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Politik
Realschule Betzdorf: Wäschenbach will Aufstockung im Schulbudget
Sie ist eine Schule mit besonderen Herausforderungen, die Bertha-von-Suttner Realschule plus in Betzdorf. Zum einen kommen hier Kinder verschiedenster Nationen und kultureller Hintergründe zusammen, um gemeinsam zu lernen, zum anderen gibt es große Unterschiede in den Grundkenntnissen der Schülerinnen und Schüler.
Michael Wäschenbach an der Bertha-von-Suttner Realschule plus in Betzdorf (Foto: Bürgerbüro)Betzdorf. Sprachliche Barrieren überwinden, kulturelle Unterschiede ausgleichen und einen umfassenden, attraktiven Unterricht bieten, sind denn auch nur drei der Herausforderungen, denen die Lehrerinnen und Lehrer von montags bis freitags gegenüberstehen. „Das Engagement der Lehrkräfte kann man gar nicht hoch genug einschätzen, sie stellen sich diesen Unterschieden, sie moderieren, sie helfen und sie kümmern sich um jeden Einzelnen ihrer Schülerinnen und Schüler“, sagt Michael Wäschenbach. Genau aus diesem Grunde will sich der Landtagsabgeordnete stark machen für die in der Sitzung des Kreisausschusses am 26. Oktober auf der Tagesordnung stehende Aufstockung des Personals um eine Halbtagsstelle, verbunden mit dem Einsatz einer Schulsozialarbeiterin. „Eigentlich wäre hier das Land aufgrund der bildungspolitischen Verantwortung in der Pflicht“, sagt Wäschenbach, „aber da die Regierung sich verweigert, müssen wir in die Bresche springen.

Nach der Überlastungsanzeige im Dezember letztes Jahr wurde vom Land und der Ministerin viel versprochen. Viele personelle Verbesserungen lassen auf sich warten. Die ungerechtfertigte Schuldzuweisung der Bildungsministerin Dr. Hubig an unseren ehemaligen Landrat im Plenum am 29. Januar (Seite 6551 des Protokolls) wiegt immer noch sehr schwer, so Wäschenbach. Der Kreis kommt aber seinen Verpflichtungen nach. Dennoch: Es werden gut investierte jährlich 30.000 Euro sein“, bekräftigt er sein „Ja“ zur Arbeit an der Schule und verweist gleichzeitig darauf, dass die Kinder hier eine umfassende ganztägliche Betreuung erfahren. Damit habe die Schule nicht nur in der Region eine überragende Bedeutung, sondern Modellcharakter.

Es gelte, allen jungen Menschen in unserem Raum die bestmöglichen Chancen zu bieten, um fundamentale Kenntnisse zu erwerben, angefangen von der Sprache über die Förderung individueller Fähigkeiten bis hin zu einer für die Gesellschaft unabdingbaren sozialen Sensibilität, die auch die Gegebenheiten und persönlichen Umstände der Mitschüler berücksichtige und damit zu gegenseitigem Verständnis führe. „Die Bertha von Suttner Realschule plus in Betzdorf tut dies in vorbildlicher Weise. Sie ist ein elementarer Baustein für eine erfolgreiche Integration in unserer Region. Und ich sehe es als meine Aufgabe an, gerade dort zu helfen; zum einen, weil das Personal wirklich großartige Arbeit leistet, zum anderen, weil jedes Kind und jeder Jugendliche befähigt werden muss, die gleichen Grundlagen zu erhalten, um später für sich, seine Familie und unsere Gesellschaft das Bestmögliche zu erreichen.“ (PM)
Nachricht vom 22.10.2020 www.ak-kurier.de