte Höfer. Ohne die örtliche Gewerbesteuer seien die Kommunen nicht lebensfähig und könnten ihre Aufgaben nicht wahrnehmen.
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So wird die Westerwald Bank nach Umbau und Sanierung aussehen, die Animation zeigt die Ansicht Schlossplatz.
 
Nachricht vom 17.06.2010 www.ak-kurier.de