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Vizepräsident der SGD Nord zu Gast beim Neujahrsempfang

Die SPD Wissen hatte zum Neujahrsempfang eingeladen. Der Vizepräsident der SGD Nord, David Langner, vertrat Innenminister Roger Lewentz. Es gab einen Rückblick auf Jahr 2011, wo die SPD die Alleinherrschaft im Land verlor und den Blick auf die kommenden Herausforderungen. Langner gilt als Fachmann für Natur- und Umweltschutz.
Vizepräsident der SGD Nord zu Gast beim Neujahrsempfang

David Langner, Vizepräsident der SGD Nord, hielt den Vortrag beim Neujahrsempfang der SPD Wissen. Fotos: Helga Wienand-Schmidt

Wissen. Der Neujahrsempfang der SPD Wissen führte rund 50 Gäste ins evangelische Gemeindehaus, darunter auch die Bürgermeister von Betzdorf und Hamm und Selbach, sowie den Kreisvorsitzenden Andreas Hundhausen und Bernd Becker, Sprecher der Kreistagsfraktion.
Nicht Innenminister Roger Lewentz wurde begrüßt, sondern David Langner, Vizepräsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord. Lewentz musste zu einer „Baustelle in die Eifel“ und hatte Langner gebeten, in Wissen zu sprechen.
MdL Thorsten Wehner begrüßte die Gäste, darunter auch den SPD-Ehrenvorsitzenden Heinz Jahns und seine Vorgängerin im Landtag, Eda Jahns. Er stellte Langner vor mit dem er fünf Jahre im Landtag bereits gearbeitet hatte. Der Vizepräsident der SGD Nord ist zuständig für Naturschutz, Raumordnung und Bauwesen, und gilt als Fachmann für Naturschutz innerhalb der SPD.
Dass man in Wissen das Thema erneubare Energien schon früh zum politischen Thema gemacht habe, sei auch Heinz Jahns zu verdanken, meinte Wehner.
David Langner ging in seinem Vortrag auf eine ganze Reihe von Themen ein, die auch Lewentz angeschnitten hätte. Aber der saß am „Runden Tisch“ mit dem DGB und anderen Teilnehmern in Eifel, da ging es um Arbeitsplätze.
Es gab den Rückblick auf die Wahl, die eine Neuaufstellung der Partei erfordere. „Der Regierungsauftrag an die SPD ist klar erteilt“, so Langner, trotzdem seien die Verluste ein tiefer Einschnitt gewesen. Mit Blick auf den Haushalt und die verordnete „Schuldenbremse“ sei die Umsetzung nicht einfach. 210 Millionen will die Landesregierung jedes Jahr einsparen. Nicht gespart werden dürfe im Bereich der Bildung, unterstrich Langner. Geld ausgeben sei viel einfacher, als Mittel streichen, bemerkte er mit Blick auf die Kommunen und Städte.
Langner ging im Vortrag auf die Daseinsvorsorge, insbesondere im ländlichen Raum ein. Dazu zählte er den Ausbau des digitalen Netzes ebenso wie die ärztliche Versorgung. Dazu seien Kraftanstrengungen nötig. Die Energiewende werde in Rheinland-Pfalz gelingen, es habe ein enormer technischer Schub stattgefunden und finde täglich statt.
„Aber es braucht eine geordnete Entwicklung, hier greift die SGD auch in den Landesentwicklungsplan ein“, so Langner. Die Planungen von Windkraftanlagen zu steuern sei Aufgabe seiner Behörde. „Der Mensch braucht aber auch Ruhe und Rückzugsräume, wir müssen die Umwelt und den Naturschutz nicht außer acht lassen“, sagte Langner. Auch mit Blick auf den Tourismus im nördlichen Rheinland-Pfalz müsse es eine sorgfältige Abwägung geben. Zum Thema Stegskopf kündigte Langner ein gemeinsames Gespräch für das Frühjahr mit allen Beteiligten an.

Bernd Becker, als „grünes Gewissen der SPD“ begrüßt, machte nach dem Vortrag des Vizepräsidenten deutlich, dass es gegen Windkraft eigentlich keine Alternative gebe, aber man auch den Naturschutz brauche. Energie-Landschaften müssten letztlich auch den Kommunen zugute kommen, die damit Einnahmen generieren könnten. Becker forderte eine Neuordnung des Gemeinde-Wirtschaftsrechtes unter der Federführung des Kreises. Im Anschluss wurde mit den Gästen an den Tischen lebhaft diskutiert. (hws)
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