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Überwältigende Anteilnahme nach Brand in Altenbrendebach
In der Nacht zum 1. Dezember 2020 kam es in Altenbrendebach bei Wissen zu einem verheerenden Brand, der das Leben von Claudia Reifenrath und Sascha Blum mit ihren beiden Söhnen vollkommen veränderte. Doch die Anteilnahme und Fürsorge die sie danach erfuhren, seien überwältigend gewesen, berichtet die Familie. Dafür möchte sie "Danke" sagen.
Sascha Blum und Claudia Reifenrath mit ihren beiden Kindern Luis und David sagen „Danke“ für die große und überwältigende Anteilnahme und Unterstützung die sie erfuhren, nachdem sie durch den Brand am 1. Dezember 2020 ihr ganzes Hab und Gut verloren. (Foto: privat)Wissen/Altenbrendebach. Langsam kommen Claudia Reifenrath und Sascha Blum mit ihren beiden Söhnen Luis (11) und David (9) wieder zurück in ein annähernd normales, aber erst einmal gänzlich anderes Leben. Der Schock saß und sitzt noch bei allen sehr tief, nachdem sie in der Nacht zum 1. Dezember 2020 ihr gesamtes Hab und Gut beim verheerenden Brand ihres Wohnhauses mit Scheune in Altenbrendebach verloren.

Zum Glück gab ein Feuermelder Bescheid und die Familie konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Aber es blieb ihnen nichts außer dem, was sie in dieser Nacht am Leib trugen.

Danke für die vielfältige Unterstützung und Anteilnahme
Doch die Anteilnahme, die Solidarität und Unterstützung, die ihnen in der dann kommenden Zeit entgegen gebracht wurde, seien überwältigend gewesen, so Claudia Reifenrath und Sascha Blum. Dafür seien sie so unendlich dankbar, es habe sie oft zu Tränen gerührt. Vor allem die vielen tröstenden Worte ihrer Familien, von Freunden und Bekannten seien in diesen schlimmen ersten Tagen, an denen sie kaum wussten wie es weiter gehen soll, ein großer Lichtblick gewesen.

Daher ist es ihnen ein Herzenswunsch, in aller Form für die Hilfe „Danke“ zu sagen:

Bei allen Nachbarn und der Dorfgemeinschaft, die in der Brandnacht zur Seite standen, den vielen Einsatzkräften der Feuerwehren aus Wissen, Schönstein, Katzwinkel und Steinebach, dem DRK und allen Helfern, die in dieser Nacht trotz der widrigen Umstände alles gaben. Ein Dank auch für die spontane Hilfe, dass sie am nächsten Tag überhaupt wieder etwas zum Anziehen hatten und an die LVM-Versicherung Wissen, die ohne Aufforderung alles Notwendige in die Wege leitete, was unglaublich viel Arbeit abgenommen habe. Auf vielfältigste Weise griffen auch die Arbeitgeber und Kollegen von Reifenrath und Blum der Familie unter die Arme und unterstützen in der schwierigen Situation.

Sehr berührt war die Familie über die vielen persönlichen und Mut machenden Briefe und Geschenke der Mitschülerinnen und Mitschüler ihrer beiden Söhne Luis und David. Viele Kinder, von denen sie einige gar nicht kennen, schickten Spielsachen und ihr eigenes Taschengeld und nahmen am Schicksal teil. Die Kinder mit ihren Eltern konnten dieses große Mitgefühl und die Zuwendung kaum fassen. Spontan und unkompliziert gestaltete sich ebenfalls die Hilfe der Lehrer/innen der Grundschule und des Gymnasiums, die sich mit Unterstützung aus der Elternschaft um die komplette Besorgung des Schulbedarfs der beiden Kinder kümmerten.

Die vielen gespendeten Spielsachen für Luis und David, die die Eltern an Weihnachten unter den Tannenbaum legten, sorgten für leuchtende Augen der Beiden und machte die Eltern umso glücklicher, doch ein bisschen tröstende Normalität - besonders zu den Feiertagen - einkehren lassen zu können.

„All das gab das Gefühl nicht alleine zu sein“, beteuern Claudia Reifenrath und Sascha Blum. „Und auch die Spendenbereitschaft der vielen Menschen, auch derer, die uns nicht kennen, hat uns sehr bewegt und für all das möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bedanken“.

Wie geht es weiter bei Familie Reifenrath-Blum?
Nachdem sie Anfang Dezember vor dem Nichts standen, konnten sie zuerst einmal in das Haus von Blums Vater einziehen, der oberhalb der Brandstelle wohnt. Von dort können sie auf ihr ehemaliges Heim blicken. Die Brandursache konnte, so Claudia Reifenrath, bisher nicht festgestellt werden, da der vernichtende Brand kaum Reste des vormals schmucken Fachwerkgebäudes aus dem Jahr 1759 übrig ließ. Nach Meinung der Fachleute gehe man von einem Kabelbrand aus, erläutert sie weiter.

Der Wunsch der Familie ist es, genau an der Stelle des ehemaligen Gebäudes wieder einen Neubau zu errichten - dort, wo sie sich so wohl fühlten und viel Herzblut einbrachten.
Gut sei, dass sie dann immer vor Ort wären, wenn es mit dem Bau losgeht. Grobe Vorentwürfe hat die Familie schon gemacht und sie stellen sich ein Häuschen vor, das dem ehemaligen gemütlichen Stil des Landhauses - so wie es einmal war - wieder nahekommt. Ein Fachwerkhaus wird es aber wohl nicht mehr werden. Zu teuer und der besonderen Flair ihres alten Hauses kann kaum nachgeahmt werden.

Doch bevor die Arbeiten dazu so richtig losgehen können, wird noch etwas Zeit ins Land gehen. Zuerst müssen die Reste der alten Gebäude abgetragen werden, Zeichnungen für den Neubau müssen erstellt und dann der Bauantrag gestellt werden. Wenn alles gut läuft, könnten sie vielleicht Mitte des Jahres mit dem Neubau beginnen, so Claudia Reifenrath und Sascha Blum.

Gerade auch die finanziellen Zuwendungen lassen im Hinblick auf die vielen Neuanschaffungen, die bevorstehen, doch auch positiv in die Zukunft blicken und je mehr Zeit vergeht, umso mehr freut sich die Familie auf das Neue, was kommt. (KathaBe)

Nachricht vom 12.01.2021 www.ak-kurier.de