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Daaden: Kreisverkehr statt Ampel?
Kreisel statt Ampelanlage. Dafür setzt sich die Daadener SPD ein im Falle des Kreuzungsbereiches L 280/L 285. Vor Ort wurde mit MdL Dr. Matthias Krell über ein solches Projekt diskutiert, für das zweifellos der Platz vorhanden wäre.
ortstermin mit matthias krellDaaden. Die Verkehrssituation im Daadener Land war Thema eines gemeinsamen Gespräches zwischen dem Landtagsabgeordneten Dr. Matthias Krell und Mitgliedern der SPD-Verbandsgemeinde- und Ortsgemeinderatsfraktionen.
Dringenden Handlungsbedarf sehen die Genossen für den Kreuzungsbereich L 280/L 285 in der Daadener Ortsmitte. Bei der rund 20 Jahre alten Ampel seien die Induktionsschleifen defekt. Die gesamte Anlage müsste in naher Zukunft erneuert werden, erklärte Rainer Gerhardus, Fraktionssprecher im Ortsgemeinderat. Die Sozialdemokraten schlagen stattdessen die Einrichtung eines Kreisverkehrs vor. "Der Platz dafür ist vorhanden. Eine solche Lösung wäre für den Verkehrsfluss wesentlich sinnvoller und würde auch zu einer Entlastung der Mittelstraße sowie der angrenzenden Straßen führen", so Walter Strunk, Fraktionssprecher im Verbandsgemeinderat und Ortsvereinsvorsitzender.
Der Bereich ist als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen, in der Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben ist. Daran halten sich jedoch die wenigsten Verkehrsteilnehmer. "Die Autos kommen zum Teil mit abenteuerlicher Geschwindigkeit hier durch", meinte Andreas Lindinger, Beigeordneter der Gemeinde Daaden. Ortskundige würden die Straße auch als Schleichweg nutzen, um bei Rückstau die Ampelanlage zu umfahren. Walter Strunk erinnerte in diesem Zusammenhang an die große Beteiligung bei der Anliegerbefragung, welche die SPD durchgeführt hatte. Entweder müssten in der Mittelstraße Hindernisse zur Verkehrsberuhigung wie Fahrbahn- oder Bodenschwellen errichtet werden oder man ändert grundlegend die Verkehrsführung im Kreuzungsbereich, so Rainer Gerhardus.
Auch Matthias Krell fand die Idee eines Kreisels einleuchtend. Er versprach, das Thema mit nach Mainz zu nehmen, um die Machbarkeit prüfen zu lassen.
Im weiteren Gespräch wiesen die Daadener Ratsmitglieder nochmals auf die dringend notwendigen Maßnahmen in der Verbandsgemeinde hin, wie zum Beispiel an der Kreuzung L 280/K 112 bei Niederdreisbach. Ebenso kritisierten sie den Zustand der K 109 nach Derschen und wünschten sich auch für die L280 nach Schutzbach einen entsprechenden Ausbau.
Matthias Krell hatte sich bereits für den Ausbau der Kreuzung bei Niederdreisbach eingesetzt und hofft, dass bei planmäßigem Verlauf mit der Maßnahme in der ersten Jahreshälfte 2009 begonnen werden kann. Die weiteren Projekte seien in der Diskussion und an die entsprechenden Stellen zur Bewertung weitergeleitet.
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Foto: Die SPD will die Einrichtung eines Kreisverkehrs in der Daadener Ortsmitte prüfen lassen. Von links: Walter Strunk (Fraktionssprecher VG-Rat), MdL Dr. Matthias Krell, Rainer Gerhardus (Fraktionssprecher OG-Rat), Andreas Lindinger (Beigeordneter OG Daaden).
Nachricht vom 17.09.2007 www.ak-kurier.de