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Richtfest in Pleckhausen zünftig gefeiert
Das Modellprojekt Feuerwehrgerätehaus und Dorfgemeinschaftshaus und jetzt auch Jugendraum in Pleckhausen feierte am Freitag Richtfest. Es steht als beispielhaftes Projekt für eine Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsgemeinde Flammersfeld. Im April des kommenden Jahres Jahres soll das Einweihungsfest stattfinden. Investiert werden rund 2,5 Millionen Euro.
Pleckhausen. Am 23. Mai des letzten Jahres wurde im Rahmen des Feuerwehrfestes in Pleckhausen der symbolische Spatenstich für das neue Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshaus durchgeführt. Trotz des harten Winters ging der Bau zügig voran und am Freitag wurde Richtfest gefeiert. Ortsbürgermeister Alois Eul erinnerte in seiner Ansprache an die wichtigen Etappen, die nun mit dem Richtfest gefeiert wurden. Wenn alles so gut weiterläuft soll im April des nächsten Jahres die Einweihungsfeier stattfinden.
Zum Richtfest waren die Nachbarn der Baustelle, die Ratsmitglieder (Orts- und Verbandsgemeinde), die Feuerwehrabordnungen, die Bürgermeister, die Vertreter der Kreisverwaltung, der Baufirmen und der Architekt Gerhard Hinz gekommen. Eul dankte für eine gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, die es möglich machten nun das Richtfest zu feiern. Das Modellprojekt mit einem Volumen von rund 2,5 Millionen Euro erfuhr auch noch eine Änderung. Die Ursprungsplanung im Teil des Dorfgemeinschaftshauses wurde dahin gehend abgeändert, das ein Jugendraum eingerichtet wird. „Unser heutiges Richtfest kündigt für unsere Gemeinde eine wichtige soziale Errungenschaft an, ein Domizil, dass den Bedürfnissen unserer Kinder und Jugendlichen entsprechen soll und in dem sich die Bürger wohlfühlen sollen sowie für unsere Feuerwehr wird das Ende des alten Feuerwehrgerätehauses eingeläutet“, sagte Eul.
Bürgermeister Josef Zolk ging in seiner Ansprache die Bedeutung des neuen Gebäudes für die Feuerwehr und die lebendige Dorfgemeinschaft ein, die das Haus demnächst mit Leben füllen werden. Gerade mit Blick auf die veränderten Anforderungen an die Wehrleute sei das alte Gerätehaus nicht mehr funktionsfähig. „Mit Hilfe des Landes, des Landkreises, der Verbandsgemeinde bauen wir hier, Wir bündeln Kräfte und schaffen für die Zukunft. Gemeinsam mit der Ortsgemeinde schaffen wir das lang ersehnte Feuerwehrhaus und das Dorfgemeinschaftshaus“, sagte Zolk. Sein Dank galt den Vertretern der Ortsgemeinde, den örtlichen Feuerwehrleuten, den Ratsmitgliedern und den Fraktionen für die konstruktive Zusammenarbeit. „Lieber Alois Eul, es ist schön, dass wir hier gemeinsam bauen“, meinte Zolk. Man bündele Kräfte, senke damit Kosten und gestalte gemeinsam.
„Wir bauen modern, aber ohne Schnick-Schnack. Und das die Ortsgemeinde für den Jugendraum im Jugendpartizipationsprojekt der Raiffeisenregion beteiligt ist, freut mich besonders, weil ich für dieses Projekt wahrlich gekämpft habe“, sagte Zolk.
Bevor zünftig gefeiert werden konnte hatten die Zimmerleute das Wort. Ein schön geschmückter Richtbaum schmückte den First und Zimmermeister Martin Leyendecker von der Firma Kaulbach aus Dernbach zusammen mit den Gesellen Andreas Giel und Florian Diehl stand auf dem Dach.
Der Richtspruch des Zimmermeisters: „ Alle eint nach Müh´und Plage Richtfestfreud´an diesem Tage, und von luftig hohen Ort führt der Zimmermann das Wort. Er weiht den Neubau zünftig ein, legt seinen Segen stolz hinein.
Soll ein solches Werk gelingen, muss man´s Haus zum Bauplatz bringen, wohlgebaut nach kühnem Plan, den ein Meister klug ersann. Und sieh mal an, der Bau – er steht, eh´man sich recht umgedreht. Und eins, zwei, drei- man glaubt es kaum, sitzt auf dem First der Bänderbaum.
Nun mögen mit geschickten Händen es andre Künstler noch vollenden, das Innere fein schmücken aus, dann wird´s bestimmt ein prächtig Haus. Ich bring heut auf des Handwerks Schar voll Freuden meinen Glückwunsch dar, und bin als Zimmermann drauf Stolz, dass vieles hier auch noch aus Holz.
Nach altem Brauch und guter Sitte, werf´ ich das Glas dort in die Mitte. Zerschmettre Glas – mein Spruch ist aus, wir brechen auf zum zünft´gen Schmaus.
Klar, das geleerte Glas zerbrach in viele Scherben.
Dann schlugen Zolk und Eul gemeinsam den symbolischen „letzten Nagel“ ins Holz. Auch ein schöner Brauch, der in diesem Fall für ein beispielhaftes gutes Miteinander beim Bau des Modellprojektes stand. (hw)
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Zimmermeister Martin Leyendecker (links) sprach den Richtspruch in Pleckhausen nach altem Brauch hoch oben neben dem geschmückten Baum. Fotos: Helga Wienand
       
   
Nachricht vom 26.06.2010 www.ak-kurier.de