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Kirchener Feuerwehr übte auf dem Stegskopf
Auf dem Truppenübungsplatz Stegskopf absolvierte jetzt die Feuerwehr der Stadt Kirchen eine Übung. Geprobt wurde im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit ein realitätsnaher Atemschutzeinsatz.
Kirchen/Stegskopf. Im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit übten jetzt Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren Freusburg, Herkersdorf/Offhausen, Kirchen und Wehbach/Wingendorf in einem Gebäude auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Daaden-Stegskopf den realitätsnahen Atemschutzeinsatz.
Gegen 9 Uhr machten sich insgesamt 16 Atemschutzgeräteträger mit dem Mannschaftstransportwagen aus Kirchen sowie dem Mehrzweckfahrzeug aus Wehbach auf dem Weg zum Truppenübungsplatz Stegskopf. Dort waren bereits seit 8.30 Uhr die Ausbilder mit den Vorbereitungen für den Übungstag beschäftigt.
Nach einer kurzen theoretischen Einweisung begann die Stationsausbildung. Unter der Leitung von Christian Kern wurde auf dem Außengelände neben dem Übungsgebäude die Flash-Over-Bekämpfung mit dem Hohlstrahlrohr geübt. Dafür gingen die Trupps in gebügter Haltung vor und löschten imaginäre Flammen. Auf ein Signal von Christian Kern hin, dass es einen sogenannten "Flash-Over" gegeben hatte, musste sich der Trupp auf den Rücken fallen lassen und gleichzeitig das Strahlrohr auf die Mannschutzfunktion einstellen. Dabei wird eine Wasserwand vor dem vorgehenden Trupp gebildet und schützt diesen.
An der zweiten Station erklärte Jens Eckermann zunächst theoretisch die korrekte Vorgehensweise im sogenannten Seitenkriechgang und bei der Vornahme der Schlauchleitung. Weiterhin behandelte er die korrekte Türöffnung in einem brennenden Gebäude und die dosierte Abgabe von Wasser im Zuge der Türöffnung mittels "Bandschlinge" sowie Axt. Dabei konnte, was selten möglich ist, auch innerhalb des Gebäudes mit Wasser gearbeitet werden.
Christian Baldus leitete die dritte Übungsstation. Hierbei musste mit einem mit Sand gefüllten (um das Gewicht zu simulieren) Schlauch vorgegangen und eine vermisste Person gesucht und gerettet werden. Insbesondere wurde hierbei Wert auf die korrekte Suchtechnik gelegt. Die Suche wurde in zwei vollkommen mittels Nebelmaschinen verrauchten Räumen durchgeführt, wo auch noch Schreibtische, Stühle und Betten im Raum verteilt waren. Dies erforderte eine gute Absprache der Truppmitglieder, um auch unter diesen erschwerten Bedingungen die Person zu finden.
Die Wasserversorgung erfolgte durch Kameraden der Standort-Feuerwehr, so dass sich die Trupps vollkommen auf die Atemschutzausbildung konzentrieren konnten.
Beim gemeinsamen Mittagessen waren sich alle Teilnehmer einig, dass aufgrund der sehr guten Möglichkeiten vor Ort auch weiterhin versucht werden soll, gemeinsam mit der Bundeswehr zu üben. Eventuell ist im nächsten Jahr auch ein Besuch des Übungsdorfes möglich.
Im Laufe des Tages informierten sich auch Verbandsgemeindewehrleiter Dietmar Urrigshardt sowie die Zugführung des Zuges Kirchen vor Ort über die Tagesübung.
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Foto: Realitätsnahe Atemschutzübung auf dem Stegskopf.
 
Nachricht vom 02.08.2010 www.ak-kurier.de