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Nachricht vom 15.09.2012 - 10:14 Uhr    

Psychiatrische Tagesklinik in Waldbröl eröffnet

Am Kreiskrankenhaus Waldbröl wurde jetzt ein psychiatrische Tagesklinik und eine Institutsambulanz eröffnet. Damit schließt man im oberbergischen Kreis eine Versorgungslücke die auch für die angrenzenden Gemeinden von Bedeutung ist.

Das Team der neuen Psychiatrie-Einrichtung am Krankenhaus Waldbröl wurde von Landrat Hagen Jobi (stehend, links) vorgestellt. Foto: pr

Waldbröl. Mit einer Depression, Angst- und Panikerkrankungen, Persönlichkeitsstörungen und Psychose-Erkrankungen oder nach einer erfolgreichen Entgiftung nach Drogen-, Alkohol- oder Medikamentensucht finden Patienten jetzt auch in Waldbröl qualifizierte Hilfe. Bislang mussten Patienten mit psychischen Erkrankungen für die Behandlung weite Wege zurücklegen.
Die neue psychiatrische Tagesklinik mit Institutsambulanz am Kreiskrankenhaus Waldbröl bietet Patienten aus dem Süden des Oberbergischen Kreises und angrenzenden Gemeinden nun ein wohnortnahes Behandlungsangebot. Das Klinikum Oberberg schließe eine Versorgungslücke, sagte Landrat Hagen Jobi, der als Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikum Oberberg die neuen Räume mit zahlreichen Gästen aus Medizin und Politik eröffnete. Krankenhaus-Geschäftsführer Sascha Klein kündigte an, dass im nächsten Schritt die stationäre Versorgung aufgebaut werde.
Im Zuge der Sanierung des Bettenhauses im Kreiskrankenhaus Waldbröl werden zwei Etagen für die Psychiatrie ausgebaut. Geplant sind insgesamt 45 Betten und 15 Tagesklinikplätze. In der Tagesklinik, die vor wenigen Wochen die ersten Patienten aufgenommen hat, sind bereits zwölf der 15 Plätze belegt. „Kaum gestartet und schon fast voll belegt: Das zeigt, wie groß der Bedarf ist“, sagte der Landrat.

Im Erdgeschoss des ehemaligen Schwesternwohnheims in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kreiskrankenhaus habe man ideale Voraussetzungen für Tagesklinik und Institutsambulanz geschaffen, sagte Klein. „Wir profitieren von der schönen Umgebung“, stimmte der psychologische Leiter der Tagesklinik, Klaus Böhmer, bei. Die Patienten würden die Wege durch die Natur für Spaziergänge und Nordic Walking nutzen - ein wichtiger Beitrag zur Genesung.
Neben Bewegungsangeboten zählen zum therapeutischen Programm psychotherapeutische Gruppen- und Einzelgespräche, Entspannungsverfahren, kognitives Training, Ergotherapie, Soziales-Kompetenz-Training und einiges mehr.

„Wir führen die Patienten an die Herausforderungen des Alltags heran“, erklärte die leitende Oberärztin, Dr. Maike-Dorothee Möller. Die Patienten sind wochentags von 8 bis 16 Uhr in der Obhut des multiprofessionellen Teams, die restliche Zeit verbringen sie zu Hause in ihrem gewohnten Umfeld. „Der große Vorteil bei einer teilstationären Behandlung besteht darin, dass die Patienten den Kontakt zum Alltag und ihre sozialen Bindungen aufrechterhalten“, sagte die Oberärztin.

Neben ihrer Tätigkeit in der Klinik betreut Dr. Möller die auch psychiatrische Einrichtungen in der Umgebung. Dr. Möller und Geschäftsführer Klein betonten die Bedeutung eines guten Kontaktes zu den niedergelassenen Fach- und Hausärzten, die gestern die Gelegenheit nutzten, Team und Klinik kennen zu lernen.
Weitere Infos gibt es in der Tagesklinik unter der Telefonnummer 02291/82-2672


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