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Nachbarschaftsstreit führte zu größerem Feuerwehreinsatz
Ein Streit unter Nachbarn führte am Sonntag, 3. Januar, zu einem größeren Feuerwehreinsatz. Die Feuerwehren aus Altenkirchen und Neitersen wurden zu einem angeblichen Wohnungsbrand alarmiert. Das stellte sich jedoch als Fehlalarm heraus.
(Symbolbild: Archiv/kkö)Altenkirchen. Die Löschzüge Altenkirchen und Neitersen wurden, gemäß Alarm- und Ausrückeordnung (AAO), am Sonntagmorgen durch die Leitstelle Montabaur alarmiert. Gegen 10.45 Uhr meldeten Anwohner einen Wohnungsbrand im Stadtteil Leuzbach.

Bereits beim Eintreffen des Wehrleiters Björn Stürz stellte sich heraus, dass es sich um eine böswillige Falschalarmierung handelte. Grund hierfür, so Stürz, sei ein schon länger schwelender Streit unter Nachbarn gewesen. Die Feuerwehren rückten mit einem großen Fahrzeugaufgebot, hierunter auch die Drehleiter, aus. Wehrleiter Stürz konnte bereits kurz nach seinem Eintreffen der Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) mitteilen, dass die Einheiten auf der Anfahrt den Einsatz abbrechen könnten.

Neben den beiden Feuerwehren, die mit rund 35 Feuerwehrleuten ausgerückt waren, wurde der Rettungsdienst sowie die Polizei Altenkirchen informiert. Die Polizei war mit fünf Kräften vor Ort. Der alarmierte Rettungsdienst konnte bereits kurz nach dem Eintreffen wieder die Rettungswache anfahren.

Ein solcher bewusst herbeigeführter Fehlalarm ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern hat auch Konsequenzen. Die Kosten für den Einsatz der Rettungskräfte sowie der Polizei werden in aller Regel dem Verursacher in Rechnung gestellt. In diesem Fall wurde zudem gegen den betrunkenen Anrufer Strafanzeige wegen des Missbrauchs von Notrufen erstattet. (kkö)
Nachricht vom 03.01.2021 www.ak-kurier.de