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Nachricht vom 01.03.2021    

Zu hohe Inzidenz im Kreis: Schulen schließen, Ausgangssperre und Maskenpflicht in Fußgängerzonen

Es kam, wie es kommen musste: Die hohen 7-Tage-Inzidenz-Werte, die im Kreis Altenkirchen in den zurückliegenden Tagen errechnet wurden, bedingen zusätzliche Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus. Unter anderem wird der Präsenzunterricht an Grundschulen und Förderschulen eingestellt, gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr des folgenden Tages. Der aktuelle Wert beträgt 114,7.

(Symbolbild)

Kreis Altenkirchen. Die 7-Tage-Inzidenz-Werte im AK-Land, die in den zurückliegenden Tagen immer die Marke von 100 überschritten hatten, bleiben nicht ohne Konsequenzen. Der Kreis und das Land verständigten sich auf zusätzliche Maßnahmen im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus - besonders der britischen Mutante. Von Donnerstag, 4. März, an wird der Präsenzunterricht an Grundschulen und den Primarstufen der Förderschulen eingestellt. In den fünften und sechsten Klassen der weiterführenden Schulen, in denen der Präsenzunterricht am Montag, 8. März, wieder beginnen sollte, wird er ausgesetzt. Die Notbetreuung an den allgemein bildenden Schulen und in Kindertagesstätten bleibt bestehen ebenso der Prüfungsbetrieb an den Berufsschulen. Außerdem gilt von Donnerstag, 4. März, eine Ausgangssperre in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr am Folgetag. Ausnahmen bilden unter anderem berufliche Gründe. Zudem wird das Tragen von Masken in Fußgängerzonen in der Zeit von 5 bis 21 Uhr unumgänglich. Besuchszeiten in Pflegeeinrichtungen und in Einrichtungen der Eingliederungshilfe werden eingeschränkt. Bewohnerinnen und Bewohner dürfen nur noch einen Gast für die Dauer von einer Stunde täglich empfangen. Ausnahmen sind definiert.

Gültig bis einschließlich 12. März
Diese Regeln gelten zunächst bis einschließlich Freitag, 12. März, und werden mittels Allgemeinverfügung der Kreisverwaltung bekannt gegeben. Alle anderen Regelungen der seit Montag, 1. März, geltenden Corona-Bekämpfungsverordnung bleiben darüber hinaus in Kraft. Darauf haben sich der Landkreis, das Gesundheitsministerium und das Bildungsministerium sowie die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion am Montagvormittag in einer Telefonkonferenz verständigt. Landrat Dr. Peter Enders betonte: „Natürlich wünschen wir uns alle, dass Einschränkungen zurückgenommen werden können. Allerdings sehen wir im Kreis mit der hohen Inzidenz gerade eine Entwicklung, die in eine andere Richtung zeigt. Abstand und Vorsicht bleiben das Gebot der Stunde, gerade angesichts der sich schneller ausbreitenden Virus-Mutation. Von 320 nachgewiesen aktiven Corona-Infektionen im Kreis am Sonntag handelte es sich bei 136 um Mutationen, bei weiteren 80 um Verdachtsfälle. Deshalb haben wir uns in enger Abstimmung mit den Vertretern des Landes auf dieses Vorgehen verständigt, das natürlich auch ein Stück weit präventive Wirkung haben soll.“

Der Hintergrund: Paragraf 23 der 16. Corona-Bekämpfungsverordnung für Rheinland-Pfalz regelt, dass Landkreise, deren 7-Tage-Inzidenz an mehr als drei Tagen in Folge die 100er-Marke überschreitet, in Abstimmung mit dem Landes-Gesundheitsministerium und ggfs. der Schulaufsicht entsprechende Maßnahmen ergreifen muss. „Wir sehen derzeit die sich schnell ausbreitende britische Mutation vor allem im Umfeld von zwei Kindertagesstätten. Insgesamt ist das Infektionsgeschehen aber sehr diffus. Die erneute Schließung vor allem der Grundschulen soll verhindern, dass es hier zu weiteren Ausbreitungen kommt", ergänzte Enders.

Ein weiterer Todesfall
Die Statistik für den Kreis (Stand Montag, 1. März, 15.30 Uhr): In der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain verstarb eine 85-jährige Frau. Damit erhöhte sich die Zahl der Menschen auf 66, für deren Tod jeweils Corona verantwortlich war oder die zumindest mit der Krankheit infiziert waren. Mit einem Plus von insgesamt 6 neuen Infektionen im Vergleich zu Sonntag stieg die Gesamtzahl aller bislang positiv Getesteten zwischen Willroth und Niederschelderhütte auf 2585. Als geheilt angesehen werden 2194 Menschen. Stationär behandelt werden 28 Männer und Frauen aus dem AK-Land. Aktuell sind insgesamt 326 Menschen positiv auf eine Corona-Infektion getestet. Bei 150 davon wurde eine Mutation nachgewiesen, 80 weitere gelten als Verdachtsfälle, die jeweils per Feintypisierung geprüft werden. Die 7-Tage-Inzidenz wurde vom Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz mit Stand von 14 Uhr am Montag mit 114,7 nach 107,9 (Sonntag), 123,7 (Freitag) und 93,9 (Donnerstag) angegeben. Die Inzidenz für ganz Rheinland-Pfalz liegt bei 49,6. (vh/PM)


Mehr zum Thema:    Coronavirus   
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