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Politik
Kein Nachholtermin für Schüler in Quarantäne: CDU-Nachwuchs kritisiert Landesregierung
Die Landesregierung lasse Schüler der Kursstufe 13 am Gymnasium Betzdorf-Kirchen im Stich, findet die CDU-nahe Schüler Union (SU) Kreis Altenkirchen. Es geht um eine Prüfung im Leistungsfach Englisch. Für Schüler, die sich in Quarantäne befanden, gibt es laut SU keinen zentralen Nachschreibtermin. Damit entfalle für sie eine „optimale Vorbereitung auf das Abitur“.
„Dieses Verhalten ist absolut inakzeptabel.“ Die Schüler Union im Kreis Altenkirchen und ihr Vorsitzender, Alexander Stohl, kritisieren die Landesregierung. (Schulfoto: Archiv/ Stohl-Foto: CDU Kreis Altenkirchen)  Betzdorf-Kirchen. Die Schüler Union Kreis Altenkirchen kritisiert das Verhalten der Landesregierung mit Bezug auf eine Kursarbeit der Stufe 13, die am 10. November im Leistungsfach Englisch am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium stattfand. Laut SU handelte es sich um einen zentralen Prüfungstermin unter Abiturbedingungen. Doch für rund 20 Schüler, die sich in Quarantäne befanden, werde es dem Parteinachwuchs zufolge keinen zentralen Nachschreibtermin geben. Ihnen werde so eine „optimale Vorbereitung auf das Abitur verwehrt“, kritisiert die SU.

Hintergrund: Im Januar werden in Rheinland-Pfalz die schriftlichen Abiturprüfungen geschrieben, auch im Fach Englisch. Im Vorfeld werden die Schüler durch Kursarbeiten unter Abiturbedingungen auf diese vorbereitet. Im Fach Englisch hieße das laut SU konkret, dass die Landesregierung für einen zentralen Termin Aufgaben im Bereich Hör- und Leseverstehen stellt.
„Ich persönlich habe diese Art der Vorbereitung auf die Abi-Prüfungen als sehr positiv empfunden, da die Gewöhnung an den Ablauf und die Konfrontation mit Hör- und Leseverstehen in einer Prüfungssituation die Aufregung in der Abitur-Prüfung senken“, merkt Marlon Kowalski, Beisitzer im Kreisvorstand, an. Die Landesregierung machte laut SU jedoch schnell klar, dass es keinen zentralen Nachschreibtermin geben werde und sie auch keine neuen zentralen Aufgaben stelle.

Zudem sei der Schule untersagt worden, Hör- und Leseverstehaufgaben aus den Vorjahren zu verwenden. Die SU stellt vor diesem Hintergrund fest: „Die Kursarbeit im Leistungsfach Englisch findet in diesem Jahr für viele Schülerinnen und Schüler des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums also ohne den zentral gestellten Teil – daher nicht unter Abiturbedingungen – statt.“

Neben dem Sammeln wichtiger Routine im Vorfeld der Abiturprüfung, erhalte man durch die erstmalige Benotung der zentral gestellten Aufgaben auch eine „Einschätzung zu seinem aktuellen Leistungsstand, die bei der persönlichen Abi-Vorbereitung eine wichtige Rolle spielen kann“, ergänzt der stellvertretende Vorsitzende Lucas Schuhen.

„Es geht um die Zukunft der jungen Menschen in Rheinland-Pfalz und somit um die Zukunft unseres Bundeslandes insgesamt. Da kann die Landesregierung nicht derart verantwortungslos handeln!“, so Robert Leonards, Beisitzer im Kreisvorstand. „Dieses Verhalten ist absolut inakzeptabel“, ergänzt der Kreisvorsitzende Alexander Stohl.

„Der diesjährige Abitur-Jahrgang hat aufgrund der Corona-Pandemie ohnehin schon mit besonderen Herausforderungen und großen Unsicherheiten zu kämpfen. In solch einer Situation wünscht man sich eine Landesregierung, die einem zur Seite steht, anstatt einer, die die Schülerinnen und Schüler im Stich lässt“, resümiert der Kreisvorsitzende Alexander Stohl. (PM)

Nachricht vom 23.11.2020 www.ak-kurier.de