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Nachricht vom 04.03.2012 - 23:20 Uhr    

Ausstellung „Spero Lucem“ vereint Kunst und Kirche in Altenkirchen

Am Sonntagabend zog die Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung „Spero Lucem“ viele Besucher in die Katholische Kirche St. Jakobus in Altenkirchen. Im Mittelpunkt der Vernissage stand das von Künstler Michael Bleyenberg geschaffene Lichtbild eines Kreuzes.

Die Vernissage der Ausstellung "Spero Lucem" zog viele Menschen an. Im Mittelpunkt der Ausstellungseröffnung stand das Lichtbild eines Kreuzes von Künstler Michael Bleyenberg. Künstler Michael Bleyenberg, Pfarrer Bruno Nebel, Kommissarische Leiterin Bildungswerk Michaela Renkel und Pfarrer Dr. Hans-Ulrich Wiese (von links). Fotos: Bianca Klüser

Altenkirchen. Die von den beiden christlichen Kirchen und dem Bildungswerk der Erzdiözese Köln in der Region Rheinland-Pfalz veranstaltete Ausstellung „Spero Lucem“ lockte am Sonntagabend eine Vielzahl von Menschen in die Katholische Kirche St. Jakobus in Altenkirchen. Im Mittelpunkt des Abends stand dabei das mit Ausstrahlung und Dynamik versehene Lichtbild eines Kreuzes, das von Künstler Michael Bleyenberg geschaffen wurde.

Hinter dem faszinierenden Farbenspiel des Bildes verbirgt sich ein auf eine große Glasplatte aufgebrachtes Hologramm, das durch ein Licht von hinten zum Leuchten gebracht wird. Die Collagetechnik lässt dabei die verschiedenen Farbelemente des Regenbogenbildes zu einem Bild verschmelzen, das je nach Blickwinkel immer neue Bilder mit anderen Farben ergibt und den Betrachter zu einer „Seh-Reise“ einlädt.

Eröffnet wurde die Vernissage durch den musikalischen Auftritt von Simone Bröhl, Susanne Ullrich und Michael Ullrich, die mit ihren Querflötensymphonien den Abend mehrfach mitgestalteten und mit jedem Musikstück die Gäste begeisterten. Es folgte die offizielle Begrüßung der Gäste durch Pfarrer Bruno Nebel, der zunächst auf die Bedeutungen des Kreuzes, welches das Lichtbild darstelle, einging. Weiter stellte er fest: „Jeder hat sein eigenes Kreuz zu tragen.“ Er bezeichnete das Kreuz als ein Zeichen der Hoffnung. Gott stehe den Menschen in der dunkelsten Stunde zur Seite, damit sie nicht den Mut verlieren, so Pfarrer Bruno Nebel und hieß alle Gäste herzlich in der Katholischen Kirche St. Jakobus willkommen. Er lud dazu ein, das Kreuz aus allen Perspektiven zu betrachten und wünschte allen eine frohe gemeinsame Stunde, in der es sich mit den Seiten des Kreuzes und des Lichtes zu beschäftigen gelte.

Im Anschluss leitete Michaela Renkel, Kommissarische Leiterin Bildungswerk, über zum Künstlergespräch mit Michael Bleyenberg und Pfarrer Dr. Hans-Ulrich Wiese. Künstler Michael Bleyenberg forderte sodann die Anwesenden auf, sich von ihren Plätzen zu erheben und von verschiedenen Blickwinkeln aus das Lichtbild zu betrachten. Anschließend beschrieb Pfarrer Dr. Hans-Ulrich Wiese den großen Sprung vom Kreuz zur Auferstehung, der ein ebenso großer sei, wie der von der Kunst zur Kirche. Licht sei eine Möglichkeit, die Bedeutung des Kreuzes zum Ausdruck zu bringen. Mit seiner Multiperspektivität biete das Werk viele Blickwinkel um zu begreifen, was Auferstehung ist. Durch die Brechung des natürlichen Lichts, so Bleyenberg im Folgenden, komme es zur Farbaufspaltung, die letztlich das Regenbogenbild hervorbringe. Das Wechselspiel des Lichtbildes – Kreuz und Auferstehung, zeigen und verbergen – die nahezu paradox erscheine, sei elementar christlich, so Wiese weiter. „Als Künstler“, erklärte Bleyenberg, „muss man sich über das schubladenhafte Denken hinwegsetzen.“ Bei seinem Werk handele es sich nicht um Hokuspokus, sondern um Physik. Um die Brechung des Lichts in die einzelnen Farben des Regenbogens und ihre Wirkung auf den Raum zu demonstrieren, wurde für ein paar Minuten lang das Licht ausgeschaltet und die Gäste konnten sich der räumlichen Ausweitung des Bildes und seiner Farben erfreuen.

Abschließend bedankte sich die Kommissarische Leiterin des Bildungswerks, Michaela Renkel, bei allen Anwesenden für ihr Kommen und überreichte den Mitwirkenden der Vernissage ein kleines Dankeschön. Pfarrer Bruno Nebel lud dazu ein, im Anschluss bei einem Getränk und ein paar Leckereien miteinander ins Gespräch zu kommen und wünschte den Gästen noch einen schönen und frohen gemeinsamen Abend.

Die Veranstalter laden außerdem ein zu den Folgeveranstaltungen im Rahmen der Ausstellung "Spero Lucem", die ebenfalls in der Katholischen Kirche St. Jakobus in Altenkirchen stattfinden:

Mo. 05.03.2012, 19.00 Uhr
Spero Lucem - Nachtklänge
Andrea Glaßner

Mi. 07.03.2012, 19.00 Uhr
Spero Lucem - Film und Gespräch am Abend mit dem Hospizverein Altenkirchen
Im Winter ein Jahr
Schwester Barbara Schulenberg, Erika Gierich

Sa. 10.03.2012, 19.00 Uhr
Spero Lucem - lichTung
Performance zu Kreuz und Auferstehung
Thomas Kagermann, Eva-Maria Kagermann, Katharina Otte-Varolgil

So. 11.03.2012, 17.00 Uhr
Spero Lucem - Eine Symphonie des Lichts
Vierhändige Orgelmusik und Lesung
Lea Lohmeyer, Adam Lenart, Schwester Barbara Schulenberg

Mo. 12.03.2012, 19.30 Uhr
Spero Lucem - Den Himmel offen halten in nebligen Zeiten - Das Kreuz und seine Symbolkraft
Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer

Di. 13.03.2012, 19.00 Uhr
Spero Lucem - Film und Gespräch am Abend
Von Menschen und Göttern
Schwester Barbara Schulenberg

Do. 15.03.2012, 19.00 Uhr
Spero Lucem - Das Kreuz - ein JA zum Leben der Liebe auch in Dunkelheit und Sterben
Theologisch-spirituelle Impulse zu einem herausfordernden Thema
Pastoralreferent Detlef Tappen

Sa. 17.03.2012, 18.00 Uhr
Spero Lucem - Der stumme Schrei nach Leben
Gewalt gegen Frauen im Kongo
In Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen und Medica Mondiale

So. 18.03.2012, 10.30 Uhr
Spero Lucem - Abschlussgottesdienst zur Ausstellung
mit dem Chor Aveloona (bk)

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