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Nachricht vom 13.09.2010
Wirtschaft
4. Nacht der Genüsse - ein Wochenende der Schlemmerei
Optimales Spätsommerwetter, exzellente Weine, eine Vielfalt kulinarischer Genüsse und ein feines Unterhaltungsprogramm ließen die 4. Nacht der Genüsse im Raiffeisen­geburts­ort wieder zu einem besonderen Erlebnis werden.
 Eine Bratwurst von Oma - gerne, um den Hunger zu stillen. Fotos: Rolf-Dieter RötzelHamm. 4. Nacht der Genüsse in Hamm: Das ereignis- und genussreiche Wochenende fand großen Zuspruch in der Bevölkerung sowie den Gästen aus Nah und Fern. Eröffnet wurde das gemeinsam von der Werbegemeinschaft, dem Standortmarketing Hamm, der Ortsgemeinde Hamm und dem Arbeitskreis „Kultur und Tourismus“ der Verbandsgemeinde Hamm organisierte Fest, von der Bläsergruppe des Hegerings Hamm, die auch traditionsgemäß Wildspezialitäten anbot.
Insgesamt wurden Genüsse für Augen, Ohren, Mund und Nase offeriert; für Jeden war etwas dabei. Exquisite Weine gab es bei den Weinständen Lichtentäler und Imhäuser, während die Hammer "Liedertafel" eine reichhaltige Palette an Getränken anbot. Den Reigen der Köstlichkeiten komplettierten das Café Müller, die Gaststätte "Birkenhof", "bon-gout" sowie Michaelas Fischwagen.

Bei dem optimalen Wetter war rund um das Hammer Kulturhaus Kurzweil angesagt; der Gedankenaustausch kam dabei ebenfalls nicht zu kurz. Über allem lag Unterhaltung, angefangen vom Gesang über Jazz, Swing bis hin zum Boogie-Woogie.
Erstmals - und sicherlich nicht das letzte Mal dabei - war die Hammer Liedertafel, die das begeisternde Publikum an einer gesanglichen und musikalischen Weltreise teilnehmen ließen. Die an diesem Samstag zur Verfügung stehenden 16 Sänger boten mit ihren Solisten und begleitenden Musikern einen bunten Melodienstrauß internationaler Lieder. Chorgesang "einmal anders", der aber gleichermaßen bei Jugendlichen und der älteren Generation ankam.

Publikumswirksam und mitreißend die Interpretationen der zwischenzeitlich weit über die Region hinaus bekannten Jazz-Band "Schräglage", der sogar Anfragen aus den USA und Ungarn vorliegen. Zahlreiche Titel aus den "großen 20/30er" bis heute entflammten die nicht mit Applaus geizenden Zuhörer.

Als "schwarzer" unter den weißen Boogie-Pianisten ist Jörg Hegemann bekannt geworden. Was er erneut bot, war mehr als eindrucksvoll. Der "Walking Bass", den die linke Hand spielte, ließ scheinbar automatisch auch die Füße den Takt mit klopfen, während die rechte Hand mit teilweise wahnwitzigen Melodielinien den Zuhörer schwindelig spielte. Hegemann lebt Boogie, liebt Boogie und leidet Boogie. Er interpretiert diese heiße Musik mit Gefühl, Witz und Charme.
Von Anfang an swingten und wippten die Zuhörer zur Musik mit, spendeten kräftigen Applaus und "stachelten" scheinbar den "Boogie-Virus-Infizierten" immer wieder zu "akrobatischen Höchstleistungen" an. So war es nicht verwunderlich, dass der sich bereits zeitig seiner Anzugjacke entledigen und öfters mit einem auf dem Piano bereit gelegten weißen Handtuch die Schweißperlen abtrocknen musste. Die Zuschauer swingten und wippten von Anfang an zur Musik mit. Zwischen den Stücken erzählte Jörg Hegemann in seiner unkomplizierten Art interessante und witzige Anekdoten aus der Geschichte des Boogie-Woogie. (Rolf-Dieter Rötzel)
       
 
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