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Nachricht vom 05.12.2011 - 10:35 Uhr    

Aus dem Logbuch eines Weltenbummlers

Mit seiner Weltreise hat Reiner Meutsch den Grundstein für Hilfsprojekte seiner Stiftung Fly & Help in aller Welt gelegt und hilft mittlerweile Kindern auf allen Kontinenten. Mit seiner Multivisionsshow voller Geschichten dieser Reise war er auf Einladung der Westerwald Bank zu Gast in Hachenburg.

Weltenbummler Reiner Meutsch (rechts) und Wilhelm Höser, Vorstandssprecher der Westerwald Bank, präsentierten die Multivisionsshow für den guten Zweck in Hachenburg.

Hachenburg. Es war Abenteuer, Hilfsprojekt und Herzenswunsch zugleich, als der Kroppacher Radiomoderator und Unternehmer Reiner Meutsch im letzten Jahr zu seiner großen Weltumrundung mit dem eigenen Flugzeug aufbrach - im Mittelpunkt der Wunsch, Kindern in aller Welt den Schulbesuch zu ermöglichen. Diesem Ziel widmet er die Arbeit seiner Fly & Help-Stiftung und seiner Multivisionsshow mit vielen Bildern und Filmsequenzen der 105.000 Kilometer langen Reise durch 77 Länder. Auf Einladung der Westerwald Bank, die in einem Gewinnspiel 100 Eintrittskarten zur Meutsch-Show verlost und weitere 100 Karten an ihre Kunden ausgegeben hatte, gastierte der Wäller Globetrotter auch im Hachenburger Kino Cinexx und berichtete von seiner Reise. Für die Westerwald Bank kommt die Unterstützung der Stiftungsarbeit aus tiefster Überzeugung, denn, so Vorstandssprecher Wilhelm Höser: „Die Hilfe zur Selbsthilfe, die hier gelebt wird, gründet im besten Sinne auf der Tradition unseres Genossenschaftsgründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen.“

Schon die Vorbereitungen der Weltreise war für Meutsch ein Abenteuer: Beim Survival-Experten Rüdiger Nehberg gab es Tipps für das Überleben im Urwald, bei der Marine trainierte Meutsch das Überleben auf hoher See. In Arnim Stief fand er einen Reisepartner, der das Abenteuer mit der zweimotorigen Piper Cheyenne mit gleicher Leidenschaft verfolgte wie Meutsch selbst. Und wenn er berichtet von den ersten Zielen in Afrika, einem Sandsturm in Mauretanien, dem Etosha National Park in Namibia oder den Pinguinen in Südafrika, dann hat er zu fast jedem der gezeigten Bildmotive eine Geschichte über die Menschen auf dem schwarzen Kontinent, die er in einem ganz kurzen Satz auf den Punkt bringt: „Sie haben so wenig und geben so viel.“ Geben war schließlich auch Ziel seiner Reise. Und so konnte er im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda eine Schule besuchen, die mit 30.000 Euro aus seiner Stiftung finanziert wurde. Zur Einweihung wurde Meutsch von rund 1300 Kindern empfangen. In der Zwischenzeit konnten dort insgesamt vier Schulen gebaut werden.

Insgesamt hatte Meutsch sich für die Weltumrundung fünf Ziele mit Bildungsprojekten ausgesucht, die er vor Ort besuchte: Neben Ruanda waren dies Ziele in der indischen Provinz Chennai, wo die Stiftung Lehrer-Stipendien übernommen hat, auf der indonesischen Insel Java, im brasilianischen Maceío sowie in Ummannaq im Norden Grönlands. Es ist eine Reise der Kontraste, auf die Reiner Meutsch seine Gäste mitnimmt. Immer wieder erzählt er in seinen Vorträgen von der Not, die er gesehen hat: in Kalkutta, wo vier Millionen Menschen ohne ein Dach über dem Kopf leben, oder in den Favelas in Brasilien. Auf der anderen Seite präsentiert er Foto- und Filmsequenzen, die mit Farbenpracht und außergewöhnlicher Perspektive beeindrucken: vom Rundflug um die Freiheitsstatue, dem Panama-Kanal, den Höhen der Anden und der Schönheit der Karibik, von amerikanischen Südstaaten-Impressionen, dem Elvis-Presley-Museum, von australischen Aborigenees, der Begegnung mit einer Gorilla-Familie, dem Great Barrier Rief vor Australien, von argentinischen Gouchos und isländischen Geysiren.

Das alles war jedoch erst der Anfang, will Meutsch doch bis 2025 weltweit 100 Projekte anstoßen und ausbauen. Dazu dienen die Einnahmen aus der Multivisionsshow sowie einem begleitenden Buch und einer DVD. Nahezu jeden Abend habe er auf der Weltumrundung bereits an den Geschichten für sein Buch gearbeitet, Foto- und Filmmaterial nach Deutschland geschickt. Außerdem bringt er mit der Multivisionsshow auch Künstler aus allen Erdteilen auf die Bühne, darunter die aus dem Musical „Der König der Löwen“ bekannte Sängerin Yma América oder den mexikanischen Musiker Juan Saúl Villao Crespo und das Tanz- und Akrobatik-Duo Adesa aus Ghana.

Terminhinweis: Am Nikolaustag, dem 6. Dezember, ist Reiner Meutsch zu Gast beim SWR Fernsehen in der Nachmittagssendung Kaffee oder Tee (16.05 bis 18 Uhr). In gemütlicher Atmosphäre spricht der Westerwälder Weltenbummler über sein soziales Engagement und gibt Einblicke in die Hilfsprojekte seiner Stiftung.


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