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Skate- und Bike-Park für Altenkirchen soll bald kommen
Die Wartezeit hat ihren Zenit sehr deutlich überschritten, der im Sportzentrum auf der Glockenspitze in Altenkirchen geplante Skate- und Bike-Park die längste Zeit in den Köpfen der Ideengeber und in Plänen existiert. Die Verwirklichung ist in den Sommermonaten vorgesehen.
Auf dieser Fläche (im Vordergrund) im Altenkirchener Sportzentrum wird der Skate- und Bike-Park mit der Längsseite parallel zur Wendeplatte verwirklicht. (Foto: hak)Altenkirchen. Gut Ding will Weile haben: Das sagen sich gewiss all diejenigen, die sich auf den Skate- und Bike-Park im Altenkirchener Sportzentrum freuen. Schon seit über zwei Jahren ist das Projekt ins Auge gefasst. Nun scheint die Realisierung auf der Glockenspitze in gar nicht mehr allzu ferner Zukunft möglich. "Wir hoffen, dass die Baugenehmigung in den nächsten beiden Wochen vorliegt", sagt Matthias Gibhardt als Vorsitzender der nur wenige Monate alten "Street & Action"-Abteilung der ASG Altenkirchen, deren Mitglieder so sehr auf das neue Betätigungsfeld hoffen. Liegt das schriftliche Okay aus dem Kreishaus vor, kann Landschaftsarchitekt Martin Heinemann, der an der Sanierung der Fußgängerzone der Kreisstadt intensiv beteiligt war, weitere administrative Dinge in die Wege leiten. Die Ausschreibungen für die einzelnen Gewerke müssen auf den Markt gebracht werden, ehe die Angebote gesichtet und die Aufträge vergeben werden können. Mit der offiziellen Einweihung rechnet Heinemann "in den Sommermonaten".

In der Nähe der Wendeplatte
Der Bauplatz steht längst fest. Er befindet sich in der Nähe der Wendeplatte (Busbahnhof und Parkflächen) und nur wenige Schritte von der Kindertagesstätte Glockenspitze entfernt, praktisch dort, wo über viele Jahre hinweg schon eine Halfpipe stand. Die neue Freizeitanlage hat eine Länge von rund 25 und eine Breite von rund 8 Metern. Sie wird auf einem ebenen Schotterbett errichtet, aus Betonfertigteilen zusammengesetzt und bietet mit ihren verschiedenen Elementen, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade wiederspiegeln, allerhand Möglichkeiten der Nutzung für Skateboard- und Bikeliebhaber. Die Ränder werden schließlich mit Pflastersteinen umgeben. Alles in allem gesehen ist der Aufwand, das sportliche Betätigungsfeld Wirklichkeit werden zu lassen, nicht riesengroß. Zudem kann es rund um die Uhr befahren werden, da zu jeder Tages- und Nachtzeit der Zugang besteht.

Andere Standorte überlegt
Dieser Standortwahl waren Überlegungen vorausgegangen, die Konstruktion näher an die Innenstadt heranzurücken. Verworfen wurde die Ansiedelung im Weyerdamm/Parc de Tarbes, weil, wie Gibhardt schon vor geraumer Zeit dargestellt hatte, Angebote für Jugendliche dort nie gut angenommen worden waren. Zu berücksichtigen galt außerdem, dass zu einer Wohnbebauung ein gewisser Abstand eingehalten werden musste. Deshalb kam auch der Marktplatz nicht zum Zuge, so dass Gibhardt letztendlich von einem guten Kompromiss im Hinblick auf die Glockenspitze mit direkter Anbindung ans Sportzentrum und ans Sporthotel mit seiner Boulder-Wand sprach.

Finanzierung gesichert
Die Finanzierung ist schon geraume Zeit in trockenen Tüchern. Waren die ersten Überlegungen noch von Kosten in Höhe von 60.000 Euro ausgegangen, mussten diese auf 70.000 Euro korrigiert werden. Dennoch ist die erste Summe die Grundlage, die für die Berechnungen der Zuschüsse der öffentlichen Hand greift. Der Landessportbund Rheinland-Pfalz beteiligt sich mit 35 Prozent, der Kreis Altenkirchen mit 25, die Stadt mit 15 und die Verbandsgemeinde mit 10 Prozent. Der Rest geht zu Lasten der ASG Altenkirchen, die sich glücklich schätzen kann, den Zuwachs um 10.000 Euro ebenfalls abfangen zu können. "Mit Engagement, einem Spenden-Wandermarathon und vielen Einzelspenden kann selbst die Steigerung ausgeglichen werden", freut sich Gibhardt, dass die lange Wartezeit nicht noch mit der Akquise weiterer Spenden ausgefüllt war. (hak)
Nachricht vom 11.02.2020 www.ak-kurier.de