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Nachricht vom 08.02.2021
Region
Matthias Reuber (CDU): „Probleme erkennen und klar benennen“
Wir haben die Kandidierenden für den neuen Landtag gebeten, sich anhand von Fragen vorzustellen. Für Matthias Reuber (CDU) muss sich die rheinland-pfälzische Landespolitik vor allem in zwei Bereichen verändern. Um was geht es dem Jungpolitiker konkret? Antworten zu dieser und weiteren Fragen gibt es in unserem Steckbrief.
Matthias Reuber (CDU) (Foto: Kandidat)Wofür haben Sie sich bisher politisch engagiert – und wieso?

Eine wohnortnahe und flächendeckende Gesundheitsversorgung ist mir sehr wichtig, da ich selber erlebt habe wie diese in der Fläche immer mehr abgebaut wurde. Vor über zehn Jahren haben wir mit der Jungen Union Unterschriften für den Erhalt des Notarztstandortes in Wissen gesammelt, im vergangenen Jahr gab es eine Unterschriftenaktion für den Erhalt der Bereitschaftsdienstzentrale.

Im Ortsgemeinderat haben wir durch meine Initiative eine Förderung im Rahmen des WIFI4EU-Projektes zur Errichtung von WLAN-Hotspots im Ort erhalten. Ansonsten konnten wir im Bereich des Ortsmarketings durch unsere Facebook-Seite und eine Informationsbroschüre unseren Ort besser präsentieren. In diesem Bereich können wir als Region im Norden von Rheinland-Pfalz noch stärker werden und selbstbewusster auftreten, damit wir hoffentlich auch in Mainz wieder stärker wahrgenommen werden.

Was muss sich in Rheinland-Pfalz dringend verändern?

Die Finanzausstattung der Kommunen und die Bildungspolitik muss sich in Rheinland-Pfalz dringend verändern. In beiden Bereichen gab es in den letzten Jahrzehnten große Versäumnisse.

Was wollen Sie konkret im Wahlkreis verändern? Wie wollen Sie vorgehen?

Wir müssen unsere Infrastruktur und Wirtschaft stärken. Dazu zählen für mich bessere Straßen und ein flächendeckender Breitbandausbau, aber auch die Errichtung von einem Gründerzentrum und Co-Working-Space, um regionale Unternehmen und die anliegenden Universitäten noch besser zu vernetzen und unsere Region zu stärken.

Die Folgen des Klimawandels sind bei uns in den Wäldern sichtbar. Hier gilt es in den kommenden Jahren die Wiederaufforstung, gemeinsam mit den Experten vor Ort, voranzutreiben. Darüber hinaus müssen wir ideologiefrei und technologieoffen über den Einsatz von erneuerbaren Energien diskutieren, um unsere Klimaziele zu erreichen.
Im Bereich der Bildung werde ich mich nach der Wahl schnellstmöglich mit Lehrern, Schülern und Eltern von allen Schulen unseres Wahlkreises treffen, um Erfahrungen und Ideen auszutauschen. Wir benötigen eine bessere Bildungspolitik, dafür möchte ich mich einsetzen.

Deshalb sind Sie in die Partei eingetreten, für die Sie als Kandidat antreten:

Um unsere Zukunft aktiv mitzugestalten, habe ich vor über zehn Jahren angefangen mich politisch zu engagieren. Für die CDU habe ich mich entschieden, weil die Union christlich soziale, liberale und konservative Standpunkte in ihrer Programmatik vereint und seit vielen Jahrzehnten die Politik unseres Landes erfolgreich geprägt hat. Schnell hat mich die Begeisterung in der Arbeit vor Ort gepackt, sodass ich meine Entscheidung nicht bereue. Probleme erkennen und klar benennen, Lösungsansätze diskutieren und dann Probleme mit zukunftsorientierten Maßnahmen lösen – all das mache ich mit großer Leidenschaft sowohl in meinem Beruf als auch in der Politik.

Worüber können Sie lachen?

In einer geselligen Runde mit meiner Familie, meinen Freunden oder Arbeitskollegen lache ich sehr gerne über alte Geschichten und Anekdoten oder gute Witze.

Was löst bei Ihnen Frust aus oder macht Sie sogar wütend?

Wenn in Diskussionen unsachlich argumentiert wird und der Respekt vor dem Diskussionspartner verloren geht, löst das bei mir Frust aus. Bei allen politischen Unterschieden darf man nie den Respekt vor seinem gegenüber verlieren und muss immer mit dem Wissen in Auseinandersetzungen gehen, dass niemand die absolute Wahrheit für sich alleine beanspruchen kann.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne mal lesen?

„Neue Studie - Rheinland-Pfalz im Bereich der Bildungspolitik Vorreiter“

Deshalb sollten die WählerInnen mir Ihre Stimme geben:
Ich möchte Verantwortung für unsere Heimat übernehmen und die Interessen der Menschen aus unserem Wahlkreis mit einer starken Stimme in Mainz vertreten, damit unsere Region gestärkt wird und junge Menschen nach ihrer Ausbildung oder ihrem Studium auch gerne hierbleiben.

Matthias Reuber im Profil

Wohnort: Birken-Honigsessen
Geburtsdatum: 01.08.1992
Familienstand: verheiratet, 1 Kind

Beruflicher Lebenslauf/ Ausbildung:
2011 Abitur am Kopernikus-Gymnasium Wissen, 2011-2015 Studium der Mathematik an der Universität Siegen mit Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung, seit 2015 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen am Lehrstuhl „Stochastik und Quantitative Methoden der Wirtschaftswissenschaften“, seit 2015 Data Scientist bei der Firma statmath in Siegen, 2019 Promotion Mathematik an der Universität Siegen über „Stochastische Modelle für Photovoltaikanlagen“

Politischer Werdegang:
2010 Eintritt in die CDU, seit 2014 Mitglied im Ortsgemeinderat Birken-Honigsessen, seit 2019 Mitglied im Werkausschuss Abfallwirtschaft des Landkreises Altenkirchen, Beisitzer im Kreisvorstand
Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Birken-Honigsessen

Gesellschaftliches Engagement und Vereinsaktivitäten:
seit über 20 Jahren aktiver Musiker in der Bergkapelle „Vereinigung“ 1903 e.V. Birken-Honigsessen (Trompete und Flügelhorn), Mitglied der St. Hubertus Schützenbruderschaft Birken-Honigsessen

Hobbys:
Wandern, Zeit mit der Familie und Freunden verbringen, Kochen

Drei Lieblingsorte im Wahlkreis:
Sowohl der Westerwaldsteig als auch der Natursteig Sieg führen an vielen schönen Orten unseres Wahlkreises vorbei, es ist schwierig davon Lieblingsorte auszuwählen. Ansonsten gehört der Festplatz in Birken-Honigsessen zur Schützenfestzeit sicherlich zu meinen Lieblingsorten.

Vorbilder:
Konrad Adenauer

(Fragen: D.-D. Pirker)



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