AK-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Kreis Altenkirchen
Region
Abschlusspräsentation der Fachschule Technik an der BBS
Die Abschlussprojekte der Schulform „Fachschule Technik“ an der Berufsbildenden Schule Betzdorf-Kirchen wurden nun öffentlich präsentiert. Die Ausstellung markiert das Ende der 3,5-jährigen Ausbildung der 29 angehenden staatlich geprüften Techniker.
Die öffentliche Präsentation inklusive der Ausstellung aller Projekte bildet die Ziellinie der Ausbildung. (Foto: BBS Betzdorf-Kirchen)„Alles, was wir in den letzten 3,5 Jahren hier gelernt haben, bekam durch die Abschlussarbeit ihren Sinn. Wir konnten unser gesamtes Know-How in unser Projekt stecken“, beschrieb Yannik Brücksken, Schüler des 2016er-Jahrganges der Technikerschule, seine gesammelten Erfahrungen der vergangenen sechs Monate. So lange dauerte die Arbeit von 29 angehenden staatlich geprüften Technikern, die insgesamt elf unterschiedliche Projekte planten und umsetzten. Die öffentliche Präsentation am 11. Februar 2020 - inklusive der Ausstellung aller Projekte - bildete nun die Ziellinie ihrer Bemühungen.

Als die „Kür“ beschrieb Schulleiter Michael Schimmel die externe Darstellung am Dienstagabend, nachdem vergangenen Samstag durch die bewerteten internen Präsentationen die „Pflicht“ absolviert wurde. „Die Fachschüler können stolz auf das Erreichte sein“, fuhr Michael Schimmel fort, der die Fachschule Technik, deren Abschluss mit dem universitär zu absolvierenden „Bachelor“ gleichgesetzt ist, als „Weiterqualifizierung auf hoher Ebene“ herausstellte. Nicht zuletzt deswegen freute sich der Schulleiter über die vielen vertretenen regionalen Politiker, durch die der Abend eine besondere Wertschätzung erfahre.

Einer von ihnen war Landrat Dr. Peter Enders, der damit zum ersten Mal in dieser Funktion zu Gast an der BBS Betzdorf-Kirchen war und auch gerne bereit war, ein Grußwort zu sprechen.

Dabei betonte er den immer deutlicher werdenden Fachkräftemangel in der „Metallregion“ des Landkreises. Gerade deswegen sei er froh, dass sich die Fachschule Technik zu einer Ideenschmiede entwickelt hat. „Die BBS war schon immer nah dran an dem, was wichtig ist“, führte er aus und wandte sich mit den Worten „Sie sind als Techniker wichtig für die Region“ direkt an die Protagonisten des Abends.

Daran konnte auch Harald Alzer, Leiter der Fachschule Technik, in seiner Rede anschließen. Innovation und Fortschritt gäbe es nicht ohne Neugier nach Wissen, gepaart mit der Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, beschrieb Alzer den anstrengenden Weg zum Erfolg, den die jungen Erwachsenen nun seit knapp vier Jahren in der Teilzeitschulform zurücklegen.

Anschließend übergab er das Wort an den oben zitierten Yannik Brücksken, der gemeinsam mit René Salverius und Carsten Schneider, stellvertretend für alle weiteren Schüler der Technikerschule, das Abschlussprojekt „Neukonstruktion einer Rundbiegemaschine“ vorstellte. Die Rundbiegemaschine sollte sowohl elektrisch gesteuert als auch angetrieben sein. Dafür stand der Gruppe ein Budget von 25.000 € zur Verfügung. „Es galt während des Projektes, viele Lösungen zu finden“, fasste René Salverius ihre Herausforderungen zusammen. Die Art und Weise, wie sie diese Lösungen fanden und ihren Zuschauern auf der Großbildleinwand darstellten, war beeindruckend.

Im Anschluss an die exemplarisch vorgestellte Präsentation lud Harald Alzer die Zuschauer auch an die weiteren zehn Projektstände im Foyer der Schule ein, an denen noch lange Zeit viele interessante und informative Gespräche stattfanden. (PM)
Nachricht vom 12.02.2020 www.ak-kurier.de