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Ausstellung: Hohenbetzdorf wie es früher einmal war
Die 6. Ausstellung "Hohenbetzdorf - wie es früher einmal war" des Betzdorfer Geschichte e.V. (BGV) wird am Samstag, 9. Oktober in der Westerwald Bank in der Betzdorfer Wilhelmstraße eröffnet und ist bis zum 15. Oktober während der Geschäftszeiten zu sehen.
Die beiden Eckhäuser an der Schützenstraße, heute Restaurant, und Klosterhof, ehemals Konsum, Café, dann lange Jahre Tabakladen und heute Dönerstube, sind fast noch so erhalten. Die Breite der Wilhelmstraße ließ sogar einen eingezäunten Bereich (links) zu. Fotos: Slg. BGVBetzdorf. Die Sieg/Heller-Stadt Betzdorf war vor dem Bau der Eisenbahn ein kleiner Weiler und wurde erst durch ein Mehrfaches größer, dass Nachbargemeinden einfach nicht mehr in der Lage waren, die Infrastrukturleistungen für ihre Gemeindegebiete zu erbringen. Die wurden auch noch dadurch notwendig, dass der Betzdorfer Raum einen Massenzustrom an Arbeitskräften erlebte, die aber fast alle in Betzdorf bei der Bahn oder der Industrie beschäftigt waren. Die Folge dieser Entwicklung: 1887 gab Wallmenroth den großen Bereich Hohenbetzdorf an Betzdorf ab. Aus dem gleichem Grund verzichteten die Brucher 1907 auf ihre Selbständigkeit und wurden nach Betzdorf eingegliedert und ebenso 1907 der Wallmenrother Ortsteil Kolonie.
Der Verein Betzdorfer Geschichte beleuchtet ab dem kommenden Wochenende die Entwicklung von Hohenbetzdorf und zeigt seine 6. Ausstellung "Hohenbetzdorf - wie es früher einmal war..." Sie findet in Zusammenarbeit mit der Westerwald Bank an der Wilhelmstraße statt und ist am Samstag, 9. Oktober, und am Barbaratag, 10. Oktober, für alle Interessierte geöffnet. Ab dem 11. Oktober kann die Ausstellung bis zum 15. Oktober während der Geschäftsstunden der Bank auch noch besichtigt werden.

Während der ersten beiden Tage veranstaltet der BGV zusätzlich einen Geschichtswettbewerb zum Ausstellungsthema. Sonntagabend werden wertvolle Preise verlost wie eine Freiluftballonfahrt mit dem Heißluftballon der Firma Pagnia/Pack, ein Freiflug für zwei Personen mit dem Segelflugclub Betzdorf/Kirchen und anderes. Der Eintritt und die Teilnahme sind kostenlos.
Erstmals bietet der BGV auch seine zwölf verschiedenen Puzzles an und hat das Quartett "Amt Betzdorf" sowie die Tonflaschen mit "Siegwasser" und den zu Hohenbetzdorf gehörigen "Molzberger Geist" mit dabei.
In zehn verschiedenen Themen, wie obere Wilhelmstraße, Gesamtansichten, Klosterhof, Hotels/Gewerbe, Schulen, Straßenansichten, Feste, evangelische Kirche, Dienstleistung und bittere Stunden ist die Ausstellung mit insgesamt 164 Fotos aufgeteilt. Für das Konzept und die Redaktion zeichnet Ernst-Helmut Zöllner verantwortlich, die Herstellung veranlasste Hans Schmidt und die Ausgestaltung nahmen Klaus Klein, Rudolf Kölzer, Georg Moll, Rainer Müller, Hans Schmidt, Dieter Schmidt, Heinz Stock, Marianne Stock, Ursula Zöllner und Ernst-Helmut Zöllner vor.
Auf zwölf Wände verteilt wird mit den ältesten Fotos begonnen und die Entwicklung der Betzdorfer Sonnenseite, von manchen auch etwas ketzerisch "Wassertrinkerseite" genannt, bis in die Neuzeit dargestellt. Dass sich dabei interessante Diskussionen ergeben werden, wird erwartet und sind auch notwendig, um die Wettbewerbsfragen zu lösen. BGV-Mitglieder stehen in "Streitfällen" zur Klärung bereit.
 
Nachricht vom 06.10.2010 www.ak-kurier.de