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Naturerlebnisse des Förderkindergartens
Interessante Naturerlebnisse gab es für die Kinder des Förderkindergartens der Lebenshilfe Wissen vier Tage lang in einer Waldhütte am Ortsrand von Heimborn. Da wurde vor Ort erlebt, was die Natur so alles zu bieten hat.
Wissen. Was hat die Natur eigentlich alles zu bieten? Welche Tiere gibt es bei uns im Wald, in den Wiesen und rund um den Bach? Und wie wandelt sich der Wald im Laufe des Tages? Um sich diese und viele andere Fragen zu beantworten, haben die Kinder des Förderkindergartens Wissen vier Tage lang das Kindergartengebäude gegen ein Abenteuer in der Natur getauscht.
Die Waldhütte am Ortsrand von Heimborn diente als Mittelpunkt der Waldtage und war der Ausgangspunkt für viele aufregende Erlebnisse. Hier hatten die Kinder die Gelegenheit, sich einmal (fast) ohne Grenzen frei in der Natur zu bewegen und Vieles zu entdecken. Freiraum zu besitzen und nach eigenen Interessen zu nutzen, war für viele Kinder eine neue und wichtige Erfahrung. Bemerkenswert war, dass kein Kind die größeren Freiheiten ausnutzte. Neugierig wurde die neue Umgebung erkundet. Ein steiler Hang wurde ausgiebig zum Klettern, Hinunterrutschen und Spielen genutzt. Einige Kinder erlebten , dass man auch im Wald ganz prima malen kann, wenn man eine Felswand und ein paar Steine findet. Eine Wanderung führte die Kinder zum Zusammenfluss der kleinen und großen Nister. Bei sehr warmen Wetter konnten die Kinder im Wasser spielen , Steine hineinwerfen und Vieles mehr. Der 7 jährige Kevin fand es ganz spannend, mit seinem Rollstuhl ein Stückchen ins Wasser geschoben zu werden und dadurch mitten im Geschehen zu sein. Ein ganz besonderes Erlebnis war die Walderfahrungsführung mit Förster Fritz Rhensius vom Forstrevier Schönstein. Er vermittelte den Kindern sehr anschaulich Naturerfahrungen. Sie lernten vielfältige Baumarten kennen, das Blattwerk ertasten und schätzten, wie alt ein Baum werden kann. In einem interessanten Rundweg lernten die Kinder verschiedene Pflanzen, Gestein, Moos und Tiere kennen. Anschaulich zeigte Förster Rhensius aus seiner geheimnisvollen Tasche verschiedene archivierte Käferexemplare. Ein Highlight war ein beeindruckender ausgestopfter Mäusebussard und eine hübsche Schleiereule, die die Kinder genau aus nächster Nähe betrachten und das Gefieder streicheln durften. In verschiedenen Tastkästen wurden neugierig Naturmaterialien gefühlt, die zuvor auch im Wald entdeckt wurden. Auf ihre zum Schluss gelegten Moosgesichter, die nach verdeckter Vorlage gestaltet wurden, waren die Kinder sehr stolz.
Für alle Beteiligten waren die Naturerlebnistage eine große Bereicherung und leisteten einen wesentlichen Beitrag zur Integration.
Nachricht vom 23.07.2010 www.ak-kurier.de