AK-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Kreis Altenkirchen
Region
Was Wissen neben Straßenausbaubeiträgen sonst noch bewegt
Auch wenn die Abstimmung zu den Straßenausbaubeiträgen und der Weg dahin großen Raum in der Sitzung am Montag (10. Februar) einnahm, standen noch viele weitere interessante Themen und Ausblicke auf kommende Veranstaltungen auf der Agenda des Wissener Stadtrates.
„Die Arbeiten in der Steinbuschanlage liegen auf der Zielgeraden, nun wurde die Benutzungssatzung des Intergenerationenparks abgesegnet.“ (Foto: Stadt Wissen)Wissen. Nachdem die Entscheidung für die grundsätzliche Einführung der wiederkehrenden Straßenausbaubeiträge (WKB) am Montag (10. Februar) in der Ratssitzung unter großem öffentlichen Interesse gefallen war und die meisten der Besucher den Saal verlassen hatten, widmete sich das Gremium weiteren wichtigen und aktuellen Themen im öffentlichen Teil der Sitzung. Währenddessen sammelte die Bürgerinitiative Wissen (BI) draußen bereits Unterschriften für ein Bürgerbegehren, um weitere Schritte gegen die Einführung der eben noch vom Rat beschlossenen Einführung der WKB vorzunehmen.

Benutzungssatzung für Steinbuschanlage abgesegnet
Wie in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 23. Januar besprochen und abgestimmt, wurde dem Stadtrat die Benutzungssatzung für den Intergenerationenpark Steinbuschanlage vorgelegt. Diese wurde mit insgesamt 16 Dafür-, vier Dagegen-Stimmen und zwei Enthaltungen abgesegnet. Austauschbedarf gab es vorab allerdings wieder zum Thema Hundeverbot. Dem Antrag der SPD auf Änderung, das Verbot zu lockern und Hunde angeleint und auf den Wegen zuzulassen, hatte keinen Erfolg. Einerseits solle der Park eine Begegnungsstätte für alle sein und auch gerade für ältere Menschen, die oft mit ihren Hunden spazieren gehen, so Eva-Maria Brück (SPD). Demgegenüber stehe allerdings der Konflikt, so Sebastian Papenfuß (CDU) zwischen Hundehaltern und spielenden Kindern und dem entstehenden Hygieneproblem, zumal Hundetoiletten sehr teuer in der Unterhaltung seien. Ebenfalls gilt im neuen Park, der ein Alleinstellungsmerkmal in der Region darstellen dürfte, das Verbot Alkohol oder andere Drogen mitzubringen und zu konsumieren.

Harald-Wilke-Stiftung
Wie der im Jahr 2016 verstorbene Harald Wilke es sich in seinem Testament gewünscht hatte, richtet die Stadt Wissen, die Wilke als Erbin seines Vermögens von rund 207.000 Euro eingesetzt hatte, nun eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit dem Namen „Harald-Wilke-Stiftung“ ein. Die jährlich anfallenden Zinsen aus dem Vermögen werden zukünftig für mildtätige Zwecke verwendet und an notleidende und hilfsbedürftige Menschen verteilt werden.

Veräußerung einer städtischen Wohnung
Weiterhin steht aktuell die Veräußerung der städtischen Wohnung in der Amselstraße 1 in Wissen an, die die Stadt geerbt hatte. Der Verkehrswert der 55 Quadratmeter großen Wohnung beläuft sich auf 62.000 Euro. Eine Sanierung im Hinblick auf Schimmelbefall erfolgte bereits, weitere Renovierungs- und Sanierungsarbeiten sollen nun nicht mehr stattfinden und so steht der Verkauf der Wohnung in Kürze an.

20-jähriges Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Wissen und Krapkowice
Im Mai 2000 wurde die Städtepartnerschaft zwischen den Städten Stadt Krapkowice und Wissen in einer Festveranstaltung im Pfarrheim begründet. Zum Anlass des nun 20-jähringen Jubiläums findet in der Zeit vom 18. bis 22. Juni ein Treffen der Partnerstädte in Krapkowice statt. An der Fahrt dorthin werden neben Stadtratsmitgliedern und ehrenamtlichen Bürgern noch weitere geladene Gäste teilnehmen.

Besetzung Migrationsbeirat
Ein Migrationsbeirat befasst sich mit allen Fragen der Migration, Inklusion und Partizipation. In Wissen hat dieser insgesamt neun Mitglieder, der aus Ratsmitgliedern und weiteren Mitgliedern (Bürgern) besteht. Neben der CDU, die bereits ein Mitglied aus ihren Reihen gestellt hat, sollen die Personen aus den Fraktionen SPD, FWG und Grünen noch benannt werden.

Geplante Gedenkfeier „75 Jahre Kriegsende“
Für den 11. März 2020 ist ab 10 Uhr die Veranstaltung „75 Jahre Kriegsende“ im Kulturwerk unter anderem mit Teilnahme von Schülern des Kopernikus-Gymnasiums und eventuell der Marion-Dönhoff-Realschule Wissen geplant. Genau am 11. März 1945 wurde der Kernbereich von Wissen durch einen Luftangriff der Alliierten in Schutt und Asche gelegt. Obwohl schon mehrere Luftangriffe auf Wissen geflogen wurden, war dies der verheerendste, mehrere hundert Menschen ließen dabei ihr Leben. Während der Gedenkfeier ist neben der Vorführung des Films „70 Jahre Kriegende“ (Nachtschicht V aus 2015) eine Wanderung zum Denkmal der Zwangsarbeiter (ehemalige Latrinen) geplant, wo Vorträge von Schülern gehalten werden und auch eine Kranzniederlegung geplant ist. Am Abend wird um 19 Uhr ein Ökumenisches Abendgebet in der katholischen Pfarrkirche Kreuzerhöhung stattfinden. Zur Wanderung zum Zwangsarbeiter-Denkmal und zum Ökumenischen Gottesdienst sind die Einwohner der Stadt und der Verbandsgemeinde Wissen sowie alle interessierten Bürger herzlich eingeladen. Weitere Informationen hierzu sollen noch bekannt gegeben werden. (KathaBe)

Nachricht vom 12.02.2020 www.ak-kurier.de